DDM 09: Stimmen der Anderen Nr. 5

Datum: 21. Juni 2009
Redakteur:
Kategorie: Presseschau, Turniere

Sarah Kempf, Vizepräsidentin des DCJG Mainz, hat unter dem Titel „Dabeisein ist alles: Deutsche Debattiermeisterschaft 2009 in Mainz – BEHIND THE SCENES“ hier einen ausführlichen Bericht über die DDM aus Sicht der Orga geschrieben. Auszüge natürlich hier auf der Achten Minute!

„Die Deutsche Debattiermeisterschaft 2009 in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt ist vorbei, und der DCJG Mainz hat sich tüchtig ausgeschlafen. Wir hatten viel Spaß mit euch und bedanken uns bei den 200 Gästen, die wir vier Tage lang in Mainz beherbergt haben: Ihr wart großartige Turnierteilnehmer und es war uns eine Ehre, so viele wunderbare, gut gelaunte Leute zu Gast zu haben! Zu beklagen hatten wir eigentlich nur eines: Viel zu wenig Skandale! Freunde, wo blieben die schmutzigen Gerüchte und romantischen Lovestories?! Das übt ihr bis zum nächsten Mal!“

„Am Donnerstag war der offizielle Check-In im Intercity Hotel. Während wir noch bemüht waren, den Check-In aufzubauen, kamen schon die ersten Gäste: Drei Stuttgarter sowie, wie sich längst herumgesprochen hat (Anm. d. Red. vgl. hier), zwei Tübinger (!!!), standen bereits im Foyer, als wir noch nichts vorbereitet hatten. Kleiner Tipp an künftige Turnierausrichter: Versprecht den Tübingern Alkohol, sofern sie pünktlich kommen – dann klappt das! Thea (Anm. d. Red. Nesyba) und Steffen (Anm. d. Red. Jenner) trafen bereits um 10 Uhr im Hotel ein, der Rest tröpfelte immerhin vor 15 Uhr ein. Großartig waren auch die Frankfurter: Einige von ihnen kamen tatsächlich die 40 km mit dem Fahrrad und wurden im Plenum frenetisch beklatscht. Zu spät kam aus Frankfurt nur Julian Wagner, der aufs Fahrrad verzichtet und den Zug genommen hatte, aber dort vor lauter Jura-Lernen seinen Ausstieg verpasst hatte. Was wieder einmal beweist, dass Lernen vor allem schadet!“

„Die Unterkunft, das neu errichtete Intercity Hotel Mainz, schien bei euch gut anzukommen. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal Werbung gemacht: Man überließ uns die Zimmer zu Jugendherbergspreisen und ermöglichte uns dadurch kurze Wege zur Schule und zum Campus. Angesichts dieser Tatsache lässt es sich sicher verschmerzen, dass es, wie Nicolas Friebe (Anm. d. Red. Göttingen) bemängelte, weder Sauna, noch Swimming-Pool gab. ;-)“

„Am Freitag folgten vier Vorrunden, zu denen wir nichts sagen können, weil niemand von uns die Freude hatte, den Debatten zu lauschen. Interessant wurde für uns im Folgenden vor allem die Verpflegung: Zu Lukas Hafferts (Anm. d. Red. St. Gallen) Entzücken, wie er uns nach der DDM noch einmal per Mail wissen ließ, kam ein Eiswagen auf den Schulhof gefahren, den Thore (Anm. d. Red. Wojke) Wochen zuvor nach einem Schwimmbadbesuch irgendwo im fernen Ausland, auf der anderen Rheinseite in Wiesbaden, entdeckt und zur DDM bestellt hatte. Da alle am Freitag noch fit sein mussten, schlug der Eisverkäufer zumindest an diesem Tag den Bierwagen, was die Beliebtheit anbetraf.“

„Abends folgte die Veranstaltung, die wir ausschließlich aus Mitgefühl mit Jena und Heidelberg organisiert hatten: Damit sie sich in ihrer berüchtigen nerdigen Turniergarderobe nicht ganz alleine fühlen, zwangen wir Debattierdeutschland samt und sonders in Abendgarderobe.“

„Ein Stockwerk unter unserer Weinprobe fand zeitgleich eine Schwulen- und Lesbenparty statt. Als diese Neuigkeit verkündet wurde, rastete Debattierdeutschland komplett aus und johlte und klatschte begeistert – obwohl (oder weil?) die Warnung des Veranstalters weitergegeben wurde, auf der Toilette könnten sich ‚ungewöhnliche Szenen‘ abspielen. Dies war heiße Luft, wie sich herausstellte: Abgesehen von Marcus Ewald (Anm. d. Red. Halle), der in gewohnter Bescheidenheit verbreitete, er sei auf der Toilette mehrfach lüstern angeschaut worden, wusste niemand Interessantes zu berichten.“

„Da im Viertel- und Achtelfinale naturgemäß stärker ausgesiebt wurde, stieg auch die Beliebtheit des ewig sprudelnden Bierbrunnens. Jakob(Anm. d. Red. Hartl), unser extra aus Wien angereister, immer gut gelaunter Helfer, zapfte gemeinsam mit Lutz, dem Hausmeister der Hauptschule, an der wir debattierten, damit alle angemessen versorgt wurden. Tobias Möller (Anm. d. Red. Hamburg) wurde angesichts seiner Niedergeschlagenheit persönlich von der Chef-Orga zur Tränke geführt, nachdem er sich gefühlte 15 Minuten über das kurzfristige Abspringen seines Teampartners Benedikt Nufer aufgeregt hatte. (Bislang ist nicht bekannt, ob er ihm nach seiner Rückkehr in die schöne Stadt an der Alster eine Axt ins Bein gehauen hat – Klaus Kinski hätte es getan!)“

„Die DDG kürte ganz traditionell den besten Nachwuchsredner. Als bester Nachwuchsredner wurde Tom-Michael Hesse aus Leipzig ausgezeichnet. Teampartnerin Teresa Peters freute sich regelrecht mütterlich und ließ sich vor lauter Rührung zu der Aussage hinreißen: ‚Hach, eigentlich sind wir viel zu schlecht für den Tom…‘ (Ha! Wenigstens in einem deutschen Club weiß man noch, was Bescheidenheit ist!)“

„Am Sonntag folgten Halbfinale und Finale. Der Wettergott war uns wohlgesonnen und ließ die Sonne scheinen. (Kaum dass ihr abends alle weg wart und wir gemeinsam bei einem Burger-Wettessen die DDM ausklingen ließen, kam ein Wolkenbruch, der Noah und seiner Arche würdig gewesen wäre… Der Himmel weinte, als die Debattierfamilie wieder auseinander ging!)“

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