Neuregelung der Startplatzvergabe für die DDM

Datum: 24. Januar 2014
Redakteur:
Kategorie: Turniere, VDCH

Für die Deutschsprachige Debattiermeisterschaft (DDM) 2014 in Berlin wird es eine neue Regelung der Vergabe der Startplätze geben. Laut Florian Umscheid, Präsident des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH), liegt das an einem Projekt, das der VDCH mit der Unterstützung des EU-Programms Youth in Action (YiA) realisieren kann. Durch das Projekt wird die DDM noch internationaler als bisher. „Unser Ziel ist es, deutlich mehr deutschsprachige Teilnehmer aus dem Ausland zu erreichen als in früheren Jahren“, erklärt er.

VDCH Logo für Kopfzeile, Set featured Image, SliderBereits im vergangenen Jahr sind neue deutschsprachige Clubs in Nancy, Bern und Genf Mitglieder des Dachverbands geworden, auch enge Kontakte in die Niederlande wurden geknüpft. „Diese Entwicklung soll durch den Antrag fortgeführt werden. Im Gegenzug fördert YiA die DDM finanziell und der VDCH kann allen Teilnehmern bis zu 70 Prozent der Fahrtkosten erstatten“, sagt Florian. Voraussetzung ist allerdings, dass 60 Teilnehmer aus den Partnerländern Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei anreisen.

Der Vorstand des VDCH will deshalb sicherstellen, dass die geforderte Teilnehmerzahl aus den Partnerländern tatsächlich erreicht wird.  Er hat folgende Regelung für die Vergabe der DDM-Startplätzen getroffen: Bislang sind 88 Teamplätze geplant (Stand Januar 2014). Von diesen Plätzen werden 68, wie es auch in den vergangenen Jahren üblich war, entsprechend der Teilnahme und den Ergebnissen der VDCH-Teams bei den Regionalmeisterschaften vergeben. „Die Anzahl von 68 Teamplätzen entspricht der Zahl aller Startplätze, die es bei der Meisterschaft 2012 in Wien gab, und etwa auch jener in München“, erklärt Florian.

In einem speziellen YiA-Pool werden die übrigen 20 Teamstartplätze für Clubs aus dem Ausland reserviert. An alle Clubs aus den Partnerländern, die im YiA-Pool sind, werden die Startplätze je nach Teamzahlwunsch möglichst gleich verteilt.

Bei der Zuteilung der Clubs außerhalb Deutschlands werden drei Fälle unterschieden:

  • Alle Nicht-VDCH-Clubs aus den Partnerländern nehmen durch ihre Anmeldung automatisch im YiA-Pool an der DDM teil.

  • Für VDCH-Clubs aus den Partnerländern (Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Niederlanden und Slowenien) gibt es folgende Regelung: Wenn ein VDCH-Club außerhalb Deutschlands durch eine Mail an den Vorstand oder im Anmeldungformular auf seine garantierten Startplätze im YiA-Pool verzichtet, kann der Club wie bisher über die Regio-Teilnahme und Ausrichtung von ZEIT DEBATTEN  Teams bekommen.

  • Ausländische Clubs, die nicht aus einem der Partnerländer kommen,  können sich unabhängig von einer Mitgliedschaft im VDCH ebenfalls auf Plätze im YiA-Pool bewerben. Bei der Vergabe der Teamplätze des YiA-Pools haben Teams aus den Partnerländern Vorrang, die übrigen Plätze werden an Teams aus allen anderen Ländern vergeben.

Bleiben Startplätze im YiA-Pool unbesetzt, werden diese laut Florian in den allgemeinen Pool zurückgeführt. Im YiA-Pool gilt, dass pro Team zwingend ein Juror zur Meisterschaft entsandt werden muss, damit die Zahl von 60 Teilnehmer aus den Partnerländern erreicht werden kann.

Der Vorstand hatte die Lösung auf dem Präsidententag bei der ZEIT DEBATTE Dresden vorgestellt und diskutiert. „Damit, dass einige Clubs viele Teams zur DDM schicken können, wenn der Pool nicht sehr stark nachgefragt wird, müssen wir rechnen“, sagt Florian. Allerdings glaube er, dass sich die meisten der ausländischen Clubs für den YiA- statt den VDCH-Pool entscheiden würden. Er rechne deshalb nicht einem Ungleichgewicht bei der Startplatzzuteilung. „Zwei Teams pro Club dürften die Regel, drei die Ausnahme sein.“

Der Vorstand des VDCH betonte beim Präsidententag, dass er sich auf den regen Austausch mit den Debattierclubs aus den Partnerländern freue. Die Neuregelung bringt noch eine Premiere mit sich: Wie bereits Anna Mattes, Cheforganisatorin der DDM, bei der Mitgliederversammlung des VDCH im vergangenen Jahr angedeutet hatte, wird es bei der Meisterschaft in Berlin erstmals ein Finale in der Kategorie „Deutsch als Fremdsprache“ geben. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass ausreichend viele nicht-muttersprachliche Teams am Wettbewerb teilnehmen.

fpu/kem

Print Friendly, PDF & Email
Schlagworte: , , , , ,

4 Kommentare zu “Neuregelung der Startplatzvergabe für die DDM”

  1. niels berlin sagt:

    wird in dieser Sache noch eine internationale, englischsprachige Mitteilung vorbereitet?

  2. Das war bis dato nicht geplant, da ich unsere Projektpartner direkt per Mail angesprochen habe. Wenn du das für sinnvoll erachtest, mache ich es gerne. Das ist vielleicht für Expats die im Ausland studieren interessant.

  3. Teresa W. (Münster) sagt:

    Können Teams, die in den YiA Pool fallen als Mixed Teams antreten? z.B. weil es in einem Club eines Projektlandes nicht genug Deutschsprachler_innen gibt?

  4. Da die Beschlusslage zu solchen Mixed-Teams recht klar ist (Nein) haben wir diesen Grenzfall nicht eingebaut. Sollte der Wunsch bestehen, werden wir das entsprechend prüfen. Das Problem ist: entweder verliert der YiA-Pool TeilnehmerInnen oder der VDCH-Pool. Beides ist nicht unproblematisch, besser wäre es, es fände sich zwei.

Kommentare sind geschlossen.

Folge der Achten Minute





RSS Feed Artikel, RSS Feed Kommentare
Hilfe zur Mobilversion

Credits

Powered by WordPress.

Unsere Sponsoren

Hauptsponsor
Medienpartner