Isabelle Fischer ist Master der Masters

Datum: 21. September 2015
Redakteur:
Kategorie: DDG, Turniere, VDCH, Vorstände

Der Masters’ Cup der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG) ist vorbei. Isabelle Fischer wurde zum Master der Masters gekürt. Sie debattierte gemeinsam mit Marcus Ewald gegen Torsten Rössing und Willy Witthaut. Das Thema lautete: Dieses Haus glaubt: „Das wird man jawohl noch sagen dürfen“. Das Finale im prestigeträchtigen Sängersaal auf der Wartburg wurde juriert von Jan Ehlert, Andrea Gau, Henrik Maedler, Tina Rudolph und Marion Seiche.

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Der Pokal für die Siegerin (c) Thore Wojke

Die DDG, der Verein für Debattieralumni, richtet den Masters’ Cup jedes Jahr in Eisenach aus. Bei dem Turnier treten die Teilnehmer einzeln an und werden in jeder Runde zu Teams gelost. Die Themen stellen traditionell die jeweiligen Präsidenten der DDG und des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) – in diesem Jahr der wiedergewählte Jens Fischer und der Ende August frisch gewählte Jan Ehlert.

Mitgliederversammlung der DDG

Am Abend vor dem Turnier fand die Mitgliederversammlung (MV) der DDG statt. Dort wurde über die Geschicke des Vereins zur Förderung des Debattierens zu beraten. Nachdem der letztjährige Vorstand aus Jens Fischer, Lukas Haffert, Philipp Stiel und Thore Wojke entlastet wurde, wurde er sofort wiedergewählt. Neu hinzu kam die Achte Minute-Chefredakteurin Anna Mattes.

Die MV beschloss einen Sozialbeitrag in Höhe von mindestens fünf Euro für sozialschwächere Mitglieder. Danach gab es eine Aussprache zur Ausrichtung des Vereins. Neben der traditionellen Diskussion, ob die Vereinsarbeit eher nach „innen“ auf die eigenen Mitglieder oder nach „außen“ auf die gesamte Debattierszene richten sollte, wurde auch über die Anbindung jüngerer und älterer Mitglieder gesprochen. Trotz eines deutlich laxeren Umgangs mit den Regeln der Geschäftsordnung als bei der MV des VDCH endete die DDG-MV bereits nach knappen drei Stunden.

Themen und Breaks

Vorrunde 1: Dieses Haus glaubt, der Staat sollte den Druck von Zeitungen finanziell bezuschussen.

VR2: Dieses Haus findet es gut, dass der Sinn menschlicher Existenz unbekannt ist.

VR3: Dieses Haus glaubt, die Antwort auf „Global Warming“ ist „Climate Engineering“.

VR4: Factsheet: Die Kosten einer künstlichen Befruchtung liegen bei etwa 10.000 Euro pro Versuch. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 50-75 Prozent dieser Kosten.
Dieses Haus würde einem kinderlosen, von Hartz IV lebenden Paar die übrigen Kosten einer künstlichen Befruchtung aus Steuergeldern finanzieren.

VR5: Dieses Haus vermisst „Wetten dass…“.

Ins Halbfinale breakten nach Ranking: Isabelle Fischer, Lukas Haffert, Patrick Ehmann, Willy Witthaut, Marcus Ewald, Jan Lüken, Torsten Rössing und Bernd Hoefer. In dieser Reihenfolge konnten die Halbfinalisten sich vor der Themenverkündung ihre Position aussuchen. Daraus entstanden diese Konstellationen:

HF1: Patrick Ehmann und Marcus Ewald gegen Willy Witthaut und Jan Lüken

Es jurierten Mario Dießner, Nikos Bosse, Jens Fischer, Jana Gilke und Sibylla Jenner.

HF2: Torsten Rössing und Isabelle Fischer gegen Bernd Hoefer und Lukas Haffert

Es jurierten Andrea Gau, Peter Etges, Stefan Kegel, Philipp Schmidtke und Oliver Schönian.

Das Thema des Halbfinals enthielt ein Factsheet: Im vergangenen Jahrzehnt wurde eine Reihe von Chemikalien entdeckt, die im menschlichen Gehirn vorkommen und das moralische Verhalten beeinflussen. Daraus hat sich ein Forschungszweig entwickelt, der Medikamente zur „Moralverstärkung“ entwickeln möchte. Erste Tests solcher Medikamente haben zu erhöhter Empathie, mehr Altruismus und einer größeren Sorge um andere geführt. Testpersonen waren eher in der Lage, ihre persönliche Moralvorstellung auch gegen Widerstand durchzusetzen.

HF: Sollte die Forschung an Medikamenten zur „Moralverstärkung“ verboten werden?

F: Dieses Haus glaubt: „Das wird man jawohl noch sagen dürfen“.

Philipp Schmidtke/hug/ama

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