The winners of Dutch WUDC 2017

Datum: 5. Januar 2017
Redakteur:
Kategorie: International, Neues aus den Clubs, Turniere

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12 Kommentare zu “The winners of Dutch WUDC 2017”

  1. Andreas Lazar sagt:

    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen! Schade, dass es für Konrad und Philipp nicht gereicht hat. Generell scheint VDCH-Land wie auch bei der diesjährigen EUDC nicht so gut abgeschnitten zu haben, vor allem im Vergleich zu ESL-Größen wie Israel, den Niederlanden und zunehmend asiatischen Ländern …

    1. Samuel Scheuer sagt:

      Gerade im Vergleich mit der Größe von Debattierdeutschland ist es ernüchternd dass nur ein Team in EFL und nicht ein/e einzige JurorIn oder ein ESL Team gebreaked ist. Als Szene sollten wir uns Gedanken darüber machen weshalb sich deutsches BPS nicht gut auf der internationalen Ebene verkaufen lässt.

  2. Jule (BDS/Klartext) sagt:

    Dieses ewige MIMIMI nervt doch. Ich finde die VDCHler haben sich die letzten Jahre auf den Worlds etc. gut angestellt. Wir hatten ein tollen Team (das viele nicht mal auf der Kette hatten) im Finale. Ja, schade mit den Juroren, aber auch von Tages/Wochenleistung abhängig. Wir breakten doch alles Nase lang. Wir sollten uns eher Gedanken machen warum wir immer in ein hysterisches mimi verfallen. #srynotsry

  3. Andreas Lazar sagt:

    Es geht nicht um Mimimi, sondern um die Feststellung eines (vor allem im Vergleich mit anderen Ländern mit großer ESL-Szene augenfälligen) wiederkehrenden Defizits, das sich mit schwankenden Tagesformen nicht ausreichend erklären lässt (die haben Debattierende aus anderen Ländern nämlich auch; und beim wichtigsten Turnier des Jahres sollte man doch eigentlich in der besten Form des Jahres sein). Danach kann man über Ursachen, Folgen und mögliche Maßnahmen sprechen. Es wäre schade und schädlich, diese wichtigen Diskussionen als „hysterisches Mimimi“ abzukanzeln, zumal von Seiten der DDM-Chefjury!

    1. Jule (BDS/Klartext) sagt:

      Lieber Andreas, ich schreibe hier nicht als DDM Chefjury. Wir haben uns nie über dieses Thema unterhalten. Daher werde ich niemals für die anderen in dieser Sache sprechen. Bitte siehe meine Kommentare immer nur als Kommentar von mir. Wir sind alle Individuen.

    2. Sabine (Tübingen) sagt:

      Das könnte schon das Problem sein: Es ist für die meisten von uns nicht das wichtigste Turnier des Jahres. Das ist nämlich die DDM. 😉

    3. Christoph (Ms) sagt:

      Ich nicht 😉
      Aber ernsthaft: Deutschland schneidet nicht so schlecht ab (Chennai: ESL Sieger, EFL-Vize; Malaysia EFL-Halbfinale; Thes: EFL/ESL-Vize; Dutch EFL-Vize – den Jurorenbreak habe ich nicht so schnell recherchieren können, aber in Dt. misst man erfolg ja leider nicht so 😉 3;-) wobei man da, wenn ich Thes und Dutch richtig im Kopf haben, durchaus von einem gewissen defizit sprechen könnte ).
      Natürlich könnte es besser sein, aber dafür müsste englisches Debattieren inklusive Turnierteilnahmen wohl weiter verbreitet sein und Englisch (nur nach meinen sehr subjektiven Erfahrungen!) einen höheren Stellenwert im deutschen Bildungssystem haben (Stichwort: Sprachbarriere und Einstiegshindernis)

    4. Lennart Lokstein sagt:

      Dafür, wie wenig wir international antreten, sind wir ausgesprochen erfolgreich, gerade im Vergleich dazu, dass andere Länder oftmals ausschließlich international antreten und zuhause zT auch auf Englisch debattieren. Ich stimme Christoph also zu. Möglicherweise hast du schlicht fundamental andere Vorstellungen davon, was bei welchem Interesse/Trainingsstand realistisch ist.

      Tatsächlich lese ich aber, insbesondere aufgrund der beständigen Forderungen „nachzudenken, was man ändern muss“ etc. bei dir wie auch bei Samuel eher generelle Unzufriedenheit heraus, dass die deutsche Szene mehrheitlich einen anderen Schwerpunkt wählt. Insofern muss man da also als Szene nichts ändern, weil der Großteil zufrieden ist. Wer für sich etwas ändern möchte, muss wie gesagt schlicht anders üben und auf andere Turniere fahren. 🙂

    5. Florian Umscheid sagt:

      Hört, hört zu Lennart. Engagement und Vorbereitung auf die EUDC / WUDC sind klassische persönliche Angelegenheiten, nicht Fragen des Systems oder Verbands, wir haben ja keinen Nationalkader.
      Insofern bewegt sich dieses immer wieder erhobene Lamento mE auch auf der gleichen Ebene wie „Also ich mach ja nie Biathlon (geht für alle Sportarten), aber wenn schon Deutsche antreten, dann sollen sie auch gewinnnen.“

    6. Samuel Scheuer sagt:

      Ich glaube dass es nicht ausreicht einfach davon asuzugehen dass andere Länder einfach mehr international machen und deshalb besser sind. Sowohl die Niederlande als auch Israel, also die beiden mit Abstand erfolgreichsten ESL Länder, haben muttersprachliche Debattierligen. Wenn man sich das ranking der Niederländischen Liga anschaut, sieht man dort an der Spitze genau die gleichen RednerInnen die auch international erfolgreich sind. So etwas haben wir in Deutschland nicht. Man könnte meinen dass unsere top BPS RednerInnen auch international relativ gut wären, was sich so nicht konsistent gezeigt hat.
      Zu Flo: Mir ist kein Land bekannt dass eine nationale Kaderschmiede oder Förderung für WUDC oder EUDC hat. Leiden zum Beispiel fördert seine Mitglieder auch nicht finanziell oder mit Trainern und ist trotzdem konsistent sehr gut.

    7. Witthaut sagt:

      Öh Samuel, lass mal die erfolgreichen BPSler durchgehen:

      Marc-André. Dessi, Kai, Juliane, Marcus, Marietta, Hauke, Niels, Lennart, Konrad, Nikos, Jannis (und alle, die ich vergessen habe) waren Sieger und Finalisten unserer nationalen Turniere. Es gibt schlicht Leute, die nicht international debattieren. Daher: What Flo and Lennart said.

      Vielleicht haben wir ne andere Vorstellung von Spitze im Debattieren. Aber alle, die ich da oben genannt habe, will ich nicht auf Turnieren als Gegner haben -.-

  4. Nicolas F.(Göttingen) sagt:

    Zustimmung zu Lennart. Und man darf natürlich auch nicht vergessen, dass auch im internationalen Debattieren vermutlich wie nationalen eine gewisses Namedropping relevant ist. Will sagen: Wenn du keinen Namen hast kostet dich das halt in vielen Jurierungen mal nen Punkt, weil das Panel weiß, oh bei denen wird schon keiner nachfragen wieso die so und so abgeschnitten haben. Wenn du aber Oxford A in nem mittleren Raum (nachdem sie vorher vllt mal nicht so gut performt haben) abschmieren lässt auf vier, kannst du als Judge darauf wetten, dass sich die CAs dich danach mal angucken. Und mit einiger Wahrscheinlichkeit war es das mit deinem Jurorenbreak. Kann natürlich auch sein dass sie dich beim Anschauen so geil finden dass du durchrutscht. Was ich eigentlich sagen will: Es gibt inhärente systemische Anreize für Juroren risikoavers zu jurieren. Wie schafft man das am einfachsten: indem man bekannte Teams unbekannteren vorzieht. Und als deutsche Teams braucht man halt nicht das Jahr über international unterwegs zu sein weil man aus einem Entwicklungsland kommt und zuhause in seiner Sprache eh nicht debattieren kann. Sprich gerade unsere gute deutschsprachige Szene mit ihrer Infrastruktur und ihren hohem Standard was Turniere angeht ist ein aktives Mittel das internationalen Erfolg im Mittel für deutschsprachige Debattierer bremst. Was ich persönlich nicht schlimm finde, weil wie man ja mit den neuesten Ideen aus dem Council sehen kann (AA, aber auch die anderen schwachsinnigen Sachen wie Pronoun Introduction etc.) das internationale Debattieren sich viel linksliberal politischer versteht als das doch vergleichsweise neutrale deutsche Debattieren, das auch viel mehr Wert auf Komfort und auch auf Rhetorik legt. Daher wer fahren will, soll fahren, mit richtigem Debattieren (das meiner Meinung nach rhetorisch relevant sein sollte und vor allen Dingen nicht aus politischer Korrektheit Themen ausklammern sollte, siehe Safe Spaces) hat das internationale Debattieren in den letzten Jahren immer weniger zu tun.

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