Unter der Lupe: Debattier-App “Timekept”

Datum: 2. März 2017
Redakteur:
Kategorie: [:de]International[:en]international[:], Jurieren

“Ist es ok, wenn wir die Zeit mit Debatekeeper stoppen?” – ein Satz der von Turnieren nicht mehr wegzudenken ist. Wieso denn auch? Eine App, die beim Jurieren unterstützt, ist immer willkommen. Allerdings gibt es ein kleines Problem: Dieses Glück blieb den iOS-Nutzern bisher mangels Alternative verwehrt. Eine Möglichkeit ist nun vom neuseeländischen Debattanten Philip Belesky programmierte App “Timekept”, die man im App Store für 0,99€ erwerben kann. Anastasia Kreis hat die App für uns auf seine Einladung hin getestet.

© Philip Belesky

© Philip Belesky

Beim Öffnen der App wird man zunächst von einer Liste international breit gefächerter Formate begrüßt, die man nach Belieben priorisieren, anordnen und löschen kann. Kleine Symbole verschaffen einen Überblick zum Format bezüglich Redezeit, Zwischenfragen und ob es Gegenreden gibt. Die Vorbereitungszeit ist für jedes Format spezifisch eingestellt. Auch Zeiten für  Jurierdiskussion und Feedback sind enthalten, allerdings mit jeweils 10 und 5 Minuten etwas knapp bemessen. Das lässt sich aber umstellen, wobei es ein eingestelltes Maximum an Zeit gibt (15 und 25 Minuten) und etwas dauern kann bis sich die Zeit tatsächlich geändert hat.

Für den Gebrauch in der Debatte kann die App die Redezeiten messen und Zeiten anzeigen, optional auch die verbleibende oder bereits abgelaufene. Zeitmarken können durch ein Klingeln angezeigt werden oder auch durch Aufleuchten und Vibration signalisiert werden. Dabei kann frei zwischen Klingeln, Aufleuchten und Vibration kombiniert werden, d.h. alles kann ein- und ausgestellt werden. Das einfache Klingeln in OPD und BPS erfolgt nach der ersten und der sechsten Minute. Doppeltes Klingeln erfolgt nach dem Ablauf der sieben Minuten.  Die Zeitmarken der fraktionsfreien Reden für OPD werden bei einfachem Klingeln nach der ersten und dritten Minute signalisiert. Bei Ende der Redezeit, d.h. bei 3:30, erfolgt hier das doppelte Klingeln. Die Zeitmarken werden auch visuell unterstützt. So ist bei der ersten Minute der Hintergrund grün, in der ungeschützten Zeit blau, im abschließend geschützten Teil der Rede gelb/orange und nach Ablauf der Zeit rot. Wird die Zeit um mehr als 15 Sekunden überzogen wird der Hintergrund schwarz. Die Zwischenreden sind problemlos zu stoppen mit doppeltem Klingeln nach der abgelaufenen Minute.

© Philip Belesky

© Philip Belesky

Eine weitere mögliche Einstellung ist dreifaches Klingeln beim Überschreiten der Redezeit um 15 Sekunden, d.h. 7:15, 3:45 und 1:15 – danach läuft die Zeitanzeige rot weiter und es gibt keine weiteren Signale mehr.

Nun zu den POIs: Bei BPS hat man eine Unterscheidung zwischen ‘Opening’  und ‘Closing’ alles funktioniert reibungslos. Wenn die Schaltfläche für POIs berührt wird, schaltet die Uhr um und eine zweite Uhr läuft 0 Sekunden an, während unterhalb die Redezeit weiter angezeigt wird. Nach 25 Sekunden wird automatisch auf die normale Zeit zurück geschaltet. Dabei erfolgt nach 15 Sekunden kein Signal. Ein Problem gibt es bei OPD: hier es nicht immer möglich, diese zu stoppen. Das liegt daran, dass die Schaltfläche ab und zu nicht vorhanden ist oder verschwindet.

Alles in allem ist die App ziemlich simpel und leicht zu bedienen, allerdings nicht ohne kleinere Makel. Diese bereiten aber keine grundlegende Probleme.

akr./lok./jm.

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2 Kommentare zu “Unter der Lupe: Debattier-App “Timekept””

  1. Timekept sagt:

    Thanks for the review Anastasia! Just a quick note that the POIs in OPD format should not be correct as of the new version (1.1.4) — I hadn’t realised that nonaligned speakers also have protected time.

  2. Timekept sagt:

    Oops by “should not be correct” I actually meant “should now be correct”!

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