Die BDU ist Deutschsprachiger Debattiermeister 2018

Datum: 24. Mai 2018
Redakteur:
Kategorie: Presseschau, Turniere, ZEIT DEBATTE

Die deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2018 in Jena ist beendet und mit ihr vier Tage voller Debatten. Der vierte Tag lieferte gleich mehrere Ergebnisse: Neben dem deutschen Meister wurden ein Finalredner, mehrere Juroren und ein DaF-Team ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet war die Presseresonanz auf die DDM. Aber der Reihe nach.

Das Finale

Die BDU feiert ihre deutschen Meister Julian Stastny (weißes T-Shirt) und Stefan Torges (blaues Hemd) - © Manuel J. Adams

Die neuen deutschen Meister Stefan Torges (Umarmer) und Julian Stastny (Umarmter) – © Manuel J. Adams

Vier Jahre nach dem letzten Triumph kommt der deutsche Debattiermeister wieder aus Berlin. Als Team Evil Morty and Simple Rick konnten sich Julian Stastny und Stefan Torges von der Berlin Debating Union den Titel bei der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2018 in Jena sichern. Im Finale, das im alten Jenaer Volksbad ausgetragen wurde, siegten sie aus der Eröffnenden Opposition gegen die Eröffnende Regierung Gottes Werk und Teufels Beitrag (Anna Markus, Jakobus Jaspersen), die Schließende Regierung Münster Martini (Christoph Saß, Johanna von Engelhardt) und die ebenfalls von der BDU gestellte Schließende Opposition Dahlem Dorf A (Lara Tarbuk, Christof Kebschull).Das Thema lautete: “Dieses Haus bevorzugt eine Welt ohne Religion”.

Das Finale wurde von Ruben Brandhofer als Hauptjuror sowie Lennart Lokstein, Madlen Stottmeyer, Peter Tekaat und Leonardo Martinez juriert. Die Entscheidung war ein 3:2 Split zu Ungunsten der Eröffnenden Regierung.

Der beste Finalredner und die ausgezeichneten Juroren

Als bester Finalredner wurde Christof Kebschull, der Schlußredner der Schließenden Opposition, ausgezeichnet. Dieser war mit einem Punkteschnitt von 81,14 Punkten zugleich auch bester Redner der Vorrunden. Auch bei der Nordostdeutschen Meisterschaft im April hatte er bereits für seine Schlußrede den Preis für die beste Finalrede erhalten.

Im Vergleich zu anderen Turnieren war die den Preis für die beste Finalrede vergebende Ehrenjury mit acht Mitgliedern größer als üblich. Sie bestand aus Prof. Dr. Walter Rosenthal (Präsident der Universität Jena), Christine Lieberknecht (Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen a.D.), Helmut Holter (Minister für Bildung, Jugend und Sport in Thüringen), Prof. Dr. Hartmut Rosa (Lehrstuhlinhaber für Allgemeine und Theoretische Soziologie der Uni Jena), Dr. Holger Wiemers (Gründungsvorstand der Debattiergesellschaft Jena) Tilo Jung (Journalist), Volker Blumentritt (Ortsteilbürgermeister Neu-Lobeda) und Tina Reimann (DDG-Vizepräsidentin).

Auch bei der DDM wurden vier Jurorenpreise von den Chefjuroren Marc-André Schulz, Marion Seiche und Julius Steen vergeben. Die Medaillen für hervorragende Jurierleistungen erhielten Sabrina Effenberger, Moritz Altner und Philippe Holzhey. Als bester Nachwuchsjuror wurde Karsten Seng ausgezeichnet.

Ein Last Team Standing des Galaabends konnte nicht explizit ausgemacht werden, jedoch feierten gerüchteweise einige Alumni der DDG noch bis in die frühen Morgenstunden des Finaltags auf Zimmer 407.

Deutsch als Fremdsprache

Gut besucht: Das DaF-Finale - ©Johannes Meiborg

Gut besucht: Das DaF-Finale – © Johannes Meiborg

Wie in den vergangenen Jahren gab es auch in diesem Jahr wieder eine DaF-Kategorie. Anders als im vergangenen Jahr, als sämtliche teilnehmenden Teams aus Jena stammten, war die Resonanz diesmal größer. Unter anderem schickten auch Berlin und Leipzig DaF-Redner. Insgesamt sechs Teams konnten der DaF-Kategorie zugerechnet werden. Im Finale zum Thema “Dieses Haus würde Wahlumfragen verbieten” konnte sich das Team DaF Jena-Berlin (Ilze Zilmane, Ciu Wang) aus der Eröffnenden Opposition gegen die Eröffnende Regierung  A Higher Loyalty (Andriyan Andreev, Maria Joanita; Leipzig), die Schließende Regierung Feta, Ouzo, Gyros, Insolvenz (Konstantina Nathanail, Evangelia Nathanail; BDU) und die Schließende Opposition Jena Brasyrien (Diogo Mathias Brum, Mohamad Mahdi) durchsetzen.

Das Jurierpanel bestand aus Marc-André Schulz (Hauptjuror), Gwendolyn Zeuner, Moritz Altner, Philippe Holtzhey und Björn Neumann.

Vom Jurorenpanel wurde Ilze Zilmane zudem zur besten DaF-Finalrednerin gekürt.

Die Resonanz

Bereits im Vorfeld war die Meisterschaft von der Debattiergesellschaft Jena aktiv beworben worden, unter anderem durch das Aufhängen von Plakaten, einem Interview mit dem Campusradio Jena sowie durch mehrere Beiträge in lokalen Printmedien. Am Finaltag gab es zudem ein Interview des VDCH-Präsidenten Benedikt Rennekamp im Deutschlandradio.

Das Finale selbst war mit ca. 350 Zuschauern sehr gut besucht und wurde durch das Ehrenmitglied Tilo Jung und andere Zuschauer auf Twitter unter dem Hashtag #ddmjena kommentiert. Auch der MDR war für einen Videobeitrag vor Ort. Die dpa veröffentlichte einen Ergebnisartikel.

Einen anderen Schwerpunkt als den sportlichen Wettstreit setzte die Ostthüringer Zeitung, die für einen längeren Beitrag zwei Teilnehmer der DaF-Kategorie auf dem Turnier begleitete. Auch in einem Kommentar der Thüringischen Landeszeitung fand die DDM 2018 Erwähnung.

Sämtliche Themen, die Redner-Top10, der Jurorenbreak sowie die Setzungen der K.O.-Runden werden wie im vergangenen Jahr in einem separaten Artikel veröffentlicht. Einige Informationen liegen momentan noch nicht vor.

jm.

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6 Kommentare zu “Die BDU ist Deutschsprachiger Debattiermeister 2018”

  1. Allison (MZ) sagt:

    Schöner Artikel und herzlichen Glückwunsch an Ilze, Ciu, Stefan, Julian und Christof!

    Nur leider etwas spät erschienen, oder? Wäre es nicht möglich gewesen, einen Artikel schon in petto zu haben, wo nur noch die Namen am Sonntagabend eingesetzt werden müssen & diesen dann direkt zu veröffentlichen? Dann wäre der Resonanz-Teil ggf. nicht drin gewesen, aber das kann man ja in einem zweiten Rückblick-DDM-Artikel noch machen.

    Ich habe mich da bereits 2015 furchtbar drüber aufgeregt, dass erst durch eine Presseerklärung des DCJG die Öffentlichkeit vom Sieg des Mainzer Teams erfahren hat, weil die 8Min für ihren Artikel fast eine Woche gebraucht hat. Das scheint nicht besser geworden zu sein & ich finde das ehrlich gesagt sehr schade für die Gewinner und alle anderen Finalteilnehmer, weil die 8Min als Szenemagazin auf Google die erste Anlaufstelle ist & wenn dort die Infos am Tag nach dem Ereignis nicht zu finden sind, zucken eben nur peripher Interessierte mit den Achseln und schauen nicht nochmal nach (so bspw. meine beiden Chefs 2015, die es dann durch mich persönlich erfahren haben, aber am Tag nach der DDM durchaus am Ergebnis interessiert wären 🙂 ) Jena hat das mit der Öffentlichkeitsarbeit wirklich super gemacht, auch im Anschluss an das Turnier – Hut ab!

    Ich würde mir das für die nächsten Jahre wirklich auch für die 8Min wünschen & biete an so etwas vorzubereiten & mich mit der Redaktion abzustimmen (kann den Text ja nicht selbst hochladen). Ich finde eine zeitnahe Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig und glaube, dass wir gerade bei der DDM die frohe Kunde schnell und weit verbreiten sollten 😉

  2. Sabine (Tübingen/ St. Gallen) sagt:

    Der nicht identifizierte Juror dürfte Björn Neumann aus Tübingen gewesen sein.

  3. Alexander Osterkorn (Gö) sagt:

    Die Medienresonanz mit MDR, Deutschlandfunk etc. ist ja wirklich beeindruckend. Vielleicht mag ja wer von der Orga verraten, wie sie das geschafft haben… 😉

    1. Johannes Meiborg sagt:

      Wir arbeiten dran. 😉

    2. Benedikt R. (HD) sagt:

      Entscheidend war wohl, dass die Orga aus Jena es geschafft hat, dass die Uni dort eine Vorab-Pressemitteilung über ihren (großen) Verteiler sendet!
      Außerdem hat die dpa dies aufgegriffen, sich bei mir, der DDG und Jena telefonisch erkundigt, eine Mitteilung rausgegeben und es vorab in ihren Veranstaltungskalender geführt, bei der wiederum viele andere Medien Kunden sind.

      Soweit zumindest meine Evalution, wir sind als VDCH ja auch stark daran interessiert, dass wir weite eine solche Resonanz hervorrufen können: Es lohnt sich als Ausrichter also, nicht unbedingt nur direkt bei den einzelnen Medien, sondern auch beim Uni Marketing und bei (lokalen) dpa-Stellen mit einem gewissen Vorlauf in Kontakt zu treten.

    3. Benedikt R. (HD) sagt:

      In der Tat hat Jena hier also einen sehr guten Job gemacht 😉
      P.S.: Tut mir Leid für die Rechtschreibfehler oben, am Handy sieht beim Tippen irgendwie immer besser aus als gepostet…

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