Tübingen gewinnt Hohenheimer Schlosscup 2018

Datum: 27. Juni 2018
Redakteur:
Kategorie: FDL/DDL, Neues aus den Clubs, Turniere
v.l.n.r.: Sven Jentzsch und Konrad Gütschow

v.l.n.r.: Sven Jentzsch und Konrad Gütschow

Den ersten als DDL-Turnier zählenden Hohenheimer Schlosscup haben Sven Jentzsch und Konrad Gütschow von der Streitkultur Tübingen als Team SK  Zeus & Hephaistos gewonnen.  Im Finale zum Thema”DH glaubt, dass Staaten Kontakt zu nicht-kontaktierten Völkern aufnehmen sollten mit dem Ziel, sie in das Gemeinwesen zu integrieren” setzten sie sich als Schließende Opposition vor der Schließenden Regierung Münster Königsgambit (Christoph Saß, Anton Leicht, Münster), vor der Eröffnenden Opposition Pick-Up Feminists (Karsten Seng, Björn Rieder, Freiburg) und vor der Eröffnenden Regierung  SK – BP ist schon das beste Format (Jan Ehlert, Dominik Hermle, Tübingen) durch. Ein Preis für die beste Finalrede wurde nicht vergeben. Stattdessen gab es Pokale für die drei besten Teams im Finale.

Das Finale wurde von Jakobus Jaspersen im Chair, Jan-Gunther Gosselke, Marion Seiche und Constantin Ruhdorfer juriert. Markus Baldermann, der ebenfalls als Juror ins Finale gebreakt ist, war aus terminlichen Gründen verhindert.

Außerdem breakten als Juroren Marius Hobbhahn, Jannis Limperg, Alexander Ropertz, Maria Heitmeier, Jonathan Dollinger, sowie Michel Hofe. Das Turnier wurde von Jakobus Jaspersen, Marion Seiche und Marius Hobbhahn chefuriert.

 

Den Halbfinalbreak erreichten nach 4 Vorrunden:

  1. SK Zeus & Hephaistos (Konrad Gütschow, Sven Jentzsch) – 11 / 636 Pkt.
  2. SK – BP ist schon das bessere Format (Jan Ehlert, Dominik Hermle) – 10 / 626 Pkt.
  3. SK Sozialliberales Gesindel (Lennart Lokstein, Chiara Throner) – 9 / 616 Pkt.
  4. Münster Königsgambit (Christoph Saß, Anton Leicht) – 8 / 622 Pkt.
  5. Nicht noch ein Mixed-Team (Tobias Münch, Johannes Meiborg) – 8 / 620 Pkt.
  6. The all female reboot (Sibylla Jenner, Anna Markus) – 8 / 615 Pkt.
  7. Pick-Up Feminists (Karsten Seng, Björn Rieder) – 7 / 607 Pkt.
  8. SK der Schöne und das BEAst (Justus Raimann, Beatrice Cala) – 7 / 604 Pkt.

 

Die zehn besten Redner nach den Vorrunden (Punktedurchschnitt):
1. Sven Jentzsch (79,5 Pkt.)
1. Konrad Gütschow (79,5 Pkt.)
3. Lennart Lokstein (79 Pkt.)
4. Jan Ehlert (78,75 Pkt.)
5. Christoph Saß (78,5 Pkt.)
6. Dominik Hermle (77,75 Pkt.)
7. Johannes Meiborg (77,5 Pkt.)
7. Tobias Münch (77,5 Pkt.)
9. Sybilla Jenner (77,25 Pkt.)
10. Anton Leicht (77 Pkt)

Die Themen des Turniers im Überblick:

VR 1: DH würde ein Gesetz einführen, dass innerhalb eines Unternehmens der niedrigste gezahlte Stundenlohn mindestens 10% des höchsten (effektiv) gezahlten Stundenlohns betragen muss.

VR 2: DH als EU würde jede feindliche handelspolitische Maßnahme der USA mit einer mindestens äquivalenten Maßnahme beantworten.

VR 3: Factsheet: Ein Rechtschaffenheitschip ist ein Computerchip, welcher ohne Risiko ins Gehirn eingepflanzt werden kann. Er induziert im Gehirn einen überwältigenden Drang dazu, den Strafrechtsgesetzen zu folgen. Dem Träger/der Trägerin ist es unmöglich, etwas zu tun, das gegen Stafgesetze verstößt. Der Chip ist nicht hackbar und funktioniert nur im Heimatland. Der Chip verhindert nicht, dass Menschen die Meinung entwickeln, dass bestimmte Gesetze schlecht seien und dass sie sich für deren Änderung oder Abschaffung einsetzen.

DH präferiert eine Welt, in der jeder Mensch in einer gut funktionierenden rechtsstaatlichen Demokratie einen solchen Rechtschaffenheitschip im Kopf hätte, gegenüber dem Status Quo.

VR 4: Factsheet: Als Social Engineering werden zwischenmenschliche Beeinflussungen bezeichnet, die zum Ziel haben bei Personen bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen. Botnetze können dazu genutzt werden um großflächig gezielt politische Kommentare unter online Artikeln oder in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen oder Beiträge mit gefällt mir (nicht) zu markieren, um deren LeserInnen zu beeinflussen.

DH glaubt, die Regierungen westlicher Staaten sollten durch Social Engineering, Botnetze und ähnliche Strategien versuchen die öffentliche Meinung in nicht-demokratischen Ländern zu beeinflussen.

HF: DH befürwortet die Norm, bei der Berufswahl Selbstentfaltung über gesellschaftlichen Nutzen zu stellen

F: Factsheet: Auf der Welt gibt es hunderte nicht-kontaktierte Völker. Diese existieren isoliert vom Rest der Weltgemeinschaft und leben seit hunderten von Jahren auf demselben primitiven technologischen Niveau. Sie sind in kleinen Stammesgruppen organisiert und wissen nichts von der modernen Welt. Die meisten dieser Völker leben im südamerikanischen oder südostasiatischen Dschungel.
Mittlerweile bemühen sich die meisten Staaten, die Isolation dieser Völker aufrecht zu erhalten. Die primäre Begründung hierfür ist die große Gefahr, welche von Infektionskrankheiten ausgeht. Diese töteten in der Vergangenheit 35%-90% von zuvor isolierten Völkern. Trotz des Bemühens dieser Staaten und verschiedener internationaler Organisationen sind die nicht-kontaktierten Völker bedroht, da Menschen in ihren Lebensraum eindringen, um ihn wirtschaftlich zu nutzen und der globale Klimawandel sie erreicht.

Unter der Bedingung, dass dies medizinisch unbedenklich möglich sei (= kaum Indigene durch moderne Krankheiten sterben):

DH glaubt, dass Staaten Kontakt zu nicht-kontaktierten Völkern aufnehmen sollten mit dem Ziel, sie in das Gemeinwesen zu integrieren.

In das Gemeinwesen integrieren bedeutet in diesem Zusammenhang:
Eingliederung in Steuersysteme, Sozialsysteme, Rechtssysteme

cal./jm.

 

 

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