Streitkultur gewinnt Hamburger Elbvertiefung

Datum: 11. November 2019
Redakteur:
Kategorie: FDL/DDL, Neues aus den Clubs, Turniere

Die Sieger: Jonas Adámek, Chiara Throner und Sven Jentzsch (v.l.n.r.) – © Streitkultur e.V.

Das zweite DDL-Turnier der laufenden Saison konnte ein Team der Streitkultur e.V. für sich entscheiden. Im Finale der Hamburger Elbvertiefung 2019 setzte sich Streitkultur α (Mentoring Gruppe) (Sven Jentzsch, Jonas Adámek, Chiara Throner) aus der Opposition gegen die Regierung Hannover strickt (Anne Wessig, Ruben Herrmann, Btissam Boulakhrif) zum Thema „Sollte die Fridays for Future Bewegung sofort anfangen, sich zu radikalisieren (inkl. Infoslide)“ durch. Als Fraktionsfreie RednerInnen komplettierten Moritz Altner (Karlsruhe), Cathrine Thams und Johanna von Engelhardt (beide Münster) die Debatte.

Juriert wurde das Finale von Christoph Saß als Hauptjuror sowie Matthias Gansen, Tove Hortmann, Adrian Louis Kirbach und Gina Konietzky. Susanna Wirthgen präsidierte. Den Preis für die beste Finalrede erhielt der zweite Oppositionsredner Jonas Adámek nach Publikumsentscheid.

Teambreak:
1. Streitkultur α (Mentoring Gruppe) (Sven Jentzsch, Jonas Adámek, Chiara Throner) – 734,33 Punkte
2. Paulus, Johannes und der Engel (Paul Schmitz, Johannes Meiborg, Johanna von Engelhardt) – 707,58 Punkte
3. Hannover strickt (Anne Wessig, Ruben Herrmann, Btissam Boulakhrif) – 703,00 Punkte
4. DCJG Proletheus (Isabel Kurth, Justus Raimann, Michel Hofe) – 666,00 Punkte

Als Fraktionsfreie Redner erreichten Moritz Altner, Jun Kinoshita (Potsdam), Johanna Zach (Halle), Cathrine Tahms, Lukas Hambüchen und Anita Köllmann (alle Münster) die Ausscheidungsrunden.

Neben den beiden Chefjuroren Matthias Gansen und Jule Biefeld bestand der Jurorenbreak aus Adrian Louis Kirbach, Christoph Saß, Cyrus Mobasheri, Dario Werner, Gina Konietzky, Jana Bielefeld, Johannes Bechtle, Leon Albert, Philipp Schmidtke, Susanna Wirthgen und Tove Hortmann.

Die RednerInnen Top10 (Punkte im Durchschnitt):
1. Sven Jentzsch – 59,86
2. Johanna von Engelhardt – 58,36
3. Johannes Meiborg – 57,42
4. Btissam Boulakhrif – 56,89
5. Moritz Altner – 56,44
6. Jonas Adámek – 55,33
7. Anne Wessig – 54,67
8. Michel Hofe – 54,03
9. Jun Kinoshita – 53,92
10. Chiara Throner – 53,69

Das Turnier wurde vom Debattierclub Hamburg ausgerichtet. Als Hauptorganisatoren agierten Jannika Schoon und Christopher Gack. Die Chefjury bestand aus Matthias Gansen und Jule Biefeld, Maya Heckendorf war verantwortlich für das Tab.

Die Themen:

R1: Infoslide: Das Weihnachtsfest findet vom 24.12 – 26.12 statt. Es ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. Weihnachten wird meist im Kreis der Familie gefeiert und jede hat ihre eigenen Traditionen. Meistens besteht das Fest jedoch aus mindestens einer Zusammenkunft, Bescherung mit vielen Geschenken und einem ausgiebigen Essen. Auch in Freundeskreisen wird sich oft zu Weihnachten etwas geschenkt oder Karten versendet. In der Zeit vor Weihnachten wird das Haus dekoriert, es gibt unter anderem Adventskalender, Weihnachtsmärkte und Adventskränze. In der Weihnachtszeit machen die meisten Unternehmen sehr viel Umsatz durch den Verkauf von Geschenken, auch das Spendenaufkommen steigt extrem.

Sollten wir Weihnachten, wie es heute gefeiert wird, bedauern?

R2: Infoslide: Fußballvereine haben die Möglichkeit den Profi-Bereich (also Management von Mannschaften/Nachwuchs, Marketing wie Ticket-/Trikotpreise etc.) in ein Unternehmen auszulagern.Die Idee dahinter ist es, den Verein für Investoren zu öffnen. In der deutschen Bundesliga gilt die 50+1 Regel. Diese besagt, dass der Verein mindestens 51% der Anteile an diesem Unternehmen halten muss. Es gibt Ausnahmeregelungen, die eine Kontrolle durch einen privaten Investor erlauben. Diese sind entweder historisch begründet (Leverkusen, Wolfsburg) oder möglich, wenn der Investor sich über 20 Jahre aktiv stark im Verein engagiert hat und verspricht, sich weiter in gleichem Ausmaß wie vor der Übernahme im Amateurfußball zu engagieren sowie die Anteile nicht weiterzuverkaufen. In anderen europäischen Topligen existiert keine vergleichbare Regel, die Investoren einschränkt.

Sollte die 50+1 Regel abgeschafft werden, um Vereinen zu ermöglichen, sich komplett in die Kontrolle privater Investoren zu geben?

R3: Infoslide: Als Club 27, alternativ Forever 27 Club, wird in uneinheitlicher Abgrenzung eine Reihe von Musikern bezeichnet, die im Alter von 27 Jahren starben. Hierzu gezählt werden drei sehr bedeutende Rock- und Bluesmusiker, namentlich Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison, sowie Kurt Cobain, nach dessen Tod das Konzept des Club 27 erst breitere Bekanntheit erlangte. Meist hinzugezählt werden Brian Jones (Gründungsmitglied von TheRolling Stones), Amy Winehouse und Robert Johnson (King of the Delta Blues). Im weitesten Sinne umfasst der Club alle namhaften Musiker, teils auch ergänzt durch andere Künstler, die in diesem Alter starben. Die hauptsächlichen Todesursachen sind Verkehrsunfälle oder Drogen wie Heroin und Alkohol. Die wenigsten Mitglieder des Club 27 starben durch Suizid.

Die/der durchschnittliche deutsche Frau/Mann wird 83,4/78,4 Jahre alt, ist verheiratet, hat Kinder, verdient 3330/3960 € brutto im Monat, arbeitet Vollzeit und ist Mitglied in einemVerein. Sie/Er schaut mehrere Stunden pro Tag fern und stirbt am häufigsten an Herz-Kreislauferkrankungen.

Würdest du Teil des Club 27 zu sein einem durchschnittlichen anonymen Leben vorziehen.

HF: Sollten Debattierende ihre Verwandten von der Legitimität anderer politischer Meinungen innerhalb der freiheitlichen demokratischen Grundordnung überzeugen, selbst wenn dies zum Bruch mit ihnen führen könnte?

F: Infoslide: Radikalisierung beschreibt den Prozess, durch welchen eine Gruppe extreme politische, soziale oder religiöse Einstellungen und Überzeugungen entwickelt. Ein fundamentaler Teil im Prozess der Radikalisierung ist die Bereitschaft zur Anwendung von Gewalt und Terror zur Umsetzung politischer Ziele. (Die Extinction Rebellion ist KEINE radikale Bewegung nach dieser Definition.)

Sollte die Fridays for Future Bewegung sofort anfangen, sich zu radikalisieren?

 

jm./cal.

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1 Kommentare zu “Streitkultur gewinnt Hamburger Elbvertiefung”

  1. FloMangold sagt:

    Besonders lebhafte Debatten verspricht die Kombination des Infoslides aus dem Finale mit dem Thema des Halbfinales.

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