{"id":1358,"date":"2009-10-20T09:56:00","date_gmt":"2009-10-20T08:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.vdch.de\/?p=1358"},"modified":"2010-01-17T07:31:15","modified_gmt":"2010-01-17T06:31:15","slug":"soas-iv-2009-berlin-scheitert-knapp-am-break-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/20091020\/soas-iv-2009-berlin-scheitert-knapp-am-break-in-london\/","title":{"rendered":"SOAS IV 2009 &#8211; Berlin scheitert knapp am Break in London"},"content":{"rendered":"<p>Kein Essen, keine Wasserflaschen, keine Bl\u00f6cke, sondern Debattieren pur an der Londoner School of Oriental and African Studies. Zum SOAS IV reisten am Wochenende drei deutsche Debattierteams an die Themse. <strong><span style=\"color: #3333ff;\">Berlin <\/span>Steglitz<\/strong> (<strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Dessislava Kirova<\/span><\/strong>, <strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Niels Schr\u00f6ter<\/span><\/strong>) <strong><span style=\"color: #3333ff;\">Potsdam<\/span> West<\/strong> (<strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Jana Bachmann<\/span><\/strong>, <strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Florian Umscheid<\/span><\/strong>) sowie <strong>Potsdam Sanssouci<\/strong> (<strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Eva-Maria Risse<\/span><\/strong>, eigentlich <strong><span style=\"color: #3333ff;\">Debattierclub M\u00fcnchen<\/span><\/strong>, und <strong><span style=\"color: #cc33cc;\">Mathias Hamann<\/span><\/strong>).<\/p>\n<p>Beim Teamcheck gibt es die ersten Lacher, die Orga ruft auf &#8220;Bristol A, Bristol B&#8221; &#8211; da folgt ein ruhiges \u201eYes\u201c, aber dann: &#8220;Cambridge A, B, C, D, E, F, G, H&#8221; und lauter Jubel.<\/p>\n<p>Die erste Runde: This House would never release prisoners on compassionate grounds.<\/p>\n<p>Potsdam Sanssouci lernt: Das Land, das den Entrepreneur adoptiert, tut sich etwas schwer mit dem franz\u00f6sischen Teamnamen. Bei der Vorstellung im Debattierraum mutiert der Name des bekanntesten Potsdamer Schlosses zu San Suzie. San Suzie landet in der schlie\u00dfenden Regierung auf dem vierten Platz. Wir versuchen es dem Maulwurf und graben tiefer. Aber der Juror w\u00fcnscht sich lieber eine neue gro\u00dfe Idee, er sieht kein Tiefergraben, sondern einen Aufbau.<\/p>\n<p>Potsdam West schneidet hingegen besser ab und landet auf Platz zwei. Berlin Steglitz macht uns Mut: Erster. \u201eUnd unsere Gegner w\u00fcrdet ihr auch schlagen.\u201c<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen: Der weibliche Part von Potsdam Sanssouci ist gar nicht sorglos, Eva-Maria z\u00e4hlt noch mal die ESL-Teams (English as second language) &#8211; summieren die sich auf 12, dann g\u00e4be es ein ESL Break, wenn nicht&#8230;<\/p>\n<p>Nach reichlich Wartezeit die zweite Motion: This Hosue believes that the state should redistribute wealth beyond the mere provision of basic securities. This is an analysis motion. Das bedeutet: Keine Policy vorschlagen (zu deutsch Antrag) sondern die Grundfragen analysieren (zu deutsch: Wartburg).<\/p>\n<p>Das Powerpairing bringt Berlin schwerere Gegner, Steglitz landet auf dem dritten Platz. Potsdam Sanssouci als er\u00f6ffnende Opposition lernt diesmal keine neuen Namensvariationen kennen, daf\u00fcr gibt es ein Erfolgserlebnis: Rang zwei.<\/p>\n<p>Frischen Mutes nun in Runde drei: This House would stopp western countries forcing the developing world to respect patents for live saving drugs. Potsdam Sanssouci als er\u00f6ffnende Regierung erlebt eine neue Namensvariation: S\u00e4n Sushi.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/_mcacUjLpmBM\/St1-CSgU2zI\/AAAAAAAAABA\/uwzecteGNsU\/s1600-h\/Berlin.jpg\" onblur=\"try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}\"><img decoding=\"async\" id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5394606506451983154\" style=\"margin: 0px auto 10px; display: block; width: 320px; cursor: pointer; height: 214px; text-align: center;\" src=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/_mcacUjLpmBM\/St1-CSgU2zI\/AAAAAAAAABA\/uwzecteGNsU\/s320\/Berlin.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 85%;\">Dessi und Niels guter Laune, die Berliner hoffen noch auf ein ESL-Break.<\/span><\/p>\n<p>Die ausgeweitete Mittagspause nutzen wir, um weitere ESL-Leute aufzusp\u00fcren. Wir finden zehn, doch die Orga bleibt hartn\u00e4ckig, das Dutzend ist die Grenze.Vielleicht h\u00e4tten wir an den Ehrgeiz und Nationalstolz der Iren appellieren sollen, so a la: Englisch ist doch nicht eure Muttersprache. Aber selbst das h\u00e4tte ja nix geholfen, da sie zu lang in der Sprache ihrer ehemaligen Besatzer reden.<\/p>\n<p>Runde vier: This House believes that the West should treat islamic terrorists and terrorist suspects as prisoners of war. Potsdam San Sushi sorgt f\u00fcr Heiterkeit, denn sie sagen, dass Soldaten ein Land repr\u00e4sentieren, aber Al-Quaida-Terroristen? Al-Quaida-Country? Resultat Platz eins.<\/p>\n<p>Berlin hat nach vier Runden gut vorgelegt und f\u00fchrt mit acht Punkten die deutschen Teams an, Potsdam West bringt es auf f\u00fcnf Punkte und San Sushi auf sieben.<\/p>\n<p>Wir kommen zur letzten Vorrunde: This House would abolish state-endorsed marriage. Potsdam Sanssouci vertritt zum zweiten Mal die schlie\u00dfende Opposition. Die Regierung verspricht freie Liebe und gewinnt, Sanssouci landet wieder auf Rang zwei. Insgesamt f\u00e4llt auf, wenig Witze, viel Aneinanderreihen der Fakten. Ob es nach den Vorrunden unterhaltsamer wird?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erwartet Berlin mit Spannung das Break &#8211; 11 Z\u00e4hler, Dessi und Niels verpassen nur wegen der Rednerpunkte den Einzug ins Halbfinale. Dessen Thema: This House would allow adults to consent to everything. Der Autor war leider nicht dabei, aber die deutschen Zuh\u00f6rer beschrieben den Inhalt unisono mit: \u201eTotal abgedreht.\u201c<\/p>\n<p>Jetzt macht sich schon lockere Stimmung breit, die Teilnehmer trinken flei\u00dfig. Nach dem Halbfinale stimmen die Iren Sprechch\u00f6re an &#8211; sie fordern den versprochenen freien Alkohol. Schlie\u00dflich fangen sie an zu singen: \u201eShoulder on Shoulder\u201c stehen sie auf den St\u00fchlen und erschaffen Fu\u00dfball-Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/4.bp.blogspot.com\/_mcacUjLpmBM\/St1-x3F9lAI\/AAAAAAAAABI\/MD2pIhAShg4\/s1600-h\/Irish+1.jpg\" onblur=\"try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}\"><img decoding=\"async\" id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5394607323727369218\" style=\"margin: 0px auto 10px; display: block; width: 320px; cursor: pointer; height: 214px; text-align: center;\" src=\"http:\/\/4.bp.blogspot.com\/_mcacUjLpmBM\/St1-x3F9lAI\/AAAAAAAAABI\/MD2pIhAShg4\/s320\/Irish+1.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 85%;\">Das ist nur ein kleiner Ausschnitt des irischen Chors.<\/span><\/p>\n<p>Das Finalthema: This House believes that people, who buy unnecessary items are morally responsible for starving africans. Zwar gewinnt sie nicht, doch die er\u00f6ffnende Opposition bestimmt trotzdem die Debatte, mit einem Bild. Sie nimmt an, es g\u00e4be da eine Maschine, die dauernd Babys produziert und dann ertrinken l\u00e4sst. Ihr Frage: Sind wir schuld, dass es Strukturen gibt, die Menschen t\u00f6ten? Jeder der folgenden Redner wird das Bild der \u201eBaby popping machine\u201c nutzen. Trotzdem gewinnt am Ende die erste Regierung, die hatte uns alle zu moralischen Monstern erkl\u00e4rt, wenn wir konsumieren statt helfen.<\/p>\n<p>Was auff\u00e4llt: In den meisten Runden fehlt ein \u00c4quivalent zum Antrag, meist werden die Grundsatzfragen runtergerattert. Die Organisation beschr\u00e4nkt sich auf die R\u00e4ume, Essen und Getr\u00e4nke muss jeder selbst stellen, Debattieren pur eben. F\u00fcr internationale Teams entfiel aber der Teilnahmebetrag und man bescherte uns ein Hostel.<\/p>\n<p>Als Fazit bleibt: Das SOAS IV ist ein prima Turnier f\u00fcr alle Anf\u00e4nger bei internationalen Debatten, als Nichtmuttersprachler ist es zwar schade, wenn es nicht f\u00fcr ein ESL-Finale reicht, aber Berlin Steglitz bewies ja, dass es auch Chancen im Hauptfeld gibt.<\/p>\n<p>P.S. Danke an Dessi f\u00fcr das Mitschreiben der Themen. Danke auch an Eva-Maria, die f\u00fcr einen verhinderten Potsdamer einsprang. Den Verweis auf das Tab verlinken wir, sobald er da ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Essen, keine Wasserflaschen, keine Bl\u00f6cke, sondern Debattieren pur an der Londoner School of Oriental and African Studies. Zum SOAS IV reisten am Wochenende drei deutsche Debattierteams an die Themse. 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