{"id":38536,"date":"2022-11-27T20:16:31","date_gmt":"2022-11-27T19:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.achteminute.de\/?p=38536"},"modified":"2025-06-28T09:20:16","modified_gmt":"2025-06-28T07:20:16","slug":"rederei-gewinnt-campus-debatte-freiburg-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/20221127\/rederei-gewinnt-campus-debatte-freiburg-2022\/","title":{"rendered":"Rederei gewinnt Campus-Debatte Freiburg 2022"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Die erste Campus-Debatte der Saison fand am Wochenende des ersten Advents, vom 25. bis 27. November 2022, in Freiburg statt. In einem packenden BP-Finale ging es um Gendern an deutschen Universit\u00e4ten. Die er\u00f6ffnende Regierung Rederei \u2013 aus tiefster Seele (<strong>Tim Reitze<\/strong> &amp; <strong>Luise H\u00e4der<\/strong>) von der Rederei Heidelberg setzte sich gegen ihre gegnerischen Teams durch.<\/em><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_38537\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-38537\" class=\"size-medium wp-image-38537\" src=\"https:\/\/www.achteminute.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/CD-Freiburg-Siegerbild-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.achteminute.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/CD-Freiburg-Siegerbild-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.achteminute.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/CD-Freiburg-Siegerbild-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.achteminute.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/CD-Freiburg-Siegerbild.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-38537\" class=\"wp-caption-text\">Das Siegerteam und der beste Finalredner. (v.l.n.r.) Luise H\u00e4der, Tim Reitze, Braedon Lehman &#8211; Foto: Robert Wiebalck.<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr die Er\u00f6ffnende Opposition redete das Team <em>BDU proletarisch und am\u00fcsiert<\/em> (<strong>Agata Konopka<\/strong> &amp; <strong>Lara Tarbuk<\/strong>), die Schlie\u00dfende Regierung bestand aus <em>BWL &amp; Justus<\/em> (<strong>Justus Raimann<\/strong> &amp; <strong>Jan-Gunther Gosselke<\/strong>) und auf der Schlie\u00dfenden Oppositionsbank trat <em>Squarespare<\/em> (<strong>Braedon Lehman <\/strong>&amp; <strong>Inga Peters<\/strong>) an, die sich jedoch allesamt dem Heidelberger Duo geschlagen geben musste. Das entscheidende Thema lautete: \u201eDH w\u00fcrde eine Pflicht zur Verwendung gendergerechter Sprache an deutschen Universit\u00e4ten einf\u00fchren.\u201c Das Finale jurierten <strong>Btissam Boulakhrif<\/strong> (Hauptjurorin), <strong>Benedikt Rennekamp<\/strong>,<strong> Johannes Meiborg<\/strong>,<strong> Jonas Reichert<\/strong> und <strong>Karsten Seng<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Ehrenjury musste krankheitsbedingt kurzfristig umbesetzt werden. <strong>Anna Markus<\/strong>, Politikwissenschaftlerin und beste Finalrednerin der DDM 2020, und <strong>Christof Kebschull<\/strong>, u.a. Deutschsprachiger Debattiermeister 2021, sprangen f\u00fcr <strong>Jannis Limperg\u00a0<\/strong>und <strong>Julia S\u00f6hne<\/strong> ein. <strong>Holger Kn\u00f6ferl<\/strong>, Leiter der Heimatredaktion und stellvertretender Chefredakteur der Badischen Zeitung, kam als drittem Mitglied der Ehrenjury die Aufgabe zu, ein Gru\u00dfwort zu halten, das in einer sarkastischen Analyse des Debattierens f\u00fcr einen am\u00fcsanten Beginn des \u00f6ffentlichen Finales sorgte. Die Ehrenjury k\u00fcrte Braedon Lehman f\u00fcr die beste Finalrede.<\/p>\n<p>Ausgezeichnet f\u00fcr ihre Jurierleistungen auf dem Turnier wurden Btissam Boulakhrif, Jonas Reichert und <strong>Marion Seiche<\/strong>. <strong>Hannah Bilgenroth<\/strong> erhielt den Preis f\u00fcr die beste Nachwuchsjurierleistung.<\/p>\n<p>Den kurzfristig erkrankten Tabmaster Jannis Limperg vertrat <strong>Helen Goppelt<\/strong>\u00a0in Pr\u00e4senz und sorgte somit, gemeinsam mit Jannis im Hintergrund, f\u00fcr einen reibungslosen Ablauf der Vor- und KO-Runden. Die Chefjury bestand aus <strong>Anne Wessig<\/strong>, <strong>Benedikt Rennekamp<\/strong> und <strong>Konstantin Kr\u00fcger<\/strong>, die mit vielf\u00e4ltigen Themen den Inhalt der sieben Debatten w\u00e4hlten. F\u00fcr die Organisation des gesamten Turniers sorgte der Debattierclub Freiburg e.V., unter der Hauptleitung von <strong>Jonathan Dollinger<\/strong>, <strong>Meike G\u00e4rtner<\/strong> und <strong>Robert Wiebalck<\/strong>, die in Rekordvorbereitungszeit ein fantastisches Turnier auf die Beine stellten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p>1.) BWL &amp; Justus (Justus Raimann, Jan-Gunther Gosselke) \u2013 14 P.<\/p>\n<p>2.) Squarespare (Braedon Lehman, Inga Peters) \u2013 11 P.<\/p>\n<p>3.) Mortal Wombat (<strong>Jonah Ladwig, Chris Gack<\/strong>) \u2013 11 P.<\/p>\n<p>4.) BDU proletarisch und am\u00fcsiert (Agata Konopka, Lara Tarbuk) \u2013 11 P.<\/p>\n<p>5.) Herrmann und die freie Radikale (<strong>Constanze Keck, Ruben Herrmann<\/strong>) \u2013 10 P.<\/p>\n<p>6.) Rederei \u2013 aus tiefster Seele (Tim Reitze, Luise H\u00e4der) \u2013 10 P.<\/p>\n<p>7.) Marc-Andr\u00e9 und Madi (Christof Kebschull<strong>, Manuel Englert<\/strong>) \u2013 10 P.<\/p>\n<p>8.) Berlin B (<strong>Marc-Andre Schulz, Madeleine Batke<\/strong>) \u2013 9 P.<\/p>\n<p>Jurybreak:<\/p>\n<p><strong>Anna Filiptseva<\/strong>, Anne Wessig, Benedikt Rennekamp, Btissam Boulakhrif, Hannah Bilgenroth, Johannes Meiborg, Jonas Reichert, <strong>Josef Hoppe<\/strong>, <strong>Julius Steen<\/strong>, Karsten Seng, Konstantin Kr\u00fcger, <strong>Leo Volkhardt<\/strong>, <strong>Lisa Knodt<\/strong>, Marion Seiche, <strong>Michel Hofe<\/strong>, <strong>Samuel Gall<\/strong>.<\/p>\n<p>RednerInnen Top 10:<\/p>\n<p>1.) Jan-Gunther Gosselke &#8211; 78,6<\/p>\n<p>2.) Braedon Lehmann &#8211; 78,4<\/p>\n<p>3.) Marc-Andre Schulz &#8211; 78,0<\/p>\n<p>4.) Ruben Herrmann &#8211; 77,8<\/p>\n<p>5.) Justus Raimann &#8211; 77,2<\/p>\n<p>6.) <strong>Dario Werner<\/strong> &#8211; 77,0<\/p>\n<p>6.) Constanze Keck &#8211; 77,0<\/p>\n<p>6.) Luise H\u00e4der &#8211; 77,0<\/p>\n<p>9.) Madeleine Batke &#8211; 76,8<\/p>\n<p>9.) Christof Kebschull &#8211; 76,8<\/p>\n<p>9.) Chris Gack &#8211; 76,8<\/p>\n<p>Die Themen des Turniers im \u00dcberblick:<\/p>\n<blockquote><p><strong>R1<\/strong>: <em>Infotext: Als \u201eSuperkr\u00fcppel-Darstellung\u201c wird eine bestimmte Form der Berichterstattung in den Medien \u00fcber behinderte Menschen bezeichnet, bei der herausragende Leistungen \u201etrotz Behinderung\u201c im Vordergrund stehen. Beispiele sind paralympische Athleten oder Menschen mit Behinderung in Spitzenpositionen.<\/em><\/p>\n<p>DHG, dass die Behindertenbewegung die \u201eSuperkr\u00fcppel-Darstellung\u201c behinderter Menschen unterst\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p><strong>R2<\/strong>: <em>Infotext: Franz Kafka war ein j\u00fcdischer Schriftsteller, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Prag lebte. Zeitlebens ver\u00f6ffentlichte er nur wenige Schriften und blieb der Literatur\u00f6ffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Kurz vor seinem Tod 1924 \u00fcbergab er alle seine Schriften an seinen Freund Max Brod, mit dem ausdr\u00fccklichen Wunsch, diese zu vernichten. Darunter befanden sich die drei Romanfragmente \u201eder Process\u201c, \u201edas Schloss\u201c und \u201eder Verschollene\u201c, zahlreiche Kurzgeschichten sowie Briefe und Tageb\u00fccher. Max Brod widersetzte sich nach Kafkas Tod diesem Wunsch und ver\u00f6ffentlichte alle ihm \u00fcbergebenen Manuskripte.<\/em><\/p>\n<p>DH begr\u00fc\u00dft Max Brods Entscheidung Kafkas Nachlass zu ver\u00f6ffentlichen, statt ihn zu vernichten.<\/p>\n<p><strong>R3<\/strong>: <em>Infotext: In Deutschland ist Gl\u00fccksspiel seit 2021 einheitlich l\u00e4nder\u00fcbergreifend im Gl\u00fccksspielstaatsvertrag geregelt. In diesem wird Gl\u00fccksspiel durch private Anbieter (Wettvermittlung, Spielhallen, Spielbanken, Online-Casinos, Pferdewetten), sowie durch staatliche Anbieter (Lotto) erlaubt. Die Erlaubnisse werden durch die L\u00e4nder unter Regulierungen erteilt. Die Regulierungen in Erlaubnissen betreffen meistens eine gewerbliche \u00dcberpr\u00fcfung, Anforderungen an Schulungen, Suchtpr\u00e4ventionskonzepte und Teilnahme an Spielersperrsystemen sowie die Erhebung hoher steuerlicher Abgaben.<\/em><\/p>\n<p>DHG, dass Deutschland Gl\u00fccksspiel verbieten sollte, statt es in der jetzigen Form zu erlauben.<\/p>\n<p><strong>R4<\/strong>: DHG, dass Amazon mehr schadet, als es n\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>R5<\/strong>: <em>Infotext: Israel verabschiedete 1950 das \u201eGesetz zur Bestrafung von Nazis und Nazihelfern\u201c \u2013 es erm\u00f6gliche die Bestrafung von Verbrechen, die zwischen 1933 und 1945 durch das Dritte Reich und dessen Verb\u00fcndete begangen worden waren. Artikel 1 legte die Todesstrafe f\u00fcr Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen das j\u00fcdische Volk fest. Im \u00fcbrigen israelischen Strafrecht war die Todesstrafe f\u00fcr Mord m\u00f6glich. 1954 schaffte der Staat Israel die Todesstrafe f\u00fcr Mord ab.<\/em><\/p>\n<p>Es ist 1954. DHG Israel sollte zusammen mit der Abschaffung der Todesstrafe f\u00fcr Mord auch die Todesstrafe f\u00fcr Verbrechen aus dem \u201eGesetz zur Bestrafung von Nazis und Nazihelfern\u201c abschaffen sollte.<\/p>\n<p><strong>Halbfinals<\/strong>: <em>Infotext: Lange galt in den USA die Rassentrennung auch an \u00f6ffentlichen Schulen: Wei\u00dfe Sch\u00fcler durften ausschlie\u00dflich an Schulen mit anderen wei\u00dfen Sch\u00fclern, schwarze Sch\u00fcler nur an Schulen mit anderen schwarzen Sch\u00fclern gehen. Die rechtliche Trennung endete 1954 mit einer Reihe von Supreme-Court-Urteilen. Auch als 10 Jahre sp\u00e4ter mit der Civil Rights Act die letzten Gesetze zur Rassentrennung aufgehoben wurden, blieben die meisten Schulen und deren Schulbezirke dennoch stark entlang der Rassengrenzen getrennt. \u201eDesegregation Busing\u201c bezeichnet die erzwungene Bef\u00f6rderung (typischerweise mit dem Bus) von sowohl wei\u00dfen als auch schwarzen Schulkindern \u00f6ffentlicher Schulen in andere Bezirke, deren Schulen mehrheitlich von Kindern anderer ethnischer Gruppen besucht wurden. 1971 wurde \u201eDesegregation Busing\u201c durch den Supreme Court best\u00e4tigt und fand weite Anwendung in den USA.<\/em><\/p>\n<p>DH bereut das \u201eDesegregation Busing\u201c.<\/p>\n<p><strong>Finale<\/strong>: <em>Infotext: Eine Pflicht zur Verwendung gendergerechter Sprache an Universit\u00e4ten beinhaltet typischerweise eine Erstellung von Richtlinien bzgl. gendergerechter Sprache f\u00fcr wissenschaftliche Arbeiten, Klausuren und Lehre. Zudem ist die Sanktionierung bei Nichteinhaltung (Punktabzug, Disziplinarverfahren bei grunds\u00e4tzlicher Weigerung, Ber\u00fccksichtigung bei Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen) enthalten. Exmatrikulation von Studierenden und Entlassungen von Professor:innen und Angestellten sind davon nicht umfasst.<\/em><\/p>\n<p>DH w\u00fcrde eine Pflicht zur Verwendung gendergerechter Sprache an deutschen Universit\u00e4ten einf\u00fchren.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>hb.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":69,"featured_media":38537,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5123,46],"tags":[6757,6748,6729,5452,6868,5124,3187,3033,1002,6815,6167,3670,3345,1448,3058,2870,5304,392,4563,6653,1224,5688,3701,6870,6724,635,6871,5499,2619,2748,2210,140,2935,5311,4313,2382,379,211,4869,6869,2079,1968,5268,102,5059,5687],"class_list":["post-38536","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-debatten","category-turniere","tag-6757","tag-batke","tag-bilgenroth","tag-boulakhrif","tag-campus-debatte-freiburg","tag-campus-debatten","tag-debattierclub-freiburg","tag-debattierclub-freiburg-e-v","tag-dollinger","tag-englert","tag-filiptseva","tag-gack","tag-gall","tag-gaertner","tag-goppelt","tag-gosselke","tag-haeder","tag-herrmann","tag-hofe","tag-hoppe","tag-kebschull","tag-keck","tag-knodt","tag-knoeferl","tag-konopka","tag-kruger","tag-ladwig","tag-lehman","tag-limpberg","tag-markus","tag-meiborg","tag-peters","tag-raimann","tag-reichert","tag-reitze","tag-rennekamp","tag-schulz","tag-seiche","tag-seng","tag-soehne","tag-steen","tag-tarbuk","tag-volkhardt","tag-werner","tag-wessig","tag-wiebalck"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/69"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38536"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41410,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38536\/revisions\/41410"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.achteminute.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}