Kostüme für Kontaktfähigkeit

Datum: 19. November 2025
Redakteur:
Kategorie: Mittwochs-Feature

„Achte Minute-Redakteurin Lisa Hauke berichtet vom diesjährigen Cup der Angst und jede Menge schaurigen Kostümen.

Auch dieses Halloween fand der Cup der Angst in Marburg statt. Dort versammelten sich ein paar verlorene Seelen, um über die wichtigsten Fragen im Leben zu debattieren: „Süßes oder Saures“ zum Beispiel. In den Vorrundenräumen gab es sehr viel gruselige Deko. Alles von Spinnenweben über Fledermäuse bis hin zu angeketteten Leichen (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die Leiche nur Deko war). Durch diese gingen ein Kult, Vampire und Diebe ein und aus. Einige munkeln, sogar sprechende Kürbisse gesehen zu haben.

Für alle Leute, die sich nicht in das Gruselkabinett getraut haben, oder denen die ICE-Preise selbst für Halloween zu schaurig waren, habe ich mal ganz ohne Verspätung meine Eindrücke zusammengefasst.

 

Die Louvre-Diebe, die sich scheinbar verdoppelt haben ©Lisa Hauke

Die Louvre-Diebe, die sich scheinbar verdoppelt haben ©Lisa Hauke

Was einem zunächst auffiel, war, dass scheinbar nicht nur Napoleons Diamanten, sondern auch dessen Diebe momentan im Trend sind. So haben sich gleich zwei Teams in neongelbe Warnwesten geworfen und ohne Klemmbretter probiert, die Debatten ganz unbemerkt mit vielen Punkten zu verlassen.

 

Cheforga des Turniers ©Lisa Hauke

Cheforga des Turniers ©Lisa Hauke

Und nicht nur diese Teilnehmer schienen von ihrem letzten Museumsbesuch inspiriert gewesen zu sein. So hat sich die Cheforga für das Turnier ganz an ihren Ur- Ur- Ur – Ur – Ur – Ur Großeltern (+/-) orientiert und sich als ägyptische Ente und Mumie verkleidet. Eine Teufelin gabs auch. Die hatte zwar nichts mit der ägyptischen Thematik zu tun, aber jede gute Orga (wie diese) deckt ein multikulturelles Spektrum an Kostümen ab.

 

Kult ©Lisa Hauke

Kult ©Lisa Hauke

Nichtsdestotrotz hatte diese Teufelin viele Anhänger auf dem Turnier. Eine ganze Gruppe an Kultanhänger hat den weiten Weg aus dem Tab-Raum vor die Fotowand geschafft, um dort nicht den Themen, sondern der teuflischen Orga zu huldigen. Dabei scheint sich ein Zauberer unter die Masse gemischt zu haben (Hogwarts, halt deine Schüler im Griff!). Mit langen Umhängen und einem noch längeren Bart haben sie das Turnier mit Themen beliefert, die allen Teilnehmern Gänsehaut eingejagt haben.

 

sprechende Kürbisse ©Lisa Hauke

Sprechende Kürbisse ©Lisa Hauke

Gänsehaut hatte ich auch, als ich sprechende Kürbis-Aliens gesehen habe (wegen der Antennen, versteht ihr?). Besonders schön finde ich hier die Liebe zum Detail, die bei den selbstgemachten Kostümen zur Schau kam. Somit zauberte Jessica nicht nur auf Oberteile und Antennen ein Lachen (bei Kürbisphobie ggf. auch einen Schrecken).

 

Die Sieger des Turniers und der kleine Sieger der Herzen ©Lisa Hauke

Die Sieger des Turniers und der kleine Sieger der Herzen ©Lisa Hauke

Einen Schrecken gab es auch, als sich ein Baby Shark (düdüdüdüdüdüdü…) auf dem Turnier verirrte. Glücklicherweise blieben die meisten Teilnehmer unverletzt. Trotzdem hatte er auf das Turnier einen der größten Impacts: Niedlichkeit.

 

©Lisa Hauke

©Lisa Hauke

Neben dem Hai gab es noch andere Blutsauger. Hier sehen wir den berüchtigten Göttinger Vampir und sein (noch lebendiges) Opfer. Nebendran ist ein Todesser, der vermutlich gerade auf der Suche nach dem verloren gegangenen Hogwarts-Schüler ist. Hoffen wir mal, er erwischt ihn nicht.

 

Teufel, Ritual-Opfer und der schaurige Gewinner des Kostümwettbewerbs ©Lisa Hauke

Teufel, Ritual-Opfer und der schaurige Gewinner des Kostümwettbewerbs ©Lisa Hauke

Etwas konventionellere Kostüme kamen aus Mainz. Hier sehen wir einen weiteren schaurigen Teufel, daneben ein Ritual-Opfer (wahrscheinlich wurde er Opfer des Kults der CAs). Außerdem sehen wir ein stylisch gekleidetes Skelett, das dem Tag der Toten in Mexiko nachempfunden ist. Obwohl der Tag nicht ganz stimmt, hat er damit den Preis für das beste Kostüm gewinnen können.

 

Das Gruseligste an dem Turnier waren jedoch die nicht verkleideten Teilnehmer, die mich an das triste, langweilige Normie-Leben erinnerten. Bestimmt lernen sie daraus und nutzen nächstes Jahr die Chance, dem Alltag in Form von kreativen Kostümen zu entfliehen. Ich freue mich schon, diese zu begutachten.

Zusätzlich wollte ich noch ein paar Halloween-Teamnamen würdigen. Die Kürbis-Delegation nannte sich „Pumpkin to conclusions“ und eines der beiden Dieb-Teams hieß „Klauerei – Der Louvre war nur der Anfang“. Nicht so kostümbezogen, aber trotzdem gruselig, waren „Tote Argumente“ und „DCGF – Die Geister, die ich rief“.

Zuletzt wollte ich Luisa Jacobi für den initialen Kostümartikel danken, der hier als Inspiration diente. Ihr solltet es lesen, es ist sehr lustig. Ihr könnt es hier finden: https://www.achteminute.de/20231108/durchschnittlich-kostuemierte-zeitungslesende. Persönlich finde ich ihre Ugly-Christmas-Sweater MiFi am Ironlaus immer sehr cool und bin sehr dankbar für die unterhaltsamen Artikel und die viele Arbeit in der Chefredaktion.

Nun bleibt mir nur noch, Simon, Kerstin und Sina zu danken, die dieses schöne Turnier organisiert haben. Es war alles mit viel Liebe zum Detail organisiert und der Turnierbeginn wurde auf humane Zeiten verschoben. Vielen Dank für das schaurige Turnier und ich freue mich auf nächstes Jahr.

 

 

Das Mittwochs-Feature: Mittwochs veröffentlicht die Achte Minute ab 10.00 Uhr oftmals ein Mittwochs-Feature, worin eine Idee, Debatte, Buch oder Person in den Mittelpunkt gestellt wird. Wenn du selbst eine Debatte anstoßen möchtest, melde dich mit deinem Themen-Vorschlag per Mail an team [at] achteminute [dot] de.

 

lh/aeh.

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