SDM: Tübingen ist Süddeutscher Meister / Lisa Villing aus Tübingen beste Rednerin

Datum: 10. April 2011
Redakteur:
Kategorie: Turniere, VDCH

In einem Streitkultur-Finale hat sich das Team Streitkultur II der Streitkultur Tübingen mit Pauline Leopold, Dominic Hildebrand und Simon Lehle durchgesetzt und darf sich fortan Süddeutscher Meister nennen. Beste Rednerin des Finales wurde die Fraktionsfreie Rednerin Lisa Villing aus Tübingen. Das Finale der Süddeutschen Meisterschaft 2011 fand zum Thema “Sollen wir die Opposition Lybiens bewaffnen?” statt, auf der Regierungsseite saß das Tübingen Team Streitkultur I mit Steffen Jenner, Iris Reuter und Peter Croonenbroeck. Freie Redner waren neben Lisa Villing Florian Prischl vom DK Wien und Wladi Jachtschenko aus München.

Das Finale jurierten Patrick Ehmann (Berlin), Willy Witthaut (Frankfurt), Christoph Wiederkehr (AFA Wien) gemeinam mit den Chefjuroren Gudrun Lux (Mainz/Bonn) und Almut Graebsch (München). Präsidiert wurde es von Leo Vogel (Karlsruhe), für den die Süddeutsche Meisterschaft das erste Turnier als Juror war.

Zuvor hatten außerdem gebreakt: ein Münchener Team mit Wladi Jachtschenko, Valerio Morelli und Robert Bohle sowie das Teams Streitkultur IV mit Lisa Villing, Thomas Schröter und Georg Voos. Als Fraktionsfreie Redner standen im Halbfinale neben Florian Prischl, der mit einer überragenden 56-Punkte-Rede überzeugte: Alexej Abel und Igor Gilitschenski aus Stuttgart, der erst 16-jährige Münchener Schüler Jan-Felix Schneider, Richard Oberdieck aus Zürich und Zsolt Szilagyi aus Freiburg. Alexej und Jan-Felix hatten Losglück: Sie waren nach den Vorrunden punktgleich mit Johannes Samlenski, der das Halbfinale leider nicht erreichte, da der Losentscheid zu seinen Ungunsten ausging.

Zur Süddeutschen Meisterschaft waren Teams aus Tübingen, Ingolstadt, Freiburg, Wien, München, Regensburg, Stuttgart und ein gemischtes Team aus St. Gallen/Zürich angereist. In drei Vorrunden, einem Halbfinale und schließlich dem Finale wurde das beste Team aus Süddeutschland ermittelt. Die Süddeutsche Meisterschaft (SDM) fand am 9. und 10. April statt und wurde vom Debattierclub Bayreuth organisiert.

Die Themen in der Übersicht:

  • 1. Vorrunde: Frei statt Bayern: Brauchen wir ein Bundesland Franken?
  • 2. Vorrunde: Kein Militär im Klassenzimmer: Sollen wir der Bundeswehr verbieten, an Schulen zu werben?
  • 3. Vorrunde: Shoppen ohne Ende: Soll jegliche Einschränkung der Ladenöffnungszeiten aufgehoben werden?
  • Halbfinale: Soll das Klonen von Menschen erlaubt werden?
  • Finale: Sollen wir die Opposition Libyens bewaffnen?

Die Süddeutsche Meisterschaft fand in diesem Jahr eine Woche vor den anderen Regionalmeisterschaften des VDCH statt, da der Debattierclub Bayreuth kurzfristig als Retter in die Bresche sprang, nachdem es am ursprünglich geplanten Austragungsort Probleme gab. Die Westdeutsche, Nord- und Ostdeutschen Meisterschaften werden nächstes Wochenende parallel in Frankfurt, Osnabrück und Halle ausgetragen.

Die Geschichte der VDCH-Regionalmeisterschaften

Die ersten VDCH-Regionalmeisterschaften wurden im April 2005 aus­ge­tra­gen. Das Regio Nordost gewann damals ein Team aus Greifs­wald (Sven Fischerauer, Andreas Kirberger, Erik Walther), das Regio Süd gewann Tü­bin­gen (Tim-Chr. Bartsch, Michael Hoppmann, Marcus Vergeest) und beim Regio West konnte sich Müns­ter (Kai Kot­ten­ste­de, Timm Rei­nisch, Se­bas­ti­an Berg) durchsetzen. Die Re­gio­nal­meis­ter­schaf­ten 2006 gewann Jena (Maika Spil­ke und Marc Haupt­mann) im Nord­os­ten, Mün­chen (Da­ni­el Grotz­ky und Mar­cel Ven­ho­fen) im Süden und Mainz (Pa­trick Pro­ner und Simon Herr­mann) im Wes­ten.

Seit 2007 heißen die Regionalturniere Regionalmeisterschaften: Es gab drei Jahre lang eine Süddeutsche, eine Westdeutsche und eine Nordostdeutsche Meisterschaft. 2007 wurde Ber­lin Nord­ost­deut­scher Meis­ter (An­drea Gau, Pa­trick Eh­mann, Matt­hi­as Win­kel­mann), Hei­del­berg De­ba­ting (Luisa Mei­sel, Flo­ri­an Kö­ber­le und Max Phil­ipp) wurde Süd­deut­scher Meis­ter und den Titel des West­deut­schen Meis­ters im Hoch­schul­de­bat­tie­ren konn­te Göt­tin­gen (Ni­co­las Frie­be, Ma­gnus Schm­a­gold, Arne Nord­mey­er) er­rin­gen.

2008 wurden Ni­co­las Frie­be und Ma­gnus Schm­a­gold aus Göt­tin­gen Nord­ost­deut­scher Meis­ter – ein Ku­rio­sum, dass der glei­che Club ein Jahr zuvor West­deut­scher Meis­ter ge­wor­den war. Dies be­ruht dar­auf, dass der VDCH be­stän­dig wächst und so die Re­gio­nen neu ein­ge­teilt wer­den muss­ten, um in jeder Re­gi­on etwa gleich­vie­le Clubs star­ten zu las­sen. Süd­deut­sche Meis­ter wur­den Volker Tja­den und Hen­rik Volpert für die Streit­kul­tur Tü­bin­gen, West­deut­sche Meis­ter wur­den Lea Wei­te­kamp und Tim Rich­ter für den De­bat­tier­club Bonn.

Bei den Re­gio­nal­meis­ter­schaf­ten 2009 konnte sich in Mag­d­e­burg ein Team aus Ber­lin durch­set­zen: Bas­ti­an Laub­ner, Filip Bu­ben­hei­mer und Pa­trick Eh­mann sind Nord­ost­deut­scher Meis­ter 2009. In Würz­burg sieg­ten Lukas Haf­fert, Viola Lutz und Chris­ti­an Funk für St. Gal­len. Damit er­ringt erst­mals ein nicht in Deutsch­land an­säs­si­ger Club einen Meis­ter­ti­tel: St. Gal­len ist Süd­deut­scher Meis­ter. In Bonn am Rhein schließ­lich wurde um den Titel des West­deut­schen Meis­ters ge­strit­ten. Hier konn­te sich Mainz durch­set­zen: Kon­rad Grieß­in­ger, Ro­bert Leh­mann und Ni­co­las Eber­le sind West­deut­scher Meis­ter 2009.

Die letztjährigen Regionalmeisterschaften, die erstmal parallel in vier Städten und nicht mehr als Teil der ZEIT DEBATTEN durchgeführt wurden, schlossen wie folgt: Bei der Westdeutschen Meisterschaft 2010 überzeugten Assen Kochev und Tillman Schrammel von Tilbury Hous Köln und sind Westdeutscher Meister 2010, bester Redner des Finales wurde Yann Schweisgut-Montané vom Debattierclub Bonn. Die Norddeutschen Meisterschaft in Hannover gewannen Filip Bubenheimer und Dessislava Kirova von der Berlin Debating Union, Filip wurde gleichzeitig zum besten Finalredner gekürt. Ost- und Mitteldeutscher Meister 2010 ist Klartext Halle mit Simeon Reusch und Thomas Wach. Bester Finalredner war Magnus Schmagold aus Göttingen. Süddeutscher Meister 2010 war wie im Vorjahr der DebatingClub St. Gallen. Viola Lutz und Christian Funk verteidigten ihren Titel, bester Finalredner war Peter Croonenbroeck von der Streitkultur Tübingen.

tr / glx

Print Friendly
Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

5 Kommentare zu “SDM: Tübingen ist Süddeutscher Meister / Lisa Villing aus Tübingen beste Rednerin”

  1. Chris K. sagt:

    Was soll man da noch sagen? Streitkultur rockt! 🙂

  2. Sergej Stepanowitsch sagt:

    Ihr habt das Team aus “Moskau” vergessen.

  3. Zsolt sagt:

    Wie kann man Schillers Bürgschaft gegen die Bündnistreue deuten? Er selbst forderte doch schon: “Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht, Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht” !

Comments are closed.

Folge der Achten Minute





RSS Feed Artikel, RSS Feed Kommentare
Hilfe zur Mobilversion

Credits

Powered by WordPress.

Unsere Sponsoren

Hauptsponsor
Medienpartner