4. Rededuell der Meister in Heidelberg

Datum: 27. November 2008
Redakteur:
Kategorie: Neues aus den Clubs

Für Hektiker:
Gäste (Marcus, Marcel und Lukas) gewinnen, Jan Lüken vom DCH wird Publikumsliebling.

Für Gelangweilte:
Am vergangenen Dienstag hatte der Debating Club Heidelberg e.V. (DCH) zum 4. Rededuell der Meister geladen. Erneut ging das Heidelberger Konzept der Show-Debatte auf. Statt der „traditionellen“ Professorendebatte, treten die Redner des DCH einmal im Jahr gegen die besten studentischen Redner der Republik an. So war auch in diesem Jahr für eine hochklassige Debatte gesorgt. K napp 350 Zuschauer besuchten die Veranstaltung, lauter und langanhaltender Szenenapplaus zeigt immer wieder, dass sich die Studierenden, Professoren und das außeruniversitäre Publikum bestens unterhalten fühlten.

Der Debating Club Heidelberg hat da mal ’ne Frage. Johannes Haug, Teresa Schächter und Jan Lüken (v.r.)

Das Duell spiegelte die Zusammensetzung der Finaldebatte der DDM 2008, unserer Einladung waren gefolgt: der amtierende Deutsche Meister Marcus Ewald (Klartext Halle), der amtierende Deutsche Vizemeister Marcel Giersdorf (DCJG Mainz) und der amtierende Deutsche Vizemeister Lukas Haffert (Ex-Münster, jetzt St. Gallen). Für den DCH, ebenfalls amtierender Deutscher Vizemeister, traten an Teresa Schächter, Johannes Haug und Jan Lüken.

Marcel sagt es laut und stolz: „Yes, we can!“

Thema der OPD-Debatte war: „Bachelor ade!“ – Sollen wir Diplom und Magister wieder einführen? Der DCH übernahm die Regierung, unsere Gäste die Opposition.

Ganz ohne Professoren kommen auch wir nicht aus, als Fraktionsfreie Redner traten an Professor Thomas Maissen (HistSem) und, als besonderes Schmankerl, der ehemalige Rektor der Universität Heidelberg und langjährige Unterstützer des DCH, Professor Peter Hommelhoff.

Debattiert und gelacht wurde über:

  • „Pizza Funghi im Labor und in der Mensa“ (Johannes)
  • „Meister und Gesellen in der Tischlerei und in der Klinik“ (Marcus)
  • „Krumme und gerade Gurken und die Selbstheilungskraft der EU“ (Teresa)
  • „Meine persönliche Relevanz für das Thema – Ich bin Bolgna“ (Lukas)
  • „Honecker, Obama und meine persönliche Irrelevanz für das Thema“ (Marcel)
  • „Die Vorteile von Kreditkarten gegenüber Bargeld im nicht-€-Raum“ (Jan)
Die eingeladenen Meister: Marcus Ewald, Lukas Haffert und Marcel Giersdorf (v.l.)

Nicht zu vergessen:
„Bologna ist ein billiger Schwarzer Peter“ (Prof. Maissen) und ein sehr gut aufgelegter Prof. Hommelhoff, der entgegen seiner persönlichen Meinung für die Rücknahme des Bologna-Prozesses plädierte:
„Bologna liefert uns dem Finanzminister aus! In der Wirtschaftskrise stehen auf einmal 500 Milliarden bereit, aber wenn wir mal zwei zusätzliche Professorenstellen haben möchten, dann ist das Land plötzlich pleite. Das treibt einem doch das Wasser durch die Augen!“

Die Ehrenjury bestand aus Professor Thomas Pfeiffer (Prorektor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) und Vertretern unserer Sponsoren, ohne die auch diese Show-Debatte nicht möglich gewesen wäre: Frau Dr. Saskia Ziegelmaier (Unternehmenskommunikation, BASF SE), Herrn Wolfgang Berger (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg) und Herrn Stefan Landmann (Dresdner Bank Heidelberg). Nach kurzer Diskussion (Inhalt vs. Präsentation, wir kennen das…) entschieden sie, besonders durch ihre starke Wirkung auf das Publikum habe die Opposition diese Debatte für sich entschieden. Herzlichen Glückwunsch an Marcus, Lukas und Marcel!

Mal wieder volle Hütte! Rund 350 Zuschauer besuchten die Schow-Debatte.

Das Publikum wählte mit 40 Stimmen Vorsprung Jan vom DCH zum besten Einzelredner des Abends. Dito!

Nach der Debatte der zweite Höhepunkt des Abends: Für die Unterstützung während seines Rektorats erhielt Professor Hommelhoff die Ehrenmitgliedschaft im DCH. Und nein, kein Fernsehpreis, er lehnte diese Auszeichnung NICHT ab.

Buchpreise der LpB für die Sieger und guter Pfälzer Wein für alle Gäste beendeten die Veranstaltung, bevor wir traditionell in der Heidelberger Altstadt-Kneipe „Pepper’s“ bei Nachos, Pils und lecker Daiquiris den Abend ausklingen ließen.

Wir danken allen Gästen aus Halle, Mainz (inkl. mitgereistem Fanclub!) und St. Gallen, es war mal wieder wirklich „meisterhaft“!

Bis zum nächsten Jahr,

Daniel Sommer

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