Warum die Turnierequity gegeneinander clashen sollte

Datum: 29. Mai 2024
Redakteur:
Kategorie: Mittwochs-Feature

Im heutigen Mittwochsfeature pitcht Hannah einen einfach umzusetzenden Vorschlag, der Turniere noch ein Stück besser machen könnte.

Die Autorin des Artikels: Hannah Bilgenroth

Seit einiger Zeit (spätestens seit 2016, vorher schon vereinzelt), gibt es auf Turnieren Vertrauenspersonen, die sogenannte Equity. Zu Beginn eines Turniers weisen sie auf gewünschte Verhaltensweisen hin. Sie betonen dabei besonders, dass sich alle Teilnehmenden wohl fühlen sollen und wie das gelingt. Wenn sich Menschen auf Turnieren, sei es in einer Debatte oder bspw. während eines Socials, doch einmal unwohl fühlen sollten, sind sie Ansprechpersonen. Sie behandeln Anliegen streng vertraulich und suchen ggf. mit der betroffenen Person zusammen nach Lösungen. So weit so gut.

Es kommt immer wieder vor, dass im Eifer des Gefechts, häufig aufgrund von Unerfahrenheit, in einer Debatte verletzende oder diskriminierende Aussagen getätigt werden. Auch in einem solchen Fall ist die Equity für die betroffenen Personen da. Nun ist es aber ebenfalls immer wieder der Fall, dass die Equity in einem Debattenraum sitzt. Häufig juriert eine von ihnen, während die andere auf der redenden Seite aktiv ist.

Wenn jetzt beide Szenarien zusammen auftreten, dies war erst kürzlich der Fall, besteht das Problem, dass keine unbeteiligte Person von außen hinzugezogen werden kann. Bei der Lösung des Konflikts kann es nun zu Problemen kommen, da die Neutralität der Equity eingeschränkt ist. Schließlich nehmen beide Equitypersonen die Situation aus erster Hand wahr und bilden sich dabei sofort einen eigenen Standpunkt. Daraufhin kann in manchen Situationen nicht angemessen auf andere Betroffene, die gerade eine Person zum reden oder Konfliktlösen brauchen, eingegangen werden. Klar, in den meisten Fällen lassen sich diese Situationen nichtsdestotrotz irgendwie entschärfen. Die Equity kann ihrem eigentlichen Job auf dem Turnier in diesem Moment jedoch nicht in dem Maße gerecht werden, wie sie es eigentlich gerne würde.

Daher ein einfach umzusetzender und in Extremsituationen wertvoller Vorschlag: Liebes Tabteam, lieber CA-Raum, lasst die beiden Equitymenschen einfach automatisch clashen, sobald diese feststehen. So kann in jeder Debatte eine unbeteiligte und neutrale Person zu Rate gezogen werden, die umvoreingenommen auf eine Sache blicken kann und damit häufig hilfreich sein kann. Die nicht direkt betroffene Equity kann sich einen Hergang schildern lassen, ohne automatisch den eigenen Standpunkt abzugleichen und damit ein für Betroffene besseres Verständnis zeigen. Weil auch das eine zentrale Aufgabe der Equity ist und der Vorschlag Debatten im Falle des Falls für viele angenehmer machen kann, ein Klick mit positiver Wirkung.

hb.

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