Saarbrücken gewinnt die Hannah-Arendt-Debatten 2026
Am vergangenen Wochenende, dem 11.07.2026, gewannen Moritz Mander und Lennart Lokstein aus Saarbrücken als Team Indiana Mo und der Dinosaarier die zweite Edition der Hannah-Arendt-Debatten in Marburg.

Das Siegerteam und Preisträger*in des Jurierpreises (Moritz Mander, Joe Posner und Lennart Lokstein; v.l.n.r.) Foto: Simon Lucas
Aufgrund der kleinen Größe des Turniers wurden die vier Vorrunden im Round Robin System ermittelt. In diesem System belegte jedes Team im Laufe der vier Vorrunden jede Position ein Mal und traf mindestens ein Mal auf alle anderen Teams. Aufgrund des besonderen Formates gab es kein Finale und somit weder einen Team- noch einen Jurierendenbreak. Das Siegerteam wurde durch die Position als Top of the Tab ermittelt. Außerdem erhielt Joe Posner die Auszeichnung für besondere Jurierleistungen. Wie auch im Jahr 2024 gab es für die Sieger*innen einen Blumentopf samt Pflanze (im Jahr 2026 eine Aloe) als lebenden Pokal zu gewinnen.
Das Turnier wurde vom Hannah Arendt Debattierclub Marburg e.V. ausgerichtet und von Simon Lucas und Kerstin Ohler cheforganisiert. Lisa Hauke und Ihsan Külcür bildeten die Equity. Die Chefjury, die sich auch um das Tab kümmerte, bestand aus Anne Uder, Sven Bake und Viet Hung Nguyen.
Nach vier Vorrunden erreichten folgende Teams die Top 4:
- Indiana Mo und der Dinosaarier (Moritz Mander, Lennart Lokstein – Saarbrücken) – 10 Pkt., 611 Speaks
- Pink Nails (Kerstin Ohler, Simon Lucas – Hannah Arendt Debattierclub Marburg) – 9 Pkt., 604 Speaks
- The Last Wordbenders (Laura Schödel, Timo Pfeiffer – Hannah Arendt Debattierclub Marburg) – 7 Pkt., 595 Speaks
- Midnight Parliament (Lin Winzer, Kathrin Mailänder – Saarbrücken) – 6 Pkt., 592 Speaks
Top 10 der besten Redner*innen (durchschnittliche Speaks):
1. Lennart Lokstein (⌀ 77.00 P.)
2. Kerstin Ohler (⌀ 76.00 P.)
3. Moritz Mander (⌀ 75.75 P.)
4. = Simon Lucas (⌀ 75.00 P.)
4. = Lin Winzer (⌀ 75.00 P.)
6. = Laura Schödel (⌀ 74.50 P.)
6. = Lisa Hauke (⌀ 74.50 P.)
8. = Ihsan Külcür (⌀ 74.25 P.)
8. = Timo Pfeiffer (⌀ 74.25 P.)
10. Anjo Neubacher (⌀ 74.00 P.)
Themen:
VR 1: Factsheet: Im Sinne dieser Debatte bedeutet eine strikte Trennung von Amt und Mandat, dass Politiker*innen kein hohes parteipolitisches Amt in ihrer Partei (z.B. Parteivorsitzende, Generalsekretär*in) ausüben dürfen, während sie ein Mandat innerhalb einer Regierung (z.B. Minister*in oder Bundeskanzler*in) bekleiden. Dies gilt auf Bundes- und Landesebene.
DHG demokratische Parteien in Deutschland sollten eine strikte Trennung von Amt und Mandat einführen.
VR 2: Factsheet: Als liberale Wohlfahrtsstaaten werden Systeme bezeichnet, in denen staatliche Unterstützung für Kinderbetreuung geleistet wird, indem marktförmige Dienstleistungen unterstützt werden. Eine Familie könnte also z.B. Geld bekommen, um ihre Kinder in einem privaten Kindergarten anzumelden. Diese Subvention ist gewöhnlich an Bedürftigkeit geknüpft.
In konservativen Wohlfahrtsstaaten dagegen wird die Kinderfürsorge unterstützt, indem der Staat Anreize für die Arbeitsteilung innerhalb der Familien setzt und die Betreuung der eigenen Kinder finanziell unterstützt (z.B. durch Kindergeld oder Elterngeld).DH bevorzugt Familienpolitik nach einem konservativen Wohlfahrtsstaatmodell anstatt nach einem liberalen Wohlfahrtsstaatmodell.
VR3: Factsheet: Die Legislative der Studierendenvertretung einer Universität kann entweder ein Studentischer Rat oder ein Studentisches Parlament sein.
In einem Studentischen Rat (StuRa) werden die Mitglieder zur einen Hälfte von Fachschaften/ Fachräten entsandt, während die andere Hälfte über (politische) Listen gewählt wird.
In einem Studentischen Parlament (StuPa) werden alle Mitglieder über (politische) Listen gewählt.
Aufgaben der Legislative:
· Sie beschließen den Haushalt der verfassten Studierendenschaft.
· Sie wählen den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der die Studierendenschaft gegenüber z.B. der Universität, Verkehrsbetrieben und der Öffentlichkeit vertritt, sowie Events und Hilfsangebote für Studierende organisiert.
· Sie setzen die Prioritäten für die Arbeit des AStAs per Beschluss fest.DH bevorzugt StuRa-Modelle gegenüber StuPa-Modellen.
VR4: DH bevorzugt eine Welt ohne Atomwaffen.
vhn./lj.