Und Bonn hat doch ein Dreigestirn: Trainingswochenende dreier Debattierclubs in der Bundesstadt

Datum: 8. Februar 2010
Redakteur:
Kategorie: Neues aus den Clubs, Themen

Jahrhundertelang dachte man, Bonn habe kein Dreigestirn. Doch seit dem vergangenen Wochenende wissen wir: Bonn hat mehr als ein Dreigestirn zu bieten. Da waren zum einen: Drei Debattierclubs! Und dann: Drei Trainer! Und dann: Leider nur zwei Tage, die aber lehrreich waren für drei. Spaß für drei hatte natürlich auch jeder einzelne der Teilnehmer! Was war da los?

Fast dreißig Debattanten und Debattantinnen aus dem Debattierclub Bonn, dem Debattierclub Aachen und dem Debattierclub Goethes Faust Frankfurt am Main (DCGF) waren am Samstagvormittag in Bonn zusammengekommen, um nur eine Woche vor Karneval ein „Trainingswochenende Debattieren“ in der Hochburg der Frohnaturen zu verbringen. Das Wochenende stand unter der souveränen Leitung von Gudrun Lux, Tim Richter und Lea Weitekamp vom DC Bonn, die den Teilnehmern Einblick in ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz gewährten.

Nach einer knappen Einführung in die Grundlagen des Debattierens in OPD und BPS gab es am Samstag Trainingsmodule zu Auftreten und Sprachkraft, Teamplay und Vorbereitungszeit, Extension sowie Antrag und Antragskritik. Eine Mischung aus Schulungsvorträgen und praktischen Übungen zu den einzelnen Modulen in Kleingruppen machte den Samstag zu einem lehrreichen und unterhaltsamen Arbeitstag. Zwischendurch gab es eine Übungsdebatte mit gemischt-clubunalen Teams zum Thema „Sollen bundesweit Schuluniformen eingeführt werden?“, anhand derer die erarbeiteten Inhalte und Methoden erprobt und noch einmal ganz besonders geschult wurden.

Der erste Tag des Workshops endete ob der präzisen und unermüdlichen Erklärungen seitens Gudrun, Lea und Tim sehr ergiebig und entspannt in einminütigen Stehgreifreden, zu denen jeder Debattant noch einmal nach vorne durfte. Im Brauhaus „Bönnsch“ klang der Abend schließlich bei Bönnsch-Bier, echt rheinischem Essen und lockerer Atmosphäre aus.

Am Sonntag folgten dann Trainingsmodule zur Schlussrede sowie zum Argumentaufbau. Letzteres wurde sehr detailliert bearbeitet, was die Teilnehmenden durchweg als positiv empfanden. Zuletzt folgte der Höhepunkt des Trainingscamps: Eine OPD-Debatte zum Thema „Soll aktive Sterbehilfe erlaubt werden?“ Auf der Regierungsseite debattierte ein „All Stars“-Team mit je einem Redner oder einer Rednerin aus jedem der drei Clubs: Benedikt Flöter vom DC Bonn eröffnete, an seiner Seite debattierten Marion Seiche vom DCGF und Anna Weihrauch vom DC Aachen. Die Seminarleitung – Tim, Gudrun und Lea – hatte dem Drängen der Teilnehmer nachgegeben und stellte selbst die Opposition. Die freien Redner wurden ebenfalls so ausgewählt, dass je einer aus dem Aachener, dem Frankfurter und dem Bonner Club kam. Neben Hauptjuror Willy Witthaut vom DCGF jurierten fast alle nun nicht an der Debatte aktiv teilnehmenden Debattanten, so dass viele auch gleich eine kleine Einführung in das Jurieren bekamen. Nicht ganz überraschend gewann die Opposition die Debatte…

Bei der Abschlussrunde wurden die letzten Fragen beantwortet, noch ein paar Tipps gegeben und Lea, Gudrun und Tim wurden mit australischem Rotwein bedacht – als Dank und als großes Lob! Verbliebene Pizzastücke vom Mittagessen stärkten die erschöpften Redner schließlich auf ihren Heimreisen Jetzt feiern die Debattanten aus Aachen, Bonn und auch die aus Frankfurt Karneval – und freuen sich schon, dass sie sich zumindest zum Teil beim Jurierseminar in Wiesbaden vom 19. bis zum 21. Februar wiedertreffen werden.

Text: Marion Seiche, DCGF / glx

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1 Kommentare zu “Und Bonn hat doch ein Dreigestirn: Trainingswochenende dreier Debattierclubs in der Bundesstadt”

  1. polypepper sagt:

    ja, das war ein feines wochenende, auch wenn ich nur einen tag dabei sein konnte!

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