Potsdam/Wien gewinnt Queer Punk 2026
Am 15. und 16. August fand das Queer Punk in Potsdam statt, ein Thementurnier, das sich sowohl an queere Menschen, als auch an Allies richtet. Nach vier Vorrunden konnte sich im Finale ein Team aus Potsdam/Wien durchsetzen.
Im Finale redeten die Teams Die Unterscheidbaren (Adrian Buchwald, Lennart Ronge) aus Potsdam in der Eröffnenden Regierung, Counting Gangviolence (Quentin Fleygnac, Jonathan Krapp) aus Potsdam/Aachen in der Eröffnenden Opposition, Riff ’n Raff (Juliette Scheuing, Erik Albrecht) aus Potsdam in der Schließenden Regierung und trust, banger name (Henri Polak, Inga Peters) aus Potsdam/Wien in der Schließenden Opposition. In der Debatte zum Thema „Es ist der 26.6.1994, Dieses Haus glaubt, dass Transaktivist*innen die Gedenkparade boykottieren sollten, anstatt sich daran zu beteiligen“ konnte sich die Schließende Opposition durchsetzen. Das Finale wurde juriert von Nele Roggenbuck im Chair, zusammen mit Julia Rühringer und Anna Röhm.

Die Sieger*innen des Turniers. v.l.n.r.: Henri Polak, Inga Peters.
Das Turnier wurde von Wortgefechte Potsdam ausgerichtet und von Helix Timm und Erik Albrecht hauptorganisiert. Die Chefjury bestand aus Julia Rühringer, Nele Roggenbuck und in Abwesenheit Lars Froitzheim. Es tabbte Helix Timm.
Der Preis für die beste Nachwuchsjurierleistung ging an Anna Röhm.
Das queere Pubquiz beim Samstagssocial wurde vom Team Riff ’n Raff (Juliette Scheuing, Erik Albrecht) gewonnen.
Jurierendenbreak:
Anna Röhm, Julia Rühringer, Nele Roggenbuck, Prakhar Sharma
Teambreak:
- Counting Gangviolence (Quentin Fleygnac, Jonathan Krapp), 10 Teampunkte, 613 Speaks
- Riff ’n Raff (Juliette Scheuing, Erik Albrecht), 9 Teampunkte, 605 Speaks
- trust, banger name (Henri Polak, Inga Peters), 8 Teampunkte, 617 Speaks
- Schachteam (Lara Schwarze, Florian Hennig), 7 Teampunkte, 593 Speaks [vom Break zurückgetreten]
- qualitatives quasseln und quantitatives queerulieren (Leo Forster, Joe Posner), 5 Teampunkte, 601 Speaks [vom Break zurückgetreten]
- Die Unterscheidbaren (Adrian Buchwald, Lennart Ronge), 5 Teampunkte, 590 Speaks
Redner:innen Top 5:
- Jonathan Krapp, 78,75
- Juliette Scheuing, 77,75
- Inga Peters, 77,50
- Henri Polak, 76,75
- Joe Posner, 76,50
Die Themen des Turniers im Überblick:
Runde 1: Dieses Haus würde die kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren.
Runde 2: Dieses Haus würde europäische Entwicklungshilfe an Fortschritte bei LGBTQIA+-Rechten knüpfen.
Runde 3: Dieses Haus glaubt, Pride-Paraden sollten ihren Fokus primär auf politischen Protest statt auf Feierlichkeiten legen.
Runde 4: Dieses Haus Bereut das Narrativ des Coming outs.
Finale: Factsheet: Am 28.6.1969 kommt es nach polizeilichen Übergriffen im Stonewall Inn zu Ausschreitungen und Protesten. Transfrauen, Drag Queens und gender-nonkonforme Menschen stehen dabei in der ersten Reihe. In den folgenden Jahren wurden unter anderem Transpersonen teils von der eigenen Community diskriminiert und ausgegrenzt. Beispielsweise beim Michigan Womyn’s Music Festival, einem der wichtigsten kulturellen Events der lesbischen Community, welches 1991 Transfrauen den Zutritt verbietet.
Am 26.6.1994 wird zum 25. Jubiläum der Stonewall-Aufstände eine Gedenkparade in New York organisiert. Die Organisator*innen weigern sich das Wort „Transgender“ in die offizielle Charta aufzunehmen und legen Transaktivist*innen nahe, am Ende des Zuges mitzulaufen.
Es ist der 26.6.1994, Dieses Haus glaubt, dass Transaktivist*innen die Gedenkparade boykottieren sollten, anstatt sich daran zu beteiligen.
ip./lj.