Potsdamer Minions überzeugen mit Wortgefechtetalent auf dem Cup der 4ngst in Marburg 2026

Datum: 6. November 2026
Redakteur:
Kategorie: Turniere
Gruseliger Geist Gustav beweist wie gruftig-gut der Hannah Arendt Debattierclub dekoriert hat.  ©Josephine Matz

Gruseliger Geist Gustav beweist wie gruftig-gut der Hannah Arendt Debattierclub dekoriert hat.  ©Josephine Matz

Einmal mehr wuselten Debattierende aus dem gesamten DACH-Verband an einem stürmischen, kalten und vergrauten Herbstwochenende (es wird gemunkelt, dass es sich hierbei genauer um den 24. und 25. Oktober im Jahre 2026 nach Christi gehandelt haben soll) in Marburg ein.

Sieger*innen des „Cups der 4ngst“ aus Potsdam; v.l.n.r. Laura Fechner, Ulrich Wiebe, Sophie Santer  ©Quentin Fleygnac

Sieger*innen des „Cups der 4ngst“ aus Potsdam; v.l.n.r. Laura Fechner, Ulrich Wiebe, Sophie Santer  ©Quentin Fleygnac

Es ging darum, sich gegenseitig das Schauern und Erschrecken zu lehren und so verlangte der diesjährige Cup machthungrig wie eh und je nach frischem Blut als Pro-Am-Turnier.

Die Kulmination dieser Spukschau bestand dann aus einem gespenstischen Finale, bei dem sich Wortgefechte Potsdam als unscheinbar wirkende Minions verkleidet mit dem Teamnamen Ad Hominion (Sophie Santer, Laura Fechner, Ulrich Wiebe) in der Regierung gegen das Team Die Banalität des Bösen in der Opposition bestehend aus Alicia Vogel, Aaron Winter und Mona Mezhoud aus München durchsetzte.

Fraktionsfreie Reden wurden gehalten von Johannes Grell (HADC Marburg), Magnus Kliebisch (DC Goethes Faust) und Timo Pfeiffer (HADC Marburg). Über das Schicksal dieses Finales entschieden Samanta Martinewski, Theresa Uhlig und Florian Ruegenberg als Präsident, sowie Lennart Lokstein im Chair. Für die beste Finalrede wurde Ulrich Wiebe auserwählt.

Dieses Turnier wurde hauptorganisiert durch die Bewohner*innen der Gruft des Hannah Arendt Debattierclubs Marburg Simon Lucas, Kerstin Ohler, Laura Schödel, Timo Pfeiffer und Emily Dills. Die Themen für das Turnier brauten Samanta Martinewski und Dario Werner in ihrem kuriosen Hexenkessel als Chefjury zusammen. Als teuflischer Tabmaster fungierte Robin Bender.

Gesandte einer geheimen Gesellschaft aus Mannheim; nach eigener Aussage sind hier angeblich v.l.n.r. Erik Sinnhöfer, Bjarne fucking Lassek, Artur Rau. ©Josephine Matz

Gesandte einer geheimen Gesellschaft aus Mannheim; nach eigener Aussage sind hier angeblich v.l.n.r. Erik Sinnhöfer, Bjarne fucking Lassek, Artur Rau. ©Josephine Matz

 

Satanist*innen aus Saarbrücken. ©Josephine Matz

Satanist*innen aus Saarbrücken. ©Josephine Matz

 

Die Mainzer ProAms Family🤌; v.l.n.r. Florian Ruegenberg, Ronja Schneider, Sven Malina, Fatmasude Gedik. ©Josephine Matz

Die Mainzer ProAms Family🤌; v.l.n.r. Florian Ruegenberg, Ronja Schneider, Sven Malina, Fatmasude Gedik. ©Josephine Matz

 

Jurierendenbreak: 

Dario Werner (CA), Florian Ruegenberg, Lennart Lockstein, Marius Scherer, Samanta Martinewski (CA), Theresa Uhlig


Teambreak (Teampunkte nach drei Vorrunden):

  1. „Ad Hominion“ – Sophie Santer, Laura Fechner, Ulrich Wiebe (611.67 Pkt.)
  2. „Die Banalität des Bösen“ – Alicia Vogel, Aaron Winter, Mona Mezhoud (586.83 Pkt.)

 

EinzelrednerInnen Top 10 (Punkte im Durchschnitt):

  1. Magnus Kliebisch (51,17 Pkt.)
  2. Ronja Schneider (50,72 Pkt., zurückgetreten)
  3. Ulrich Wiebe (50,50 Pkt.)
  4. Josephine Matz (49,50 Pkt., zurückgetreten)
  5. Mona Mezhoud (49,22 Pkt.)
  6. Sven Malina (48,11 Pkt., zurückgetreten)
  7. Alicia Vogel (48,06 Pkt.)
  8. Erik Sinnhöfer(46,67 Pkt. zurückgetreten)
  9. Timo Pfeiffer (45,94 Pkt.)
  10. Laura Fechner (45,89 Pkt.)

Kurze Anmerkung zum FFR Break: Die dritte FFR wurde durch Losung entschieden, da Johannes Grell und Artur Rau (DC Mannheim) die gleiche Durchschnittpunktzahl – und somit einen Tabplatz – teilten.

 

Themen des Turniers:

VR1: Factsheet: Werwolf wird man, wenn man von ein Elternteil Werwolf ist oder man einen Werwolfbiss überlebt (99.9% Mortalitätsrate). Während des Vollmondes verwandeln sie sich in einer äußerst schmerzhaften Verwandlung zu Wölfen. In diesem Zustand werden sie von einem Zwang Menschen und Tiere zu jagen beherrscht. Jagen mehrere Werwölfe zusammen bildet sich zwischen ihnen ein enges Gemeinschaftsgefühl. Aufgrund der Gefahr, die sie währenddessen für Menschen darstellen, reisen die Werwölfe für Verwandlung auf verlassende Inseln. Außerhalb des Vollmondes sind sie ungefährlich. Die restliche Gesellschaft hat große Angst vor und Vorurteile gegenüber Werwölfen. Sie werden systematisch diskriminiert. Verletzt ein Werwolf einen Menschen wird er vom Staat gejagt und exekutiert. Ein neuer Trank, der während der Schwangerschaft genommen werden muss, verhindert, dass das Kind ein Werwolf wird.

Sollten wir als angehende Werwolfseltern unser Kind als Mensch zur Welt bringen?

VR2: Factsheet: Unter Friedhofszwang wird (in Deutschland) eine Vorschrift verstanden, die es verbietet, die physischen Reste eines toten Menschen (also den Sarg mit der Leiche oder die Urne mit der Asche) an einem anderen Ort als auf einem zu diesem Zwecke gewidmeten Ort, dem Friedhof oder Friedwald, aufzubewahren. Ausgenommen davon ist die Seebestattung (Verstreuen der Asche auf offenem Salzgewässer und „rauem Grund“ (Gebiete, in denen weder gefischt, noch Wassersport betrieben wird)).

Sollte der Friedhofszwang abgeschafft werden?

VR3: Factsheet: Der König von Attica, einer antiken, griechischen Stadt ist verstorben. Er hat der Stadt keinen Nachfolger hinterlassen. Die Bewohner von Attica wählen nun aus ihrer Mitte einen neuen König. Zwei Hexen treten hervor und machen der Stadt jeweils ein Angebot. Rowena verspricht eine unüberwindbare Stadtmauer, die jedem Angriff standhalten würde. Aradia verspricht eine magische Streuobstwiese, die die Stadt selbst im Winter mit ausreichend Nahrung versorgt.

Sollten die Bewohner von Attica Aradia anstatt Rowena zur Königin wählen?

Finale: Factsheet: Nach deinem frühzeitigen Tod mit 21 wird dir von „Todd“ das Angebot unterbreitet als Geist in dieser Welt zu bleiben. Als Geist kannst du dich frei bewegen, durch Wände gehen, fliegen und Reize der echten Welt (Hitze, Kälte, Gerüche, Geräusche) (keine Haptik und Geschmäcker) wahrnehmen. Physische Interaktion sowie Kommunikation bleibt dir verwehrt. Andere Geister gibt es nicht. Du bist ein stiller Beobachter. Bleibst du zurück ist dir der Weg in den Tod für immer verwehrt. Alternativ kannst du wahrlich sterben und diese Welt verlassen.

Sollten wir Todds Angebot annehmen anstatt diese Welt endgültig zu verlassen?

jm/lj.

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