WUDC 2011: Nachlese 2

Datum: 5. Januar 2011
Redakteur:
Kategorie: Menschen, Turniere

Weltweit wird über die World Universities Debating Championships (WUDC oder Worlds) berichtet: In Israel ist man stolz auf den ESL-Weltmeistertitel, in den Niederlanden freut sich der Debattierverband über das Abschneiden der niederländischen Debattierer und der Tagesspiegel schreibt über die Berlin Debating Union und über die Worlds 2013 in der deutschen Hauptstadt. Auch Potsdamer Studenten werden porträtiert und der Cheforganisator der Worlds kommt zu Wort.

Die israelische Presse überschlägt sich mit Berichten über die neuen ESL-Weltmeister Michael Shapira and Meir Yarom. So schreibt die Jerusalem Post in ihrer Onlineausgabe, dass mehr als 300 Teams etwa 150 Hochschulen aus rund 50 Ländern bei den Worlds in Botswana vertreten haben. Der Bericht stellt den Erfolg der Debattierer aus Haifa heraus, die beständige Erfolge im In- und Ausland vorweisen können, darunter auch bei den Euros.

Bei Arutz Sheva ist man stolz, dass Michael und Meir auch Muttersprachlerteams hinter sich gelassen haben:

“Yarom and Shapiro competed in the ESL category, although they defeated native English-speaking teams as well on their way to the top.”

Haaretz erklärt, dass der ESL-Weltmeistertitel für die Israelis das Ergebnis einer “split decision“ war – acht von neun Juroren stimmten für Haifa A als Sieger der Finaldebatte. Außerdem habe Israel zum zweiten mal in Folge den ESL-Titel geholt:

“This is the second consecutive year that Israel has won the title of ESL Champions, after Tel Aviv University students Yoni Cohen Idov and Uri Merhav scored the title at the World Championships in Turkey in 2010.”

Auch in den Niederlanden stellt man gerne den Erfolg der niederländischen Debattierer heraus – De Nederlandse Debatbond, der niederländische Debattierdachverband, berichtet auf seiner Internetseite über das Debattieren in den Niederlanden und bisherige Erfolge bei den Weltmeisterschaften:

“Debattieren ist international seit Jahren beliebt und auch die Niederlande sind auf Turnieren sehr gut vertreten. So haben Niederländer bereits zweimal die Weltmeisterschaft in der Kategorie ‘English as a Second Language‘ (ESL) gewonnen, 2006 und 2008, und auch den Titel des Europameisters schon einige Male errungen. [Rob] Honig und [Ali] al Khatib haben den ganzen Monat trainiert und gewannen diese Saison das prestigeträchtige Cambridge IV und das Cork IV. Es ist nicht das erste Mal, dass sie in einem Worlds-Finale stehen, das war auch im Vorjahr schon so. 2009 und 2010 standen die Niederlande ebenfalls im Finale der Weltmeisterschaften. Das macht die Niederländer zu den erfolgreichsten ESL-Debattierern.“

Bei The Christian Science Monitor findet man, der wahre Sieger der Worlds in Botsuana sei der Gastgeber selbst:

“This year’s event, Botswana Worlds, was a far cry from the luxury of last year’s contest held at a Turkish resort on the Mediterranean. Yet, despite organizational and logistical missteps by first-time organizers, debaters from Western and developing countries alike agree that Botswana hosting the elite competition is an African victory.

It was the first time in its 31-year history that a historically black African university hosted the annual event that draws more than 1,000 debaters. The debating championship has come to Africa twice before at Stellenbosch University, a mostly Afrikaans institution outside Cape Town, South Africa, “in extremely privileged circumstances in almost all white situations,” says Alfred Snider, a longtime University of Vermont debate director who supported the Botswana bid.”

Auch in Berlin und Brandenburg gibt es Anlass, über das Debattieren zu berichten. Der Tagesspiegel schreibt über die Berlin Debating Union:

“Die reden, wenn andere bolzen. Spielball und -bein sind hier Stift und Stimme. Debattieren liegt im Trend und jetzt holte die Debating Union sogar die nächste Weltmeisterschaft zum Jahreswechsel 2012/2013 nach Berlin.“

Die Märkische Allgemeine schreibt über zwei Potsdamer Studenten, die bei den Worlds als Team Berlin B angetreten sind:

Florian Umscheid studiert Management und Kommunikation an der Potsdam Business School, Dessislava Kirova Amerikanistik an der Universität Potsdam. Eigentlich haben sie gerade Semesterferien – während viele ihrer Kommilitonen über den Jahreswechsel Ruhe haben wollen, suchen die beiden Streit. Sie finden ihn in Gaborone, der Hauptstadt Botswanas, eine Flugstunde von Johannesburg entfernt. Hier treffen sich in diesem Jahr rund 900 Studenten unter anderem aus China, Ruanda und den USA bei der Weltmeisterschaft im Hochschuldebattieren.“

Alfred Snider hat auf seinem Global Debate Blog die Begrüßungsrede von Justice Mothlabani, Cheforganisator der Worlds in Gaborone, online gestellt. Er sehe die Ausrichtung der Weltmeisterschaft in seinem Heimatland als Chance, das kleine Land kennen zu lernen und neue Freundschaften zu schließen, heißt es da. Justice nimmt dabei Bezug auf den Slogan der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006: A time to make friends – Die Welt zu Gast bei Freunden. Er betont:

“This event has always been about Africa, it is about developing nations and spreading debate to new regions and frontiers of the world, it is about new people and new communities experiencing debating, experiencing worlds. Today we have added new faces to the world debating community. For the first time ever in the 31 years history of this event, we have participants from 10 African countries, a record new entrance.”

Die World Universities Debating Championships (WUDC) werden seit 1981 jährlich um den Jahreswechsel ausgetragen, seit 1996 immer im British Parliamentary Style. Vom 27. Dezember 2010 bis 4. Januar 2011 war die Debattierwelt nun schon zum dritten Mal Gast in Afrika, diesmal an der “University of Botswana” in Gaborone. Die Turniersprache ist Englisch. Es gibt drei Sprachkategorien: “Main” (vor allem Muttersprachler), “ESL” (English as a Secound Language, für Leute mit hauptsächlich englischsprachigem Unterricht oder Aufenthalten in englischsprachigen Ländern) und “EFL” (English as a Foreign Language, für Leute, deren Sprachkenntnisse nur auf Schulunterricht basieren).

apf / glx

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