Würzburg/Rederei gewinnen die Karlsdebatten 2026 in Karlsruhe
Am 20. und 21. Juni fanden Karlsdebatten in Karlsruhe statt. Der Sieg wurde von einem Mixedteam der Rederei und Würzburg errungen.

Die Sieger:innen und der Gewinner der besten Finalrede der Karlsdebatten 2026 (v.l.n.r. Lisa Hauke, Sven Bake, Arvid Baier) ©Evgeni Kiselev
Im Finale konnte sich „NanuNanuNanu, Warum tut ihr sowas?“ (Sven Bake, Lisa Hauke – Würzburg/Rederei) in der Eröffnenden Regierung zum Thema „Dieses Haus bevorzugt eine Welt, in der Individuen die Suche nach objektivem Sinn gegenüber der Schaffung subjektiver Bedeutung priorisieren.“ durchsetzen. Das Finale komplettierten „Sei ruhig Karl, Monnem spricht“ (Sven M., Erik Georg Sinnhöfer – Mannheim) in der Eröffnenden Opposition, „Wherever horse go“ (Arvid Baier, Evgeni Kiselev – Rederei) in der Schließenden Regierung und „Erbfeinde auf Flugreisen“ (Lars Froitzheim, Quentin Fleygnac – Potsdam) in der Schließenden Opposition. Das Finale wurde von Paula Breyer (Wien) im Chair, zusammen mit Fenna Reus (Hannover), Joey Budnick (Aachen), Manuel Englert (Berlin) und Viet Hung Nguyen (Hannover) juriert. Die beste Rede im Finale hielt nach Publikumsentscheid Arvid Baier.
Das Turnier wurde von Bjarne Lassek und Max Kubis organisiert. Für die Themen sowie den sportlichen Teil war eine Chefjury, bestehend aus Annika Hanraths, Manuel Englert und Takeshi Himeno, verantwortlich. Unterstützt wurden sie dabei von Bedinur Dag, die für den Tab zuständig war. Die Equity übernahmen Paula Breyer und Jonathan Krapp.
Ein Jurierpreis wurde an Inga Peters vergeben, ein Nachwuchsjurierpreis an Nasma Idderhem.
Jurierendenbreak:
Annika Hanraths, Fenna Reus, Inga Peters, Joey Budnick, Manuel Englert, Nasma Idderhem, Paula Breyer, Takeshi Himeno, Viet Hung Nguyen
Teambreak (nach 4 Vorrunden):
- NanuNanuNanu, Warum tut ihr sowas? (Sven Bake, Lisa Hauke), 12 Teampunkte, 636 Speaks
- Erbfeinde auf Flugreisen (Lars Froitzheim, Quentin Fleygnac), 10 Teampunkte, 622 Speaks
- Wherever horse go (Arvid Baier, Evgeni Kiselev), 9 Teampunkte, 628 Speaks
- Sei ruhig Karl, Monnem spricht (Sven M., Erik Georg Sinnhöfer), 9 Teampunkte, 604 Speaks
Redner:innen Top 10:
- Sven Bake, 80,25
- Arvid Baier, 79,25
- Lisa Hauke, 78,75
- Lars Froitzheim, 78,25
- Evgeni Kiselev, 77,75
- Quentin Fleygnac, 77,25
- Vera Wesselkamp, 77,00
- Sarah Elzenbaumer, 76,75
- Karlin Tabbara, 76,50
- Henri Polak, 76,25
Die Themen des Turniers im Überblick:
VR 1: Infoslide: Kendrick Lamar ist ein mehrfach ausgezeichneter afroamerikanischer Rapper, der in Compton aufgewachsen ist und seine Herkunft häufig als prägenden Einfluss
auf sein Leben und seine Kunst beschreibt. Compton, ein Vorort von Los
Angeles, wurde insbesondere durch die West-Coast-Hip-Hop-Szene sowie soziale
Herausforderungen wie Armut und Kriminalität bekannt.Dieses Haus glaubt, dass Kendrick Lamar eine Verpflichtung hat, seinen Erfolg zu nutzen, um die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in Compton zu verbessern.
VR 2: DH bedauert, dass politische Social Media Posts zunehmend gerichtlich als unzulässige Meinungsäußerungen verfolgt werden.
VR 3: Infoslide: Der Sudan befindet sich seit April 2023 im Bürgerkrieg zwischen der Sudanesischen Armee (SAF) und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Beide Seiten werden von Menschenrechtsorganisationen beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben — die schwersten Vorwürfe richten sich gegen die RSF, der gezielte Massaker und ethnische Gewalt in Darfur zur Last gelegt werden, während die SAF vor allem für indiskriminierende Luftangriffe und staatliche Repression verantwortlich gemacht wird. Mutmaßlich wird die RSF durch Russland und die Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Im Rahmen dieser Debatte sind westliche Staaten, die USA, EU, Kanada und Australien.
DHG westliche Staaten sollten die SAF im Krieg in Sudan militärisch unterstützen.
VR 4: Dieses Haus glaubt, „On Demand“ Videostreaming-Plattformen (Netflix, Amazon Prime und Disney+), welche Filme und Serien anbieten, schaden mehr als sie nützen.
Finale: Infoslide: Mit „objektivem Sinn“ ist die Vorstellung gemeint, dass es einen Zweck oder eine Bedeutung gibt, die dem menschlichen Leben unabhängig von persönlichen Präferenzen oder gesellschaftlichen Konventionen zukommt. Ein solcher Sinn wäre nicht gewählt, sondern vorgefunden – und würde für alle Menschen gleichermaßen gelten.
Dieses Haus bevorzugt eine Welt, in der Individuen die Suche nach objektivem Sinn gegenüber der Schaffung subjektiver Bedeutung priorisieren.
lg/aeh.