Die Deutschsprachige Meisterschaft in Heidelberg beginnt

Datum: 25. Mai 2016
Redakteur:
Kategorie: Turniere, ZEIT DEBATTE

Es sind nur noch Stunden, bis es losgeht: Am Donnerstagnachmittag beginnt die Deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2016. Sieben Vorrunden, Viertel-, Halb- und Finale werden das beste Debattierteam der ZEIT DEBATTEN-Saison 2015/16 ermitteln. Mehr als 200 Menschen kommen zu dem Turnier, das der Debating Club Heidelberg in der Stadt am Neckar organisiert.

Die Chefjuroren Barbara Schunicht, Tobias Kube und Willy Witthaut werden das Turnier inhaltlich leiten und unter anderem die Themen der Debatten setzen. Debattiert wird im Format British Parliamentary Style (BPS). In einem Jurierleitfaden haben die Chefjuroren in Anknüpfung an den Leitfaden der DDM 2014 in Berlin einige Regelfragen geklärt. So sind Redner nicht verpflichtet, aber angehalten, mindestens eine und besser zwei Zwischenfragen dranzunehmen. „Gute“ Zwischenrufe sind zulässig. Für Rednerpunkte wird die Skala benutzt, die bereits bei der ZEIT DEBATTE Berlin Verwendung fand.

© Debating Club Heidelberg e.V.

Das Logo der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2016 © Debating Club Heidelberg e.V.

Das Turnier beginnt am Donnerstag mit dem Check-In um 15 Uhr an der SRH Hochschule, wo alle Vorrunden stattfinden werden. Die erste Runde beginnt um 17:30 Uhr. In der Jugendherberge gibt es Frühstück und Abendessen. Nur am Samstagabend wird es feiner zugehen: Beim traditionellen Galaabend der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG), der im Carl-Rottmann-Saal stattfinden wird, gibt es neben einem Dinner auch die Verleihung des Nachwuchspreises der DDG. Die Nachwuchspreisträgerin des vergangenen Jahres war Sabrina Effenberger (Interview nach der Preisverleihung).

Wetterdienste prognostizieren für das Wochenende milde Temperaturen zwischen 20-25 Grad Celsius. Ab Freitag sind Regen und Gewitter möglich. Am Donnerstagabend soll es aber trocken bleiben – das ist für alle wichtig, die der Empfehlung das Heidelberger Ausrichterteams um Cheforganisatorin Nina Bieber folgen und auf den Neckarwiesen entspannen möchten. Die Ausrichter regen alternativ eine Kneipentour durch die Untere Straße an.

Das öffentliche Finale am Sonntag wird in der Alten Universität stattfinden, einem Gebäude der Ruprecht-Karls-Universität, der ältesten Universität Deutschlands. Um 14 Uhr beginnt das Finale und dauert etwa drei Stunden. Die vier besten Teams des Turniers werden dort vor einer studentischen und einer Ehrenjury debattieren. In der Ehrenjury sitzen Prof. Dieter W. Heermann, Prorektor der Universität Heidelberg, Muhterem Aras, Präsidentin des baden-württembergischen Landtags, Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Regina Bossert, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Heidelberg sowie Norbert Lehmann, Leiter und Moderator des ZDF-Mittagsmagazins. Der Eintritt ist frei.

Teilnehmer sollten neben ihren besten Textmarkern nicht vergessen, etwas Schickes für den Galaabend sowie ein weißes T-Shirt oder Oberteil mitzubringen. Letzteres wird für eine „NEON“- Party benötigt, bei der abwaschbare Farbe „den ganzen Club ausleuchten“ soll.
Alle weiteren Infos zum Zeitplan finden sich in der Teilnehmerbroschüre des Turniers, die per E-Mail an alle Teilnehmer versandt wurde. Die wichtigen Orte sind auf einer Google-Karte eingetragen.

Für das Turnier wird es zwei Vertrauenspersonen geben: Alexander Hiller und Franziska Kriegelstein stehen allen Teilnehmern als Kontaktpersonen zur Verfügung, um etwaige Probleme zu bewältigen und Konflikte zu klären helfen. Ihre Handynummern können der Teilnehmerbroschüre entnommen werden. Für alle Nachfragen zum Turnier sind die Organisatoren unter ddm2016 [at] zeitdebatten [dot] de erreichbar.

Die Achte Minute berichtet live auf Twitter von der Meisterschaft unter dem Hashtag #DDM2016.

hug./lok.

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6 Kommentare zu “Die Deutschsprachige Meisterschaft in Heidelberg beginnt”

  1. Alex (HD) sagt:

    Wenn ich mich nicht völlig täusche, hat sich das Twitterverse auf das Hashtag #DDMHD geeinigt.

  2. Christian (MZ) sagt:

    Ganz kurz nochmal zur Skala, wie sie in Belrin verwendet wurde: Es gibt da ja mehrere Möglichkeiten, wie man die Skala benutzt. Die eine wäre, bei der Jurierung die Punkte ausschließlich danach zu vergeben, was auf der Skala steht, die dortigen abstrakten Begriffe eigenständig zu interpretieren und auszulegen und konsequentermaßen die bisherigen Maßstäbe (was ist ungefähr eine 70, 80 etc.) bzw. Eichung nicht zu beachten. Die andere Möglichkeit wäre (und so hatte ich die Chefjuroren im Vorfeld der DDM verstanden), die Punkte wie bisher zu vergeben und die „neue“ Skala dabei als Orientierungshilfe zu verwenden. Vielleicht könnte man das hier bzw. morgen nochmal in aller kürze klar stellen 🙂 Nicht dass es da zu Verwirrung kommt, denn die Unterschiede sind nach meiner Ansicht gravierend.
    Nicht das ich falsch verstanden werde, ich juriere auch gerne nach meinem Verständnis bzw. meiner Interpretation des Wortlauts der „Berliner Skala“ und vergebe dann auch mal in einem Raum nur 50-54 und einem anderen 86-90 Punkte. Weil das dann im Einzelfall meine Interpreation der Skala wäre. Das könnte und sollte dann natürlich jeder machen, würde aber zwangsläufig zu unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben mangels Eichung bzw mangels gemeinsamem Verständnis der (notwendigerweise!) abstrakten Begriffe der Skala führen und damit die Vergleichbarkeit der Bewertungen…nun ja, sehr erschweren. Aber wie gesagt: man kann das schon machen, denn eine Ausreizung der Skala finden wir ja alle gut. Es wäre nur gut zu wissen, was für das Turnierwochenende intendiert ist 🙂

  3. Witthaut sagt:

    Ich gebe zu, dass ich das Thema langsam leid bin, weil es ungefähr auf der Achten Minute nun in 30 verschiedenen Threads beantwortet wurde und zudem in zig Mails 😉 Dennoch, gerne noch einmal:

    Die Skala wird ausliegen und bietet eine Orientierungshilfe. Natürlich hat jeder aufgrund seiner Eichung der letzten Jahre ein Bauchgefühl in welchem Rahmen sich eine Punktzahl bewegt. Dieses Bauchgefühl soll abgeglichen werden der Skala. Das führt in einigen Räumen dazu, dass man sich eben doch für > 80 oder < 68 entscheidet und das ist gut so!Die Idee dahinter ist eine Systematisierung der Redner*innenpunkte. Weniger Willkür, mehr Transparenz sozusagen. Das heißt nicht, dass alle Juror*innen bisher absolut falsch juriert haben, sondern, dass sich eine Tendenz dahin bewegt hat, keine Differenzierung im Keller, sowie der Spitze zuzulassen, da zwischen einer sehr guten und einer genialen Rede wir einen Abstand von einem Speak, nämlich 80 statt 79 hatten. Das wird keinem Verständnis von Fairness, Objektivität, etc. gerecht. Und jeder Schaden, der konstruierbar wäre, dass auf einmal ungeeichte Speaks vergeben werden, ist unseres Erachtens ein faules Ei: Denn der Status Quo ist: gar keine Kriterien, lediglich der Grundsatz "80 sind ja schon krass" sowie die Meinung derer, die viel hauptjurieren ohne jemals das generell systemisch zu überdenken. Und ja, das Ergebnisse dabei rauskommen, das man einen Raum auch mal mit 160 Punkten verliert bzw. mit gerade mal 140 gewinnt, ist in der Logik von BPS drin. Ich erinnere mich persönlich an genug Debatten, wo man trotz einer "sehr sehr sehr sehr guten Leistung laut Juror*in" den vierten Platz gemacht hat und am Ende 145 Speaks bekommen hat. Das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Und ja, im Einzelfall gibt es auch mal Ausreißer nach oben oder unten – aber warum sollte es die nicht geben? Es gibt eben auch einfach mal geniale Momente 😉 Warum dann nicht genau das belohnen? Gerade auf einer DDM werden wir wahrscheinlich ein großes Spektrum in der Qualität erleben. Dieses abzubilden scheint mir sinnvoll. Zuletzt: Es gab nun einige Turniere wo genau dieses Procedere angewendet wurde (Orientierung) und ich habe das Gefühl, dass es sehr zweckmäßig war. Über andere Eindrücke – auch nach der DDM – freut sich sicher die ganze Debattierszene aber auch dann erwarte ich einen konstruktiven Gegenvorschlag und nicht nur, dass wir der Meinung der Alteingesessenen (inkl. mir) blind vertrauen.

  4. Barbara (HH) sagt:

    Ganz kurz ein Kommentar von mir zur Skala, ohne dass ich so kurzfristig mit Willy und Tobi noch mal sprechen konnte, damit es keine Verwirrungen gibt:

    Diese Skala ist nicht neu und wurde auch nicht für die ZEIT Debatte Berlin geschrieben. Sie sollte eigentlich schon immer die Punktevergabe bestimmen und war auch bereits im Leitfaden der DDM 2014 verlinkt. Die Erfahrungen auf den letzten Turnieren haben gezeigt, dass eine Orientierung an der Skala zu bewussteren Ergebnissen führt, die ggf. konkreter gerechtfertigt werden können (gerade in der Binnendifferenzierung an den Extremen der Punktevergabe), aber in der Eichung nicht massiv von den bisher vergebenen Punkten abweicht.

    Wir möchten daher alle Juroren dazu auffordern, grundsätzlich ihre bisherige Eichung zu berücksichtigen (soweit bereits eine erworben wurde), aber ihre Einschätzung kritisch an der Skala zu überprüfen und insbesondere bei besonders guten oder besonders schlechten Reden zu überlegen, ob nicht auch eine etwas höhere oder niedrigere Punktzahl nach der Skala angemessen sein könnte. Über die letzten Jahre war eine zunehmende Verengung der vergebenen Punktespanne zu beobachten; dem wollen wir entgegenwirken und daher die Skala – die eigentlich wie gesagt schon immer der Punktevergabe zugrunde liegen sollte, aber vielfach in Vergessenheit geraten ist – wieder bewusster nutzen. Juriert also alle bitte so wie bisher, insbesondere auch auf den Regios, die den Leitfaden zur Jurierung auch bereits umgesetzt haben. 🙂

  5. Barbara (HH) sagt:

    Oh, Willys Post war noch nicht da, als ich meinen Kommentar geschrieben habe 🙂 dann gibts jetzt ja sogar eine doppelte Antwort 🙂

  6. Christian (MZ) sagt:

    Danke Willy 🙂 Wie gesagt, ich verstehe und befürworte den Gedanken der Skala. Mir gings nur drum ,wie die Skala verwendet werden soll: Als Orientierungshilfe oder alsein alleiniger Maßstab (denn so hatte ich zumindest den Wortlaut auf den in Berlin ausgegebenen Bögen verstanden und so klingt es zumindest auch in diesem Artikel an, daher die kurze Nachfrage). Danke für die schnelle Klärung 🙂

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