Das war die VDCH-Mitgliederversammlung 2020

Datum: 8. September 2020
Redakteur:
Kategorie: VDCH, Veranstaltungen

Am Wochenende des 29.-30. August 2020 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) statt. Die wichtigsten Fragen klären wir in unserem Artikel.

 

1. Wer bildet den neuen Vorstand?

Das Präsidentenamt überimmt Anton Leicht aus Münster (12 Ja-Stimmen, eine Enthaltung*), der bisher als Vizerpräsident für Turnierbetreuung fungierte. Chiara Throner (Tübingen) ist neue Vizepräsidentin für Öffentlichkeitsarbeit (14 Ja-Stimmen), Anna Markus von der Rederei Heidelberg ist neue Vizepräsidentin für Turnierbetreuung (14 Ja-Stimmen). Als neuer Vizepräsident für Finanzen und Schatzmeister des Verbandes fungiert, ebenfalls aus der Rederei Heidelberg, René Geci (13 Ja-Stimmen, eine Enthaltung). Für die Ämter gab es keine weiteren Kandidaturen.

Damit scheiden Maya Heckendorf und Tove Hortmann sowie, nach zweijähriger Präsidentschaft, Lennart Lokstein aus dem Vorstand aus.

Als Kassenprüfer fungieren erneut Ferdinand Ferber (Marburg) sowie Sabine Wilke (St. Gallen), die mit 13 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gewählt wurden.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Samuel Scheuer (Tübingen) als Beirat für Internationales (14 Ja-Stimmen), der sich aus Mangel an alternativen Bewerbungen für eine weitere Amtszeit bereit erklärte.

*Bei der Präsidentenwahl war eine stimmberechtigte Person weniger anwesend als bei den anderen Wahlen

 

2. Wo finden die Campus-Debatten statt?

Da bereits im letzten Jahr die Deutschsprachige Debattiermeisterschaft nach Tübingen vergeben wurde und es bisher keine Bewerbungen für die Ausrichtung der Regionalmeisterschaften gibt, wurden auf der Mitgliederversammlung nur die Campus-Debatten-Turniere vergeben. Diese werden von der Berlin Debating Union, der Rederei Heidelberg, dem Debattierclub Hamburg und dem Debattierclub Münster ausgerichtet. Aufgrund der Corona-Situation wird es zu einem neuen (vorläufigen) Zeitplan kommen, in dem alle Turniere im Jahr 2021 stattfinden:

Februar: Campus-Debatte Berlin (BPS)
März: Campus-Debatte Heidelberg (BPS)
April: Regionalmeisterschaften – noch nicht vergeben (OPD)
Mai: Campus-Debatte Hamburg (OPD)
Juni: DDM Tübingen (OPD)
Juli: Campus-Debatte Münster (OPD)

 

3. Wie steht es um die Finanzen?

Der Haushalt für das neue Geschäftsjahr wurde mit 10 Ja-Stimmen und vier Enthaltungen verabschiedet. Wie im vergangenen Jahr ist für den Verband ein größeres Minus eingeplant, das er aus seinen Rücklagen trägt. Hauptgrund dafür ist weiterhin das Fehlen von zusätzlichen Sponsoren.

Aufgrund des bisher noch fehlenden vollständigen Finanzberichtes aus dem vergangenen Geschäftsjahr konnte der scheidende Vorstand noch nicht von der Mitgliederversammlung entlastet werden. Dies soll nachgeholt werden, sobald der Finanzbericht nachgereicht wird.

 

4. Wie groß war das Interesse?

Mäßig. Zwar nahmen – von ca. 60 aktiven Debattierclubs – knapp 25 Personen an der Veranstaltung teil. Stimmberechtigte Clubvertreter waren davon allerdings nur dreizehn Personen. Der Rest entfiel auf Gäste aus verschiedenen, häufig mehrmals vertretenen Clubs. Anders als in der Vergangenheit gab es in diesem Jahr recht wenig kontroverse Diskussionspunkte, was auch dazu führte, dass die Versammlung bereits am Samstagabend ihr Ende fand. Zudem wurde – neben der Präsenzveranstaltung in der Jugendherberge Kassel – auch eine Teilnahme über Zoom ermöglicht, was von den insgesamt knapp 25 Teilnehmenden auch überwiegend genutzt wurde.

 

5. Und sonst so?

Der Antrag zum Ausschluss der Clubs Freiberg, Essen, Bremen und Dortmund aufgrund von langjähriger und anhaltender Inaktivität wurde einstimmig angenommen. Ebenfalls angenommen wurde der Antrag, das auf der letzten MV eingeführte 15 Punkte umfassende Antragsformular wieder abzuschaffen, um die Antragsstellung zu vereinfachen (9 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen).

Etwas kontroverser wurde der Punkt „Bekenntnis zu rechtstaatlich-demokratischen Ausrichternationen“ diskutiert. Nach mehreren Wortbeiträgen, einer Neu-Formulierung des Antrags und einem Wechsel des Antragsteller wurde sich dafür entschieden, sich vorläufig nicht weiter mit dem Thema zu befassen (der entsprechende Antrag auf Nicht-Befassung erhielt 10 Ja-Stimmen bei 4 Nein-Stimmen).

 

jm.

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