Hannover gewinnt Regionalmeisterschaft Würzburg

Datum: 20. April 2021
Redakteur:
Kategorie: Campus-Debatten, Das Thema, Turniere

Die Sieger: Ruben Herrmann (o.l.), Anne Wessig (o.r.) und Btissam Boulakhrif (u.) – © Privat

Im Finale der Regionalmeisterschaft Würzburg 2021 konnte sich das Hannoveraner Team Pitzam, Rüben und der Schredder pt. II (Ruben Herrmann, Anne Wessig, Btissam Boulakhrif) gegen die Opposition K.u.K Invasion (Barbara Neuwirth, Mira Eberdorfer, Katrin Fallmann) des Debattierklubs Wien durchsetzen. Als Fraktionsfreie RednerInnen komplettierten Viet Hoang Nguyen (Frankfurt), Carl Stermann-Lücke (Coburg) und Samantha Tröstrum die Debatte zum Thema „Sollte man als Fußballnationalspieler einer europäischen Spitzenmannschaft die WM in Katar boykottieren (inkl. Infoslide)“. Das Finale wurde von Christoph Saß als Hauptjuror zusammen mit Tim Reitze und den ChefjurorInnen Angélique Herrler, Johannes Meiborg und Jan-Gunther Gosselke juriert. Gwendolyn Zeuner präsidierte.

Die beste Finalrede wurde nach Publikumsbefragung an die zweite Rednerin der Opposition, Mira Eberdorfer, vergeben. Für besondere Jurierleistungen während des Turniers wurden Christoph Saß, Marvin Grünthal, Tim Reitze und Alexander Preimesberger (Nachwuchspreis) ausgezeichnet.

Der Finalstream wurde von Sven Bake moderiert. Neben der Debatte bestand die Finalveranstaltung unter anderem aus Grußworten von Brigitte Baetz (Journalistin), Judith Jörg (Bürgermeisterin) und Judith Gerlach (Staatsministerin Digitales). Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier angesehen werden.

Teambreak:
1. Pitzam, Rüben und der Schredder pt. II (Ruben Herrmann, Anne Wessig, Btissam Boulakhrif) 962,225 P.
2. Würzburg 3 (alternativ 2+1) (Timothy Meyer, Anton Lorenzen, Samantha Tröstrum; Bonn) – 936,33 P.
3. K.u.K Invasion (Barbara Neuwirth, Mira Eberdorfer, Katrin Fallmann) – 908,08 P.
4. GarticGoethe (Lisa Sophie Grebe, Viet Hoang Nguyen, J. W.; Frankfurt) – 886,50 P.

Fraktionsfreie RednerInnen:
Leonie Modra (Bamberg), Dennis Güldenmeister (Aachen), Georg Wicke (Aachen), Felix Puster (Aachen), Johannes Klug (Würzburg) und Carl Stermann-Lücke (Coburg)

JurorInnenbreak:
Alexander Preimesberger, Angélique Herrler (CJ), Christoph Saß, Gwendolyn Zeuner, Jan-Gunther Gosselke (CJ), Johannes Meiborg (CJ), Marvin Grünthal, Tim Koglin, Tim Reitze und Victor Bervoets

RednerInnen Top 10 (Punkte im Durchschnitt):
1. Samantha Tröstrum – 54,42 P.
2. Btissam Boulakhrif – 54,21 P.
3. Viet Hoang Nguyen – 54,00 P.
4. Anne Wessig – 53,25 P.
5. Ruben Herrmann – 52,17 P.
6. Mira Eberdorfer – 51,38 P.
7. Leonie Modra – 51,23 P.
8. Anton Lorenzen – 51,08 P.
9. Dennis Güldenmeister – 50,58 P.
10. Katrin Fallmann – 50,44 P.

Die Regionalmeisterschaft Würzburg (ehemals Westdeutsche Meisterschaft) wurde vom Würzburger Debattierclub Colloquia Herbipolensia e.V. ausgerichtet. An dem Turnier nahmen 15 Teams teil. Die Cheforganisation bestand aus Sven Bake, Rebecca Hainich und Stefan Winter. Als Chefjury fungierten Jan-Gunther Gosselke, Johannes Meiborg und Angélique Herrler. Für das Tab war Till Fiedler verantwortlich.

Die Themen:

R1: Infoslide: Femvertising bezeichnet die Vermarktung von Produkten unter Einbeziehung feministischer Motive. Beispiele dafür sind: T-Shirts mit der Aufschrift „I am a feminist“ oder nach bekannten feministischen Vorbildern modellierte Barbie-Puppen.

Schadet Femvertising dem Feminismus mehr als es nutzt?

R2: Infoslide: Wissenschaftliche Publikationen sind in der Regel über das Urheberrecht geschützt, welches bei den verfassenden WissenschaftlerInnen liegt. Das bedeutet, dass diese für von ihnen erstellte Publikationen alle Entscheidungen treffen können. Dies beinhaltet insbesondere die Entscheidung und Verhandlung über Veröffentlichung, Vervielfältigung und Zugang (z.B. frei zugänglich, nur gegen Bezahlung; etwa mit Verlagen und Zeitschriften).

Sollte das Urheberrecht für von Angestellten einer Universität verfasste wissenschaftliche Publikationen automatisch bei der Universität liegen?

R3: Infoslide: Die Youtube-Miniserie „Ehrenpflegas“ ist eine vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Werbekampagne. Ziel ist laut Ministerium, Jugendliche auf den Pflegeberuf und die neue Pflegeausbildung aufmerksam zu machen. Die Folgen dauern in der Regel sechs bis sieben Minuten. Die HauptdarstellerInnen sind zum Teil bekannt geworden durch Rollen in der deutschen Netflixserie „How to sell drugs online (fast)“. [+ Video: Episode 2]

Sind staatlich organisierte Kampagnen im Stil von „Ehrenpflegas“ zur Ausbildungswerbung zu bereuen?

R4: Infoslide: „Das sogenannte Atomabkommen mit dem Iran (Joint Comprehensive Plan of Action, برنامه جامع اقدام مشترک‎) wurde 2015 zwischen dem Iran und den USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China geschlossen. Während sich der Iran zu einem schrittweisen Herunterfahren der eigenen nuklearen Aktivitiäten verpflichtete, wurden im Gegenzug die Wirtschaftssanktionen der anderen Länder aufgehoben. 2018 stiegen die USA unter Donald Trump einseitig aus dem Abkommen aus, erhoben Wirtschaftssanktionen und verfolgten eine Politik des „maximalen Drucks“, um den Iran zu schärferen Atomauflagen zu verpflichten.

Sollten wir als Joe Biden wieder dem Atomabkommen mit dem Iran beitreten?

HF: Infoslide: Public Land Leasing beschreibt ein System, bei dem das gesamte Land auf dem Gebiet eines Staates dem Staat gehört und von diesem an private Personen und Unternehmen zeitlich befristet verpachtet wird. Dies kann mit Auflagen (z.B. Bau eines Gebäudes) geschehen, welche in diesem Fall typischerweise in einer niedrigeren Pacht resultieren. Zum Ende der Pacht wird dem Pächter entweder die Möglichkeit zur Pachtverlängerung gegeben oder das Land muss, ggf. mit Entschädigungen für Landverbesserungen, an den Staat zurückgegeben werden. Das System ist unter anderem in China und Vietnam verbreitet, aber kommt auch in Australien in Form von sog. Crown Leases vor.

Sollten wir eine Welt mit vollständigem Public Land Leasing gegenüber dem Status Quo bevorzugen?

F: Infoslide: Im Jahr 2022 wird die Fußball-Weltmeisterschaft (FIFA WM) während der Wintermonate im Wüstenstaat Katar stattfinden. Neben Korruptionsvorwürfen rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft sowie der allgemeinen Menschenrechtssituation werden vor allem die Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern kritisiert. So sind seit 2010 ca. 6.500 Menschen auf Baustellen ums Leben gekommen, laut WM-Organisationskommittee 34 davon auf WM-Baustellen. Katar beherbergt derzeit zwei Millionen Gastarbeiter.

Sollte man als Fußballnationalspieler einer europäischen Spitzenmannschaft die WM in Katar boykottieren?

 

jm.

Print Friendly, PDF & Email
Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Mit dem Absenden deines Kommentars bestätigst du,
dass du die Kommentier-Regeln gelesen hast.
Erforderliche Felder sind markiert:*

Folge der Achten Minute





RSS Feed Artikel, RSS Feed Kommentare
Hilfe zur Mobilversion

Credits

Powered by WordPress.

Unsere Sponsoren

Hauptsponsor
Medienpartner