Potsdam gewinnt die Campus-Debatte Aachen 2026
Am 14. bis 15. März fand die Campus-Debatte Aachen 2026 statt. Im Finale konnte sich ein Team aus Potsdam (Inga Peters, Julius Klikar) als schließende Regierung durchsetzen.

Die beste Rede und Sieger*innen der Campus-Debatte Aachen 2026, v.l.n.r.: Benedikt Rennekamp, Julius Klikar, Inga Peters ©Lisa Hauke
Das Finale zum Thema „Dieses Haus würde einen etwaigen Friedensvertrag zwischen der Ukraine und Russland der ukrainischen Bevölkerung zur verbindlichen Abstimmung vorlegen.“ bestand außerdem aus einem Team aus Berlin und Hamburg (Manuel Englert, Dario Werner) als eröffnende Regierung, einem Team aus Frankfurt (Benedikt Rennekamp, Marcel) als eröffnende Opposition und einem Team aus der Rederei (Patrick Schaffranka, Nele Roggenbuck). Das Finale wurde juriert von Paula Breyer im Chair, zusammen mit Maximilian Meybauer, Takeshi Himeno, Annika Hanraths und Jola Schmidt.
Die Ehrenjury bestand aus Sebastian Becker (Bürgermeister der Stadt Aachen), Daniel Kaußen (Regimentsschreiber der Stadtgarde Oecher Penn e. V.), Thomas Thelen (Chefredaktion der Aachener Zeitung) und Marion Seiche (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Vertreterin der Deutschen Debattiergesellschaft). Benedikt Rennekamp wurde von der Ehrenjury für das Halten der besten Rede im Finale gekürt.
Die Aachener Zeitung hat ebenfalls über das Finale berichtet: https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/campus-debatte-im-marschiertor-aachen-diskutiert-ueber-abstimmung-in-der-ukraine/132036260.html
Ausgezeichnet für ihre Jurierleistungen auf dem Turnier wurden Paula Breyer, Annika Hanraths und Till Beese. Für die beste Nachwuchsjurierleistung wurde Lukas Grammel ausgezeichnet.
Beim Novice-Finale zum Thema „DH bereut den Trend von Oversharing.“ konnte sich die eröffnende Opposition aus Wien (Sarah Elzenbaumer, Christopher Löwenstein) durchsetzen. Außerdem bestand die Debatte aus einer eröffnenden Regierung aus Freiburg (Jakob Wiedeking, Amin Chahin), einer schließenden Regierung aus Tübingen (Luca Johanna Kapp, Michel Kramer) und einer schließenden Opposition aus Mannheim (Erik Sinnhöfer, Owe Schmekel). Das Finale wurde juriert von Annika Hanraths im Chair, zusammen mit Bjarne Lassek, Clara Barerra Held, Oskar Vorderwülbecke und Till Beese.
Auf der Campus-Debatte wurde zusätzlich ein Preis für die beste Redendenleistung für Deutsch als Fremdsprache an Pavel Antonovich Kalinnikov vergeben.
Die Chefjury bestand aus Jola Schmidt, Victor Bervoets und Jana Bakhtiyari. Für das Tab zuständig waren Jonas Reichert und Bedinur Dag. Ausgerichtet wurde das Turnier vom Debattierclub Aachen, unter der Hauptleitung von Jonathan Krapp und Josef Hoppe.
Jurybreak:
Annika Hanraths, Bjarne Lassek, Clara Barerra Held, Freya Gräb, Ihsan Külcür, Jola Schmidt, Lukas Grammel, Malte Matthes, Maximilian Meybauer, Oskar Vorderwülbecke, Paula Breyer, René Geci, Takeshi Himeno, Till Beese, Tim Reitze und Victor Bervoets.
Teambreak (nach den 5 Vorrunden):
- Das Böse™ & Das Gute™ (Dario Werner, Manuel Englert – Hamburg, Berlin) – 12 Pkt. 787
- §1.1.1.c (Julius Klikar, Inga Peters– Potsdam) – 12 Pkt. 782
- BDU PM (Pavel Antonovich Kalinnikov, Marc Bélorgey– Berlin) – 11 Pkt. 781
- Der junge und der alte Faust (Benedikt Rennekamp, Marcel – Frankfurt) – 11 Pkt. 775
- Lauda to si (Lars Froitzheim, Anna Röhm – Potsdam) – 11 Pkt. 769
- Hellfire Raketen gegen Sauron (Nele Roggenbuck, Patrick Schaffranka – Rederei) – 10 Pkt. 781
- Die zwei Zugezogenen (Florian Bruder, Max Kubis – Karlsruhe) – 10 Pkt. 764
- Die Rücken schmerzen aber keiner carried (Julia Rühringer, Katarina Krezo– Münster) – 10 Pkt. 762
Novice Teambreak (nach den 5 Vorrunden):
- Bobbelebitches beim Baden mit Karl (Jakob Wiedeking, Amin Chahin– Freiburg) – 9 Pkt. 744
- Mit Aach und Kraach (Sarah Elzenbaumer, Christopher Löwenstein– Wien) – 8 Pkt. 751
- SKeine Gnade (Luca Johanna Kapp, Michel Kramer– Tübingen) – 7 Pkt. 723
- Schwätzcartel Monnem (Erik Sinnhöfer, Owe Schmekel– Mannheim) – 7 Pkt. 715
Top 10 Redner*innen (durchschnittliche Punktzahl Speaks):
1. Benedikt Rennekamp. (⌀ 79.00)
2. Dario Werner (⌀ 78.80)
3. Manuel Englert (⌀ 78.60)
3. Arvid Baier (⌀ 78.60)
5. Marc Bélorgey (⌀ 78.20)
5. Nele Roggenbuck (⌀ 78.20 P.)
5. Inga Peters (⌀ 78.20)
5. Julius Klikar (⌀ 78.20 P.)
9. Pavel Antonovich Kalinnikov (⌀ 78.00 P.)
9. Patrick Schaffranka(⌀ 77.80 P.)
Top 10 Novice Redner*innen (durchschnittliche Punktzahl Speaks):
- Patrick Schaffranka (⌀ 77.80 P.)
- Lisa Hauke (⌀ 77.40 P.)
- Marcel (⌀ 76.00 P.)
- Gregor Litwinenko (⌀ 75.60 P.)
- Christopher Löwenstein (⌀ 75.20 P.)
Die Themen des Turniers:
VR1: Factsheet: Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ (OAZ) ist eine seit Februar 2026 erscheinende Zeitung mit dem Ziel „Leitmedium“ für Ostdeutschland zu werden. Selbstanspruch ist, ein überregionales Angebot für Gesamtdeutschland „aus Ostdeutscher Perspektive“ zu schaffen und diese „selbstbewusst“ in den deutschen und europäischen Diskurs einzubringen. Inhaltlich sollen „Anregungen“ Ostdeutscher Bürger und Perspektivenvielfalt in die breitere Medienwelt eingeführt werden.
Dieses Haus glaubt, dass überregionale, dezidiert ostdeutsche Medien, wie die OAZ, im Interesse der Ostdeutschen sind.
VR2: Factsheet: Im Vergleich zu anderen westlichen entwickelten Volkswirtschaften haben Europäische Haushalte eine überdurchschnittlich hohe Ersparnisrate von rund 15% des Haushaltseinkommens, das in Sparkonten, Aktien, Anleihen und oder diverse Fonds fließt. Im Umkehrschluss ist der Privatkonsum der Haushalte vergleichsweise niedrig. Beide diese Tendenzen haben sich seit der Coronapandemie verstärkt. Andere entwickelte Volkswirtschaften, wie z.B. die USA oder Australien, haben eine Ersparnisrate von ca. 5%.
Dieses Haus begrüßt eine Angleichung der Ersparnisrate europäischer Haushalte an andere entwickelte Volkswirtschaften (d.h., europäische Haushalte konsumieren mehr und sparen weniger).
VR3: Factsheet: Der Dalai Lama, aktuell 90 Jahre alt, ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, der traditionell nach seinem Ableben in ein neugeborenes Kind reinkarniert, welches er frei wählen kann. Seit der Annexion Tibets durch die VR China ist der Dalai Lama im Exil wichtigster Vertreter und Identifikationsfigur für dessen Autonomie- bzw, Unabhängikeitsbestrebung. Die tibetische Exilregierung wünscht sich einen neuen Dalai Lama, der in der im Exil lebenden tibetischen Diaspora geboren wird, während die chinesische Regierung sich selbst das Recht zuschreibt den neuen Dalai Lama zu ernennen und diesen voraussichtlich innerhalb Chinas wählen wird.
Dieses Haus glaubt, es ist im Interesse der Tibetischen Bevölkerung, dass der Dalai Lama eine Reinkarnation innerhalb anstatt außerhalb der VR China ankündigt.
VR4: Dieses Haus bevorzugt eine Welt, in der Künstliche Intelligenz nur von öffentlichen Einrichtungen und zu nicht-kommerziellen Zwecken erforscht und benutzt werden kann und darf.
VR5: Factsheet: Zu GenZ gehören Menschen, die zwischen 1997 und 2012 geboren sind. Im Sinne dieser Debatte gilt eine Beziehung als langfristig, wenn sie mindestens 15 Jahre andauert, und als monogam, wenn beide Partner vereinbaren, in keinem romantischen und sexuellen Kontakt mit Dritten zu stehen (eine Beziehung gilt weiterhin als monogam, wenn vereinzelt Untreue vorkommt).
Dieses Haus glaubt, dass die Mehrheit von GenZ in westlichen Staaten nie in einer langfristigen monogamen Beziehung sein wird.
Novice-Finale: Factsheet: Oversharing ist das Teilen von privaten, authentischen und ungefilterten Inhalten aus dem eigenen Leben, oft auch zu traumatischen oder gesellschaftlich tabuisierten Themen auf z.B Social Media.
Dieses Haus bereut den Trend von Oversharing.
Halbfinale: Dieses Haus glaubt, dass Artenzugehörigkeit (Spezies) keine Relevanz für die moralische Wertigkeit eines Lebewesens haben sollte.
Finale: Dieses Haus würde einen etwaigen Friedensvertrag zwischen der Ukraine und Russland der ukrainischen Bevölkerung zur verbindlichen Abstimmung vorlegen.
lh/lj.