Streitkultur gewinnt Schwarzwaldcup

Datum: 26. November 2018
Redakteur:
Kategorie: FDL/DDL, Neues aus den Clubs, Turniere
Marius Hobbhahn und Samuel Scheuer - © Melanie Hauser

Marius Hobbhahn und Samuel Scheuer – © Melanie Hauser

Bei der 2018er Ausgabe des Schwarzwaldcups in Freiburg konnte sich das Team SK Sexismus gegen Rechts (Marius Hobbhahn, Samuel Scheuer) von der Streitkultur Tübingen den Sieg sichern. Im Finale setzten sie sich als Eröffnende Opposition gegen die Eröffnende Regierung Robodinos in Ritterrüstung (Julius Steen, Sibylla Jenner; Rederei/Hamburg), die Schließende Regierung 2 ganz sweete Boys (Johannes Meiborg, Konstantin Krüger; Münster/Rederei) und die Schließende Opposition KT-Meteor (Anton Leicht, Sven Jentzsch; Münster/Tübingen) durch.

Die Finaljury zum Thema „DH begrüßt den Boykott gegen politisch neutrale Einrichtungen, wenn diese für die Neue Rechte Dienstleistungen erbringen oder Infrastruktur bereitstellen (inkl. Infoslide)“ bestand aus Jannis Limperg als Hauptjuror sowie Sebastian Weber, Sven Schuppener und Jonathan Dollinger. Die Chefjury, bestehend aus Marion Seiche und Lennart Lokstein, hatte sich aufgrund von Clashes aus der Finaljurierung zurückgezogen.

Neben der Final- und Chefjury erreichten außerdem Johannes Samlenski, Melanie Hauser und René Geci den Jurorenbreak.

Der Teambreak:
1. KT-Meteor (Anton Leicht, Sven Jentzsch) – 11 P.
2. Robodinos in Ritterrüstung (Julius Steen, Sibylla Jenner) – 8 P.
3. 2 ganz sweete Boys (Johannes Meiborg, Konstantin Krüger) – 8 P.
4. SK Sexismus gegen Rechts (Marius Hobbhahn, Samuel Scheuer) – 7 P.
5. We have come here to chew bubblegum and hug people (Jakobus Jaspersen, Kathrin Niederschuh; Rederei/BDU) – 7 P.
6. 0815Straßengang (David Stumpf, Vera Bannhagel; Rederei) – 7 P.
7. Streitkultur Eris (Björn Neumann, Chiara Throner; Tübingen) – 7 P.
8. Ojoschleckmi (Sabine Wilke, Jan-Gunther Gosselke; St. Gallen) – 6 P.

 

Die RednerInnen-Top 10:
1. Julius Steen – 316 P.
2. Anton Leicht – 312 P.
2. Sven Jentzsch – 312 P.
4. Sibylla Jenner – 311 P.
5. Marius Hobbhahn – 308 P.
5. Jakobus Jaspersen – 308 P.
7. Samuel Scheuer – 307 P.
7. Sabine Wilke – 307 P.
9. Konstantin Krüger – 306 P.
9. Tim Reitze – 306 P.

 

Die Themen:

R1: DHW verpflichtende nicht-medizinische Beratungen vor Abtreibungen für erwachsene Frauen abschaffen.

R2: DHG dass die britische Regierung gegenüber ihren Bürger*innen die Pflicht hat, noch einmal über den Brexit abstimmen zu lassen.

R3: DHG, im Notfall (z.B. bei Evakuation von einem sinkenden Schiff, aus einem brennenden Gebäude, Kriegsgebieten etc.) der Doktrin „Frauen und Kinder zuerst“ zu folgen, ist falsch.

R4: DHW in relevantem Zeitraum vor Wahlen keine Wahlumfragen mehr veröffentlichen.

HF: Infoslide: Viele Versicherungstarife (Berufsunfähigkeit, Hausrat, etc.) versichern derzeit nicht pauschal, sondern nach individuellem Verhalten und erwartbaren Risiken der Versicherten. Bei den meisten Krankenversicherungen ist dies derzeit nicht der Fall.

Ein großes amerikanisches Versicherungsunternehmen weicht nun von pauschalen Krankenversicherungstarifen ab und bietet Versicherten seit kurzem günstigere Tarife an, sofern diese sich dazu verpflichten, täglich eine Smartwatch zu tragen. Diese Smartwatch sendet biometrische Informationen (wie den Herzschlag, manchmal auch den Blutdruck) und andere persönliche Daten (z.B. den aktuellen Standort via GPS) an das Unternehmen. Auf Basis der empfangenen Daten kann der Tarif individuell angepasst werden – anhand von durch die versicherte Person beeinflussbaren Risikofaktoren.Grundsätzlich bieten die Tarife mit Smartwatch günstigere Konditionen (Beitrag pro Monat, Leistungskatalog), als die Tarife ohne Smartwatch.

Andere Versicherungsunternehmen erwägen nun, es diesem Unternehmen gleich zu tun.

DH begrüßt den Vorstoß dieses Versicherungsunternehmens.

F: Infoslide: Es kommt immer wieder vor, dass politisch neutrale Mittelorte oder -einrichtungen (Buchhandlungen, Restaurants u.v.m.) neurechten Personen, Gruppen und Parteien, wie für ihre sonstigen KundInnen auch, z.B. Infrastruktur bereitstellen (Treffen ermöglichen, o.ä.) oder für diese Dienstleistungen erbringen.

Um dies zu kritisieren sagte daher jüngst die Kolumnistin Margarete Stokowski eine Lesung in einer großen Münchener Buchhandlung ab, da die Buchhandlung eine eigene Abteilung für neurechtes Denken hatte, wenngleich sich die Buchhandlung selbst zu keiner politischen Ausrichtung bekannte. An anderem Ort könnte z.B. die lokale Amnesty Gruppe (oder eine Privatperson) überlegen, das Stammlokal zu wechseln, seit dort auch der monatliche Stammtisch der jungen Alternative stattfindet.

DH begrüßt den Boykott gegen politisch neutrale Einrichtungen, wenn diese für die Neue Rechte Dienstleistungen erbringen oder Infrastruktur bereitstellen.

jm.

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