München und Karlsruhe sind Baden-Württembergische Meister 2010

Datum: 21. November 2010
Redakteur:
Kategorie: Themen, Turniere

Lukas Windhager, Almut Graebsch und Marco Niedermeier sind für den Debattierclub München Offener Baden-Württembergischer Debattiermeister 2010!  Den Preis der Ehrenjury erhielt Magnus Schmagold vom Göttinger Debattierclub. Das beste Team aus Baden-Württemberg war das Team der Debatte Karlsruhe, dort wird die BaWü 2011 ausgetragen, Karlsruhe ist also Baden-Württembergischer Meister „im Ländle“.

In einer „hochklassigen“ (so Chefjuror Volker Tjaden) Finaldebatte zum Thema „Soll die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland verboten werden?“ setzte sich München aus der Opposition heraus gegen die Mainzer Nicolas Eberle, Thore Wojke und Sascha Schenkenberger durch. Zuvor hatte München im Halbfinale zum Thema „Soll die Besoldung von Abgeordneten an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt werden?“ gegen ein anderes Mainzer Team durchgesetzt, die Finalisten aus Mainz hatten Karlsruhe besiegt. Das Finale wurde präsidiert von Mario Dießner und juriert von Volker Tjaden aus Bonn, Yin Cai aus Heidelberg, Lukas Haffert aus Köln, Dominic Hildebrand aus Tübingen und Anja Pfeffermann aus Bayreuth.

Einen ausführlicher Bericht über die BaWü 2010 und Nachlesen gibt es bald hier in der Achten Minute.

Alle Themen der BaWü im Überblick:

  • 1. Vorrunde: Brauchen wir Türkischunterricht an allen Schulen?
  • 2. Vorrunde: Soll die Europäische Währungsunion aufgelöst werden?
  • 3. Vorrunde: Sollen Bundesverfassungsrichter in Deutschland vom Volk gewählt werden?
  • Viertelfinale: Soll der NATO-Bündnisfall auf den Angriff mit digitalen Waffen ausgeweitet werden?
  • Halbfinale: Soll die Besoldung von Abgeordneten an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt werden?
  • Finale: Soll die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland verboten werden?

Die Baden-Württembergische Meisterschaft wird seit 2003 jährlich ausgetragen. Sie gründet sich nicht auf festen Institutionen und Strukturen, sondern auf losen Konventionen und informellen Absprachen. Zu diesen Konventionen gehört, dass der ausrichtende Verein die Regelhoheit hat. Zwar hat sich entsprechend der Club-Vorlieben in der Region die OPD als Standardformat der BaWü etabliert, doch wurde die erste BaWü noch als BPS-Turnier veranstaltet und die BaWü 2006 nach einer durch den Debattierclub Freiburg um ein Kreuzverhör ergänzten OPD-Variante durchgeführt. Dem Sieger der BaWü kommt nicht nur die Ehre des Gewinners zuteil, sondern auch die Pflicht, Ausrichter der folgenden Meisterschaft zu sein. Die BaWü ist eine “offene Meisterschaft”, das heißt, es können auch Teams von Vereinen teilnehmen, die nicht aus Baden-Württemberg kommen. So haben inzwischen neben zahlreichen Clubs aus anderen Bundesländern auch Teams aus Italien und der Schweiz an der BaWü teilgenommen. In den vergangenen beiden Jahren hat jeweils die Streitkultur Tübingen die Ausrichtung der Baden-Württembergischen Meisterschaft übernommen: 2008 um das Turnier zu retten, 2009 als amtierender Meister. 2009 trat der Tübinger Traditionsverein selbst nicht als breakberechtigt bei der Meisterschaft an. Der DCH errang den Titel nach 2003 und 2006 zum dritten Mal.

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12 Kommentare zu “München und Karlsruhe sind Baden-Württembergische Meister 2010”

  1. Manuel sagt:

    München führt damit die FDL-Rangliste an, und auch Mainz überholt Berlin und ist jetzt (für zwei Wochen) Zweiter.

    Bei den Einzelrednern führt jetzt Wladi, vor den gemeinsam Zweitplatzieren Marietta, Jonas und Magnus, die die Tabs der ersten drei FDL-Turniere (Mainz, Potsdam, Heidelberg) gewonnen haben.

  2. Christian sagt:

    Hi Leute,

    zuerst einmal Glückwunsch an München für den Turniersieg!

    Auch wenn der Titelgewinn hoch verdient ist, war es doch bisher so, dass dieser nur noch an Teams aus Baden-Württemberg gehen sollte. http://achteminute.vdch.de/index.php/20101011/baden-wurttembergische-meisterschaft-anmeldung-eroffnet/
    Warum wurde das so plötzlich geändert?

    Außerdem wird in dem Text oben sowohl Karlsruhe, als auch der Sieger der BaWü (also München) als nächster Ausrichter genannt.

    Viele Grüße
    Christian

  3. Chris K. sagt:

    Erstmal congratulations nach München – die Bayern haben’s mal wieder allen gezeigt, wer der Herr in BaWü ist! 😀

    Und ja, das ist schon widersinnig, dass auch Nicht-BaWü-Teams den Titel holen können. Ist so ne Heidelberger Eigenheit, dass sie das erlauben, die ich bis heute nicht verstehe. Aber nun, als Turnierausrichter dürften sie das halt. 😉

    Ich bin nur mal gespannt, ob Tübingen die BaWü wird wieder retten müssen… *seufz*

  4. thore sagt:

    Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass Karlsruhe und nur Karlsruhe die BaWü 2011 ausrichtet – ehrlich.

  5. Leonhard W sagt:

    Gratulation an München!
    Mich würde interessieren ob das Halbfinale spannend war und ob sich eine der Regierungen getraut hat „Rogue“ zu gehen.
    Leonhard

  6. miliba sagt:

    Aus der Verlautbarung Heidelbergs geht hervor: http://achteminute.vdch.de/index.php/20101011/baden-wurttembergische-meisterschaft-anmeldung-eroffnet/

    „Zum baden-württembergischen Meister allerdings wird das Team gekürt, das aus dem “Ländle” kommt und die beste Platzierung erreicht. “

    Damit ist Karsruhe eindeutig Baden-Württembergischer Meister 2010. Da gibt es auch keine nachträgliches Diskutieren oder herumdeuteln, kein Doublethinking, weil hier im Vorhinein genau dieser Fall bedacht wurde. Bei einer so eindeutigen Regelungen wäre alles andere fast schon grob fahrlässig.

    Das heißt auch Ehre, wem Ehre gebührt: Glückwunsch an Karlsruhe, Baden-Württembergischer Meister 2010!

    Glückwunsch an die Münchner, Gewinner der BaWü Open 2010.

  7. Gudrun Lux sagt:

    Zur Klarstellung wurde der Text eben geändert: München ist Sieger der Offenen BaWü und damit Offener Baden-Württembergischer Meister 2010. Karlsruhe als bestes Team aus Baden-Württemberg ist Baden-Wüttembergischer Landesmeister. Unter allen Umständen: Ein glorreiches Turnier für München, für Karlsruhe und für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Danke Heidelberg!

  8. Hey, nochmals herzlichen Dank an die Super Organisation des Turniers! Ich bin wirklich beeindruckt von der Qualität dieses Turniers – ihr habt wirklich die Benchmark für die DM hochgehängt.

    Großartiges Leistung!

    Beste Grüße,
    Magnus

  9. … Ich meine natürlich großartige Leistung! Ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen und hab mich vor lauter Aufregung vertippt 🙂

  10. Nachtrag: Nico Friebe vom Debattierclub Georgia Augusta Göttingen ist mit insgesamt 308 Rednerpunkten „Top of the Tab“, also Beste Einzelredner der Baden-Württembergischen Meisterschaft im Hochschuldebattieren 2010! Glückwunsch an alle Sieger!

    Das vollständige Tab ist schon in Arbeit.

    Wir sehen uns wieder in Heidelberg, im Juni nächsten Jahres zur DDM 2011!

    DS

  11. LOL! Coole Homepage(s), Magnus 😉

  12. Gudrun Lux sagt:

    Sehr coole Homepages 🙂

Kommentare sind geschlossen.

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