Regelanpassungen im British Parliamentary Style

Datum: 1. April 2020
Redakteur:
Kategorie: Jurieren, Mittwochs-Feature

Die deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2020 wird voraussichtlich frühestens im Oktober stattfinden und auch der finale Jurierleitfaden ist erst in einiger Zeit zu erwarten. Die Chefjury, bestehend aus Jakobus Jaspersen, Anton Leicht und Miri Muntean, stellt dennoch bereits jetzt die größten Regeländerungen im British Parliamentary Style vor, um diese entsprechend zu erläutern und etwaige Fragen zu beantworten.

Möglicher Finalort der DDM 2020? Das neue Rathaus in Hannover – © Anna Mattes

Der Corona-Ausbruch gefährdet nicht nur unser aller Gesundheit, sondern noch schlimmer die Debattiersaison. (Das ist ein Scherz. Bitte verhaltet euch alle verantwortungsbewusst.) Doch wie in jedem Yin ein Yang ist, so bietet auch diese Krise eine Chance. Die DDM wurde in den Oktober verschoben, sodass uns nun mehr Zeit bleibt, diese DDM zur besten DDM aller Zeiten zu machen.

Wie in verschiedenen 8M-Artikeln festgestellt und diskutiert wurde, ist der gegenwärtige Zustand des deutschen BPS nicht frei von Problemen. Deshalb haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wie wir diese angehen und unser geliebtes Format noch besser machen können.

Erstes Problem: Jurierendenfeindlichkeit

Jurieren ist nicht immer ausschließlich ein Vergnügen. Auch schlechten Debatten muss man aufmerksam lauschen. Auch undankbaren Debattierenden muss man wertschätzendes Feedback geben. Auch wenn Menschen dir deine Integrität, Kompetenz und generelle menschliche Qualität absprechen, muss man darauf verzichten, sie zu hauen. Natürlich wird dies teilweise aufgewogen durch den verführerischen Rausch der Macht, welche man als Jurierender ausüben kann, aber eben nur teilweise.

Deshalb wollen wir Jurierenden etwas bieten, was ihnen ihren Alltag versüßt, ohne dabei zu tief in die BPS-Debattenstruktur einzugreifen. Erste Versuche mit Kokain waren vielversprechend und erhöhten die Jurierquote deutlich. Und darüber hinaus wurde es möglich 8 Runden am Tag zu machen. Bedauerlicherweise litt jedoch die Jurierqualität erheblich. Deshalb versuchen wir es dieses mal mit einem anderen Weg: Jurierenden wird es fortan erlaubt sein, in Debatten Zwischenfragen zu stellen und Zwischenrufe zu machen.

Zweites Problem: Zuschauerfeindlichkeit

Wird es ähnliche Zettel bald für das Publikum geben? – © Anna Mattes

BPS honoriert in Deutschland meist eine ganz bestimmte Redestruktur: Klare logische Mechanismen, ausgebaute Impacts, gewürzt mit 5 EL Debattierfachbegriffen. Dies ist (bis auf die Fachbegriffe) natürlich nicht per se schlecht, doch es hat andere Aspekte der Rede stark in den Hintergrund gedrängt: Anschaulichkeit, Allgemeinverständlichkeit und nicht zuletzt Schönheit. Dies lässt Zuschauende und Ehrengäste, die Cicero erwarten, aber einen Aktionärsversammlungsquartalsbericht bekommen,  verständlicherweise enttäuscht zurück. Wir können von Redenden nicht wirklich erwarten, dass sie ihre Siegchancen assassinieren, nur um die durchschnittlich vier Nichtdebattier-Zuschauenden zu bespaßen. Folglich müssen wir die Bewertungskriterien dergestalt anpassen, dass Zuschauerfreundlichkeit belohnt wird.

Deshalb werden wir im Finale die Zuschauenden nach der jeweils ersten Rede eines Teams darüber abstimmen lassen, ob sie noch eine zweite Rede dieses Teams hören möchten oder nicht.

Drittes Problem: Unfairness

Trotz bester Bemühungen durch kompetente und gutaussehende Chefjuries sind Themen nie völlig ausgeglichen. In den Vorrunden ist das kein gigantisches Problem, da sich dies über mehrere Runden hinweg ausgleicht. (Außer natürlich in den Fällen, in denen wir nicht gebreakt sind. Das war immer ausschließlich Pech.) Doch gerade in K.O.-Runden kann auch eine kleinere Unausgeglichenheit unfair und frustrierend sein.

Da wir in unser herausragenden Demut erkennen, dass unsere Themen zwar nahezu aber eben auch nicht ganz perfekt sein werden, haben wir uns ein ergänzendes System für die K.O.-Runden ausgedacht. Anstatt Positionen zuzulosen, werden Positionen versteigert. Man bietet dabei Siegpunkte, welche vom eigenen Endergebnis abgezogen werden. Ein erfreulicher Nebeneffekt ist, dass wir bei K.O.-Runden-Themen nicht mehr auf Ausgeglichenheit achten müssen, was uns völlig neue kreative Spielräume eröffnet.

Ein weiteres Problem der Fairness betrifft die Absolutheit des Rankings in den Vorrunden. Ob man sehr knapp oder mit großen Abstand gewinnt oder verliert, ist meistens egal. Deshalb werden fortan Jurierende insgesamt bis zu sechs Siegpunkte in der Debatte frei verteilen dürfen. So können z.B. zwei Teams jeweils zwei Punkte bekommen und zwei Teams gar keine. Endlich wird der langjährig gehegte Jurierendentraum erfüllt, in bestimmten Debatten alle verlieren zu lassen. (Ihr wisst schon, welche wir meinen.) Darüber hinaus ist es auch spannender. Denn selbst von dem letzten Platz im Tab kann man sich nun in Windeseile an die Spitze katapultieren. Deshalb wird das ‘U-Boot’ auch offiziell in die ‘Rakete’ umbenannt. (Einige werden einwenden, dass das ‘U-Boot’ als Metapher passender ist, weil es buchstäblich erst abtaucht, um dann wieder an die Oberfläche zu stoßen. Doch diese Problem löst sich, wenn man sich unter ‘Rakete’ eine von einem U-Boot abgefeuerte ICBM vorstellt.)

Viertes Problem: Wirklichkeitsferne

Auch bei den gestellten Themen sind Änderungen zu erwarten – © René Geci

Debattieren dient selbstverständlich in erster Linie dazu, unseren Narzissmus zu befriedigen. Doch zumindest um die Sponsoren hinters Licht zu führen (Sollten wir das in einen öffentlichen Artikel schreiben?), muss es mindestens tangential etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben. Dementsprechend sollte Debattieren relevante Fragen thematisieren und gleichzeitig Kommunikationskompetenzen vermitteln. Ersteres werden wir versuchen, mit unserer Themenwahl sicherzustellen. Auch wenn es uns schwerfällt, all die brillianten DH-bevorzugt-eine-Welt-in-der-alle-Menschen-Tentakel-statt-Armen-haben-Themen nicht zu stellen, so werden wir in guter kant’scher Manier Pflicht über Vergnügen stellen. (Dies ist nur eines von vielen Beispielen für die Selbstaufopferungsbereitschaft dieser Chefjury. Und auch wenn die Chefjury es natürlich nicht erwartet, so wäre es doch auf jeden Fall gerechtfertigt, den einen oder die andere Erstgeborene nach ihr zu benennen.)

Doch es bleibt der andere Aspekt: die zu vermittelnde Kommunikationskompetenz. Wie schon weiter oben angesprochen, sind BPS-Reden für einen Durchschnittsmenschen häufig so überzeugend wie Bernie Sanders für das demokratische Parteiestablishment. Auch hier gilt es, die Anreize ein winziges Stückchen zu verschieben. Deshalb werden Rednerpunkte fortan in wirklichkeitsnahen Kategorien vergeben, welche wir uns zu diesem Zweck neu ausgedacht haben. Diese Kategorien nennen wir provisorisch Sprachkraft, Auftreten, Kontaktfähigkeit, Sachverstand und Urteilskraft. Damit diese Änderung sich voll entfalten kann, werden wir den Break außerdem an den summierten Rednerpunkten eines Teams ausrichten.

Die genaue Ausgestaltung dieser Vorschläge wird Teil des Jurierleitfadens sein. Da wir hier teilweise Neuland betreten, behalten wir uns vor, Details noch abzuändern. Doch zunächst wollen wir an dieser Stelle Feedback einholen. Also was gefällt euch? Wo seht ihr eventuell Probleme?

Jakobus Jaspersen/Anton Leicht/Miri Muntean

Das Mittwochs-Feature: Jeden Mittwoch ab 10.00 Uhr stellt das Mittwochs-Feature eine Idee, Debatte, Buch oder Person in den Mittelpunkt. Wenn du selbst eine Debatte anstoßen möchtest, melde dich mit deinem Themen-Vorschlag per Mail an team [at] achteminute [dot] de.

Jakobus Jaspersen, Anton Leicht und Miri Muntean bilden die Chefjury der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2020. In ihrer Verantwortung liegt die Auswahl von Themen, Jurorenpanelzusammensetzungen und der Jurorenbreak.

 

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12 Kommentare zu “Regelanpassungen im British Parliamentary Style”

  1. Lennart Lokstein sagt:

    Ich schätze, mein erstgeborenes Kind wird einen langen und in der Kombination merkwürdigen Namen tragen. :/

  2. Felix (Leipzig, ehm. Aachen) sagt:

    Erstmal Danke an die Chefjury für diese Übersicht.
    Ich glaube ich verstehe in allen Punkten wo ihr damit hinwollt und bin auch vorsichtig optimistisch, dass ihr damit auf einem Turnier zu besseren Ergebnissen kommt.
    Ich glaube aber, dass eure Vorschläge dazu führen, dass BPS jurieren nochmal um ein Vielfaches schwerer wird und dass hat im wesentlichen 3 Probleme:

    1. Es ist noch schwerer sich auf irgendwas zu einigen. Wir sehen schon in OPD, dass Juroren zu eichen schwer ist. Ihr nehmt BPS die rein komparative Komponente und gebt einem Panel die Möglichkeit Teams auch absolut gegenüber anderen zu bewerten. Zumindest wie ich das „Punkte verteilen“ System verstehe, muss ich mich in der Jurierung jetzt auch noch darauf einigen, ob dieses Team jetzt eher 2 oder 3 Punkte verdient und ob ich den zusätzlichen Punkt bei jemand anderem abziehe. Das wird entweder die Jurierdiskussionen deutlich verlängern oder die Ergebnisfindung noch weiter beeinträchtigen (Wir wünschen uns doch alle manchmal eher 30 min Jurierzeit). Hab ihr also im Blick, wie sich die neuen Rednerpunkte und die Siegpunktevergabe auf die Jurierzeit auswirken?

    2. Für unerfahrene Juroren wird es ungleich schwerer. Schon im sq fällt es unerfahrenen Juroren schwer sich gegen erfahrenere Teile eines Panels durchzusetzen und zu Wort zu kommen. Jetzt stelle ich mir den Jurierprozess noch komplexer und unübersichtlicher vor. Die Frage ob ein Team 2 oder 3 Punkte bekommt, kann schon recht entscheidend sein und ich glaube erfahrenen Juroren(mich eingeschlossen) fällt es manchmal schwer den Eindruck unerfahrener Juroren wirklich ernst zu nehmen. Insbesondere wenn es einfach ist anderen Leuten zu unterstellen einfach nicht richtig geeicht zu sein, sehe ich hier zusätzlichen Potenzial, dass unerfahrene Juroren übergangen werden oder sich zumindest übergangen fühlen. Ich glaube wir müssen alle gemeinsam im Blick behalten, wie Jurierdiskussionen ablaufen.

    3. Während 1. und 2. mit der Zeit vielleicht besser werden, sehe ich langfristig vorallem ein Problem. Die neuen Regeln verändern BPS Jurierung erheblich und machen es nicht gerade einfacher neue Leute für das Jurieren zu werben. Jurieren ist schon im status quo recht abschreckend für viele Anfänger, ich glaube das wird jetzt noch wesentlich schlimmer. Genauer gesagt muss man hier noch unterscheiden: Während ich wie gesagt vorsichtig optimistisch bin, dass eure Vorschläge Turniere verbessern, glaube ich, dass sie für den Cluballtag weniger praktikabel sind. Als jemand, der bisher in eher mittelgrößen Clubs debattiert hat, kann ich mir vorstellen, dass sich die neue Art BPS zu jurieren auf absehbare Zeit außerhalb der großen Clubs nicht durchsetzt. Zum einen weil Leute fehlen, die diese Kompetenz ausüben und weitergeben könnten, zum anderen weil Punkte verteilen und Rednerpunkte in Kategorieren machen im Club wenig praktikabel sind.
    Wenn eure Änderungen jetzt langfristig dazu führen, dass sich Jurierung im Club und Jurierung auf Turnieren noch mehr voneinander unterscheiden, wird es in meinen Augen noch schwerer neue Leute dafür zu begeistern auf Turnieren zu jurieren und sich diese zusätzliche Kompetenz der Turnierjurierung anzueignen. Insbesondere wenn der einzige Weg dahin über den steinigen Weg führt, den ich in 2. beschrieben habe, weil es im eigenen Club schlicht niemanden geben wird, der einen an Turnierjurierung heranführen kann. Wenn ihr also den Anspruch habt, dass eure Regeln über die DDM hinaus auch auf den anderen BPS Turnieren der nächsten zwei Jahre angewandt werden, müssen wir uns als Szene glaube ich Gedanken darum machen, wie wir es schaffen können, diese Art von Jurierung auch in die Clubs zu tragen. Sonst verschärft sich das Problem fehlender Nachwuchjuroren nur noch weiter.

    Trotz dieser Anmerkungen bin ich gespannt, wie die Änderungen in der Praxis funktionieren werden und die Perspektive gleich gute Teams gleich gut bewerten zu können fühlt sich gerade sehr gut an.

    1. Bea (SK) sagt:

      Generell gute Ideen, zu Punkt 2: dass sich unerfahrene Jurierende schwer gegen erfahrene durchsetzen können, ist natürlich ein großes Problem. Um das zu lösen, würde ich vorschlagen, dass man maximal 5 mal jurieren darf und sonst nur noch reden. Wenn man länger jurieren möchte, dann kriegt man den Status eines Beobachters, man darf an der Diskussion teilnehmen, aber nicht abstimmen für die Rankings und Punktevergabe. Die Trainee Position wird dafür natürlich abgeschafft.

    2. Ruben (Hannover) sagt:

      Das schwierige sich einigen liesse sich sicherlich dadurch beheben, dass man statt der Siegpunkte „Teampunkte“ einführt. Am besten in zahlreichen, etwas schwer abgrenzbaren Kategorien mit mindestens vier verschiedenen Skalen (15er Kategorien, 25er Kategorien,….) damit es professionell wirkt.

  3. Simon Villa Ramirez sagt:

    Plot Twist: In Wuppertal praktizieren wir schon seit Jahren ein Format, in dem der Juror dem Redner eine Frage stellen kann.

    Fazit: Finde die Regelungen alle gut, aber mir fehlt bei der Bewertung noch etwas, wo man die Teamleistung als soche bewerten kann. Darüber hinaus sollte auch gerade die publikumswirksame Strategie als Bewertungsfaktor hinzugefügt werden.

  4. Daniel S. (Bonn) sagt:

    Punkt 4 müsste aber definitiv mit einer Umbenennung des Formats einhergehen.
    Ich finde, die „Öffnung“ des Formats sollte sich dann auch wörtlich in dem Formatnamen widerspiegeln.

  5. Jens Fischer sagt:

    Sehr hübsch, aber mE lange nicht weit genug gedacht. Dieses ganze intellektuelle Getue ist doch das fundamentale Problem am Debattieren! Insofern solltet ihr vielleicht endlich mal über objektive, nicht so verkopfte Kriterien nachdenken. Ich denke da zB an „originellstes Piercing“ oder „Schönheit der Gesichtstattoos“. So kann Debattieren auch im Volk endlich mehr Anklang finden.

    1. Tove sagt:

      Oder man lagert die Debatten auf visuelle Momentaufnahmen der Debattanten um. Wer gewinnt, bekommt am Ende das eigene Foto und darf mit nach Los Angeles zum großen Gucci-Debattier-Laufsteg-Turnier

  6. Samuel (Streitkultur) sagt:

    Jede Menge hervorragende Vorschläge von dieser überaus kompetenten und liebenswürdigen Chefjury!
    Ich habe nur einen kleinen Zusatzvorschlag:
    Momentan leidet BP darunter, dass es taktisch viel zu verwirrend und komplex ist durch eröffnende und schließende Teams. Das ist abschreckend für Neueinsteiger, Zuschauer und darüber hinaus heillos verwirrend für Jurierende. Deshalb sollten wir nur ein Team pro Seite haben. Damit wir uns immer noch coole Schlussreden erhalten, können wir ja einfach die Teamgröße auf 3 Personen erhöhen.
    Ohne Extensions fehlen uns leider viele neue Punkte in der Debatte, deshalb würde ich vorschlagen, dass wir pro Debatte drei „fraktionsbefreite“ Redner einführen, die quasi für beide Seiten Extensions nachliefern sollen.
    Abgesehen davon sind eure Ideen top und ich kann kaum erwarten sie in Realitas ausprobieren zu dürfen.

  7. Tove sagt:

    Ergänzung zu eurem ersten Vorschlag: Juroren sollten in Teams antreten dürfen und bei unterdurchschnittlichen Debatten über Interaktionspunkte die Debatte gewinnen dürfen. Ein derartiger Call müsste dann aber den Teams zu einer demokratischen Abstimmung gegeben werden. Sollte nach der normalen Feedbackzeit keine Einigung erzielt worden sein, wird euer Ansatz mit den bewusstseinsverändernden Substanzen recyclet und man begibt sich zusammen auf einen Team-Buildings-Jurier-Trip. Wer als letztes noch geradeauslaufen kann, hat dann die Debatte gewonnen.

  8. Ruben (Hannover) sagt:

    Die Regeln sind top, aber leider hat sich eine Falschinformation eingeschlichen:
    Das Finale der DDM 2020 wird an einem für Hannover repräsentativerem Ort stattfinden, hier ein Bild. https://images.app.goo.gl/L6aMMFGBqqwumyau9

  9. Sabine (St. Gallen/ Tübingen) sagt:

    Fällt denn niemandem außer mir auf, dass die Regelung zur Behebung der Zuschauerfeindlichkeit zu großen Problemen führt? Also, ich würde nicht wollen, dass das Publikum auf Grundlage der Rede meines inhaltlich überforderten Teampartners entscheidet, ob ich auch noch reden darf. Viel sinnvoller wäre es doch, wenn es in jeder Rede nach der Hälfte abstimmt, ob es die zweite Hälfte der Rede noch hören will! Das löst auch das immer größer werdende Problem von Frontloading. Mit eurer Regel sind Teams gezwungen, dem*der erste*n Redner*in im Team das ganze gute Material zu geben, damit das Publikum denkt, dass in der zweiten Rede auch noch kluge Sachen gesagt werden. Das kann doch wohl keiner wollen. Erst recht ein Finale lebt doch von der Überraschung, dass in der zweiten Rede der OO bei 5:45 plötzlich doch noch ein guter Case kommt oder dass die Schlussrede der Regierung einem doch noch einen kleinen Zwischenschritt der Argumentation aufzeigen kann, der in der OG noch nicht explizit enthalten war.
    Das mit den Zwischenfragen und v.a. Zwischenrufen von Juror*innen begrüße ich sehr. Eine Frage habe ich aber noch: Darf man Zwischenrufe auch in der geschützten Redezeit machen?

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