Streitkultur gewinnt Campus-Debatte Münster

Datum: 13. Juli 2021
Redakteur:
Kategorie: Campus-Debatten, Turniere

Das Siegerteam: Chiara Throner, Emanuel ten Brink und Konrad Gütschow (v.o.n.u.) – © Debattierclub Münster

Die letzte Campus-Debatte der Saison 2020/2021 ist vorüber. Im Tübinger Finale der Campus-Debatte Münster 2021 konnte sich am Ende das Regierungsteam SKlappt nicht mit dem Teamnamen (Emanuel ten Brink, Konrad Gütschow, Chiara Throner) gegen die Opposition Wo ist dieses Münster überhaupt? (Jan-Gunther Gosselke, Constanze Keck, Jonas Adámek) durchsetzen. Die Debatte zum Thema „Sind Bonuszahlungen, die ausschließlich an die Unternehmensziele gekoppelt sind, gegenüber solchen, die ausschließlich an die Einzelleistung gekoppelt sind, zu bevorzugen“ wurde komplettiert durch die Fraktionsfreien RednerInnen Felicitas Strauch, Lara Tarbuk und Christoph S. Die Jury bestand aus Matthias Gansen (Hauptjuror), Marvin Grünthal, Cathrine Thams, Konstantin Krüger und René Geci.

Als beste Finalrednerin wurde Felicitas Strauch per Publikumsabstimmung ausgezeichnet. Die Auszeichnungen für herausragende Jurierleistungen gingen an Sven Jentzsch, Konstantin Krüger, Susanna Wirthgen und Cathrine Thams (Nachwuchspreis). Die Finalveranstaltung wurde von Sabrina Effenberger moderiert. Grußwörter kamen von Prof. Dr. Regina Jucks (Prorektorin für Studium und Lehre, WWU Münster), Andre Kuper (Landtagspräsident Nordrhein-Westfalen) und Dr. Lukas Haffert (Debattierclub Münster Alumni). Der Finalstream kann hier angeschaut werden.

Teambreak:
1. Münster – Without You (Julius Müller-Kassner, Christoph S., Felicitas Strauch) – 1269,92 P.
2. BDU – Dürfen die das? (Stefan Torges, Lara Tarbuk, Marc-Andre Schulz) – 1213,25 P.
3. SKlappt nicht mit dem Teamnamen (Emanuel ten Brink, Konrad Gütschow, Chiara Throner) – 1178,17 P.
4. Wo ist dieses Münster überhaupt? (Jan-Gunther Gosselke, Constanze Keck, Jonas Adámek) – 1173,67 P.

FFR Break:
Als Fraktionsfreie RednerInnen breakten Sibylla Jenner, Luise Häder, Justus Raimann, Till Fiedler, Dennis Güldenmeister und Matthias Schulz ins Halbfinale.

Jurybreak:
Neben den ChefjurorInnen Jule Biefeld, Marvin Grünthal und Matthias Gansen breakten Samuel Gall, Susanna Wirthgen, Konstantin Krüger, Georg Maxton, Cathrine Thams, René Geci und Sven Jentzsch.

Ausrichterclub Debattierclub Münster – © Johannes Meiborg

RednerInnen Top 10:
1. Christoph S. – 57,75 P.
2. Sibylla Jenner – 55,58 P.
3. Felicitas Strauch – 55,30 P.
4. Marc-Andre Schulz – 55,15 P.
5. Konrad Gütschow – 55,00 P.
6. Julius Müller-Kassner – 54,30 P.
7. Lara Tarbuk – 54,28 P.
8. Chiara Throner – 53,87 P.
9. Luise Häder – 52,60 P.
10. Jan-Gunther Gosselke – 52,55 P.

Das Turnier wurde vom Debattierclub der Universität Münster e.V. ausgerichtet. HauptorganisatorInnen waren Jana Bielefeld, Johannes Meiborg und Valentina Breitenbach. Für den sportlichen Teil zeichnete die Chefjury, bestehend aus Jule Biefeld, Marvin Grünthal und Matthias Gansen, sowie Christoph Tovar als Tabmaster verantwortlich.

Die Themen:

R1: Sollten Politiker:innen verpflichtet sein, Informationen die ihre Amtsführung betreffen könnten (Drogentests, Finanzbewegungen, Gesundheit) regelmäßig zu veröffentlichen?
R2: Infoslide: “Wachsen durch Bildung” (WB) ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich auf Bildung in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten konzentriert. Dabei fördert sie nur die vielversprechendsten SchülerInnen und StudentInnen durch sehr viele Mittel. “Lebenslernen” (LL) ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich auf Bildung in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten konzentriert. Dabei werden so viele SchülerInnen und StudentInnen wie möglich durch das gleiche Programm gefördert.

Sollten Wohltätigkeitsorganisationen, die sich für Bildung in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten einsetzen, dem Modell von „Wachsen durch Bildung“ statt dem Modell von „Lebenslernen“ folgen?

R3: Infoslide: Die Rechte an Bundesliga-Spielen werden alle 3 Jahre von der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Auktionen versteigert. Dabei gibt es Pakete für Zusammenfassungen, wie es die Sportschau seit Jahren im Programm hat, und Pakete mit Live-Spielen. Aktuell liegen alle Rechte für Pakete mit Live-Spielen bei den kostenpflichtigen Diensten Sky und DAZN. Ein Fan muss Abos bei beiden Diensten abschließen, um alle Spiele der favorisierten Mannschaft live sehen zu können. Die gesamten Einnahmen aus den Versteigerungen werden dann von der DFL nach einem, unter anderem auf Erfolg basierenden, Schlüssel an die Vereine weitergegeben. Einnahmen aus dem nationalen TV-Markt machen durchschnittlich etwa die Hälfte des Umsatzes eines Bundesligisten aus. Sollten die Live-Rechte nur noch an frei zugängliche Sender vergeben werden, muss in den Auktionen für nationale TV-Rechte mit Umsatzverlusten von bis zu 50% gerechnet werden.

Sollte die DFL nur Sender an den TV-Rechte-Auktionen teilnehmen lassen, die garantieren, alle Live-Spiele im Free-TV oder kostenlos auf Streaming-Plattformen live zur Verfügung zu stellen?

R4: Sollten Zoos verboten werden?

R5: Infoslide: Ein Pageant ist ein Schönheitswettbewerb, der aber auch das Beantworten schwerer Fragen und das Vorzeigen von Talenten oder Charakter beinhalten kann. Beispiele für existierende Pageants in der LGBTQI+ Community sind: Misswahlen, wie Miss Trans, Mr Gay Europe oder Queen of the Universe und Miss Gay America.

Sollte die Popularität von Pageants in der LGBTQI+ Szene bereut werden?

HF: Infoslide: Eingebetteter Journalismus bezieht sich auf zivile Kriegsberichterstatter, die speziell ausgewählten Militäreinheiten fest zugewiesen werden. Die Erstatter verbringen oftmals mehrere Tage und manchmal Wochen am Stück mit den Soldaten im direkten Kontakt. Dies ist die einzige Möglichkeit, direkten Zugang zu den Kriegsgebieten (z.B. Afghanistan und Irak) zu erhalten. Im Jahr 2003 sind 16 von 600 “Embeds” (eingebettete JournalistInnen) im Irak gestorben, eine Todesrate 45-mal so hoch wie die von SoldatInnen. Alternativ wird aus möglichst sicheren Zentren mit großer Distanz zu den eigentlichen Kampfgebieten berichtet.

Sollte eingebetteter Journalismus verboten werden?

F: Sind Bonuszahlungen, die ausschließlich an die Unternehmensziele gekoppelt sind, gegenüber solchen, die ausschließlich an die Einzelleistung gekoppelt sind, zu bevorzugen?

jm.

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