München und Aachen gewinnen die Campus-Debatte Potsdam
Die Campus-Debatte Potsdam fand vom 3. bis 5. Juli statt. Im Finale setzte sich die Regierung „Mehr Infos als in Münsteraner Factsheets“ aus München/Aachen (Jola Schmidt, Julia Kirzinger, Jonathan Krapp) gegen die Opposition aus Münster „Münster SWR – Beschallung ohne Niveau“ (Erik Wiggers, Julia Rühringer, Paul Schmitz) durch.
Die Debatte zum Thema: „Ist der Mensch im Grunde gut, statt im Grunde schlecht?“ wurde komplettiert durch Fraktionsfreie Reden von Anne Uder, Dario Werner und Katarina Krezo. Die Jury bestand aus Brian Ortmann (Chair), Agata Konopka, Anne Wessig, Maximilian Meybauer und Sven Bake.

Gewinner*innen der CD Potsdam 2026.
(V.l.n.r. Julia Krizinger, Jola Schmidt, Jonathan Krapp.) © O.S.
Jola Schmidt wurde mit dem Preis für die beste Finalrede von der Ehrenjury ausgezeichnet. Agata Konopka, Brian Ortmann und Sven Bake erhielten den Preis für herausragende Jurierleistung. Illana Dahte wurde mit dem Nachwuchsjurierpreis ausgezeichnet. Den Preis für die beste Redeleistung in Deutsch als Fremdsprache gewann Pavel Kalinnikov.
Das Turnier wurde vom Club „Wortgefechte Potsdam“ ausgerichtet. Hauptorganisator*innen waren Lars Froitzheim, Malte Matthes, Adrian Buchwald, Alice Steppan und Titus Hübner. Die Themen stellte die Chefjury, welche aus Anna Markus, Arvid Baier, Daniel Schwarzer und Susanna Wirthgen bestand. Unterstützt wurden sie dabei von Alena Haub als Tabmasterin. Die Equity des Turniers übernahmen Jola Schmidt und Sven Bake.
Teambreak (Gesamtpunkte nach Vorrunden)
- JO, SIE ANNAlysieren ANNEinander vorbei (Anna Röhm, Anne Uder, Josephine Matz – Potsdam) – 1218.00
- Wissen wir jetzt auch nicht (Konstantin Krüger, Ronja Schneider, Sven Malina – Mainz) – 1214.17
- Münster SWR – Beschallung ohne Niveau (Erik Wiggers, Julia Rühringer, Paul Schmitz – Münster) – 1196.83
- Mehr Infos als in Münsteraner Factsheets (Jola Schmidt, Julia Kirzinger, Jonathan Krapp – München/Aachen) – 1189.1
FFR-Break
Dario Werner, Lukas Grammel, Katarina Krezo, Patrick Schaffranka, Patricia Böhm, Jessica Bonn.
Jurierendenbreak
Agata Konopka, Anne Wessig, Brian Ortmann, Freya Gräb, Ilana Dathe, Inga Peters, Maximilian Meybauer, Samanta Martinewski, Sven Bake, Anna Markus (CA), Arvid Baier (CA), Daniel Schwarzer (CA).
RednerInnen Top 10 (durchschnittliche Punktzahl nach Vorrunden)
1. Konstantin Krüger (58.73)
2. Dario Werner (55.80)
3. Anne Uder (55.70)
4. J.G. (54.17)
5. Jonathan Krapp (54.00)
6. Jola Schmidt (53.90)
=7. Josephine Matz (53.63)
=7. Julia Rühringer (53.63)
9. Lukas Grammel (53.53)
10. Katarina Krezo (53.47)
Die Themen des Turniers im Überblick:
VR1: Ist die Normalisierung von Fernreisen zu bereuen?
VR2: Infoslide: Vertrauenspersonen (häufig bekannt als „V-Männer“ oder „V-Leute“) sind Personen, die von der Polizei, dem Zoll oder von Nachrichtendiensten angeworben werden, um strafrechtlich- oder sicherheitspolitisch relevante Informationen über bestimmte Personengruppen, denen sie angehören, zu sammeln. Häufig informieren sie über Verbrechen in den Bereichen Drogenkriminalität oder politischer Extremismus und werden für diese Informationsleistung bezahlt. V-Leute sind anders als verdeckte Ermittler:innen Privatpersonen, die in der Regel bereits Teil der Personengruppe waren, über die sie berichten.
Sollte der Einsatz sogenannter „V-Leute“ im DACH-Raum beendet werden?
VR3: Infoslide: Die „Kleinstadtromanze“ beschreibt einen Trope (zu Deutsch: Motiv) von Romanen, Serien und Filmen, in dem eine „Karrierefrau“ aus einer Großstadt vorübergehend (meist aus beruflichen Gründen) aufs Land reist. Dort lernt sie eine andere Lebensweise kennen, die häufig durch stärkere Gemeinschaft, langsamere Lebensrhythmen und größere Nähe zur Natur geprägt ist. Außerdem entwickelt sie eine romantische Beziehung zu einem Mann vor Ort und entscheidet sich schließlich, bei ihm auf dem Land zu bleiben und ihr bisheriges, karriereorientiertes Leben aufzugeben.
Sollten diese „Großstadt-Karrierefrauen“ ein Leben auf dem Land wählen?
VR4: Sollte die EU ein öffentliches europäisches KI-Sprachmodell entwickeln?
VR5: Hintergrundgeschichte: Wolfgang Beltracchi wurde 2011 in einem der größten Kunstfälschungsprozesse seit Ende des Zweiten Weltkriegs wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Beltracchi hatte über Jahre hinweg Bilder im Stil bekannter Maler:innen wie Heinrich Campendonk, Max Ernst, Max Pechstein, Fernand Léger und André Derain gemalt. Bisher wurden 53 Gemälde als Fälschungen identifiziert. Der Betrugsgewinn durch die offengelegten Fälschungen wurde auf 20 bis 50 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben Beltraccis sind allerdings noch 200-230 unaufgedeckte Fälschungen im Umlauf. Info-Slide: Beltracchi ist nur ein Beispiel von vielen Kunstfälscher:innen. Insgesamt gehen Schätzungen davon aus, dass 25-50% aller im Umlauf befindlichen Kunstwerke Fälschungen oder falsche Zuschreibungen sind.
Ist es zu bevorzugen, wenn Kunstfälscher:innen wie Wolfgang Beltracchi vollständig offenlegen, welche Kunstwerke sie gefälscht haben?
Halbfinale: Infoslide: Das Szenario nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 06. September 2026 ist das folgende:
[Infografik zu möglichen Koalitionen]Sollten wir als Landesverband der CDU in Sachsen-Anhalt eine Koalition mit der SPD und der Linken eingehen?
Finale: Ist der Mensch im Grunde gut, statt im Grunde schlecht?
kk./lj.