Hamburg gewinnt die Campus-Debatte Würzburg 2024

Datum: 28. März 2024
Redakteur:
Kategorie: Campus-Debatten, Turniere

Gewinnerteam der Campus-Debatte Würzburg und bester Redner v.l.n.r.: Georg Maxton, Btissam Boulakhrif und Konstantin Krüger

Die dritte Campus-Debatte dieser Saison fand vom 22. bis 24. März in Würzburg statt. Im Finale konnte sich die Schließende Opposition „Das ist immer noch witzig, weil…“ (Georg Maxton, Btissam Boulakhrif (Hamburg)) des Debattierclubs Hamburg gegen die anderen drei Teams durchsetzen.

Für die Eröffnende Regierung redeten „(╯°□°)╯︵ ┻━┻“ (Paul Schmitz, Dario Werner (Münster/Hamburg)), die Eröffnende Opposition bestand aus „Korntaktfähigkeit“ (Amelie Egger, Konstantin Krüger (Mainz)) und auf der Schließenden Regierung traten „We don’t do competitive debating – only competitive sex“ (Ruben Herrmann, Anne Wessig (Hamburg/Hannover)) an. Das Thema des Finales in der Würzburger Residenz lautete: „Angenommen man könnte entweder die Intelligenz oder die Selbstlosigkeit aller jetzigen und künftigen Menschen um 10% erhöhen, aber nicht beides. DHW die Intelligenz erhöhen“. Das Finale wurde juriert von Jola Schmidt im Chair, sowie Joey Budnick und Theo Dorfner, präsidiert hat Constanze Keck.

Schirmherr der Campus-Debatte war Prof. Dr. Andrew Ullman (Mitglied des Bundestages und Professor für Infektiologie). Die Ehrenjury bestand aus Dr. Marcus Andrew Hurrtig (Direktor des Museums im Kulturspeicher), Dr. Dr. Matthias Hipp (Mitgründer der Debattierclubs Würzburg und Regensburg und Facharzt für MKG-Chirurgie) und Phillip Stollenmeyer (Spieleentwickler und Designer). Sie kürten Konstantin Krüger zum besten Redner des Finals.

Ausgezeichnet für ihre Jurierleistungen auf dem Turnier wurden Marion Seiche, Theo Dorfner und Alena Haub. Joey Budnick erhielt den Preis für die beste Nachwuchsjurierleistung.

Die Chefjury bestand aus Jakobus Jaspersen, Constanze Keck und Jola Schmidt. Für das Tab-Team zuständig waren Jannis Limperg und Emma Engel, als Equity waren Konstantin Krüger und Alena Haub für die Teilnehmenden erreichbar. Ausgerichtet wurde das Turnier vom Debattierclub Würzburg, unter der Hauptleitung von Sven Bake, Stefan Winter und Simon Zschau mit der Unterstützung des Würzburger Vorstandes und vielen weiteren engagierten Clubmitgliedern. Gefördert wurde das Turnier von den Förderern der gesamten Turnierserie – der Zeit Stiftung Bucerius, der Karl Schlecht Stiftung und der Deutschen Debattiergesellschaft – sowie lokal durch die Fürstlich Castell’sche Bank, die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp und vom Familienministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben.

 

Teambreak (nach den Vorrunden):

  1. Das ist immer noch witzig, weil… (Georg Maxton, Btissam Boulakhrif – Hamburg) – 14 Pkt.
  2. We don’t do competitive debating – only competitive sex (Ruben Herrmann, Anne Wessig – Hannover/Hamburg) – 13 Pkt.
  3. XY (Paul Schmitz, Dario Werner – Münster/Hamburg) –  12 Pkt.
  4. Korntaktfähigkeit (Amelie Egger, Konstantin Krüger – Mainz) – 11 Pkt.
  5. BDU AF (Agatha Konopka, Felix Reischl – Berlin) – 11 Pkt.
  6. DCAC Bakhauv (Jonathan Krapp, Josef Hoppe – Aachen) – 11 Pkt.
  7. Wienvasion (Victor Johannes Bervoets, Barbara Neuwirth – Wien) – 11 Pkt.
  8. Der freie Markt kehrt zurück (Julius Klikar, Susanna Wirthgen – Potsdam) – 10 Pkt.

 

Jurybreak:

Alena Haub, Benedikt Rennekamp, Chris Gack, Constanze Keck, Jakobus Jaspersen, Joey Budnick, Johannes Meiborg, Jola Schmidt, Marion Seiche, Simon Lucas, Theo Dorfner, Tim Reitze

 

Top 10 Redner*innen (durchschnittliche Punktzahl Speaks):

1. Konstantin Krüger (⌀ 79.80 P.)

2. Victor Johannes Bervoets (⌀ 79.60 P.)

3. Georg Maxton (⌀ 79.00 P.)

4. Btissam Boulakhrif (⌀ 78.80 P.)

5. = Susanna Wirthgen (⌀ 78.20 P.)

5. = Barbara Neuwirth (⌀ 78.20 P.)

7. = Dario Werner (⌀ 77.40 P.)

7. = Felix Reischl (⌀ 77.40 P.)

7. = Amelie Egger (⌀ 77.40 P.)

7. = Anne Uder (⌀ 77.40 P.)

7. = Ruben Herrmann (⌀ 77.40 P.)

7. = Anne Wessig (⌀ 77.40 P.)

 

Die Themen des Turniers im Überblick:

VR1: Infotext: Nikki Haley ist bei den Republikanern nach Donald Trump die zweitbeliebteste Kandidatin für die Präsidentschaftskandidatur und beliebter als er in der allgemeinen US-amerikanischen Öffentlichkeit. Sie hat ihre genauen politischen Positionen bisher größtenteils vage gehalten. Außenpolitisch ist sie mehr als Donald Trump eine Verteidigerin militärischer Interventionen und der klassischen regelbasierten internationalen Ordnung.

DH bevorzugt eine Welt, in der Donald Trump jetzt eines natürlichen Todes stirbt und durch Nikki Haley als Präsidentschaftskandidatin der Republikaner ersetzt wird.

VR2: DH bereut den Aufstieg von On-Demand-Streaming-Diensten für Filme und Serien (z.B. Netflix, Amazon Prime Video, Disney+).

VR3: Infotext: Südkorea hat ein Verteidigungsbündnis mit den USA und beherbergt ca. 30.000 US-amerikanische Truppen. Es befinden sich keine fest stationierten US-Atomwaffen in Südkorea. Nordkorea und Südkorea haben nie einen Friedensvertrag unterschrieben. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten befinden sich momentan auf einem Tiefpunkt. Kürzlich hat Nordkorea Südkorea zum Hauptfeind erklärt.

DHG, Südkorea sollte sich eigene Atomwaffen anschaffen.

VR4: DH bereut das in westlichen Gesellschaften zu beobachtende Erodieren der Norm, dass das Kinderkriegen zu einem erfüllten Leben dazugehört.

VR5: Infotext: Der Demokratieindex des Economist vergibt an Staaten 0 bis 10 Punkte abhängig davon, wie demokratisch sie sind. Folgende Kategorien werden dabei gleichrangig bewertet: Wahlprozess und Pluralismus, Funktionsweise der Regierung, Politische Teilhabe, Politische Kultur, Bürgerrechte. Alle Staaten, die mehr als 6 von 10 Punkten erreichen, gelten nach diesem Demokratieindex und für die Debatte als demokratisch. Beispielsweise haben 2023 auf dieser Skala die USA 7,85 Punkte erreicht, Indien 7,18, Ungarn 6,72, Marokko 5,04, die Türkei 4,33 und Nigeria 4,23. 2023 lebten 45,7% aller Menschen in Demokratien.

DHG, dass am Ende des 21. Jh. die Mehrheit aller Menschen in demokratischen Staaten leben wird.

HF: Infotext: Es existiert die Idee mittels Genmanipulation menschliche Embryos zu verbessern und auf diesem Weg sogenannte Designerbabys zu erschaffen. Dies beinhaltet die Verbesserung von gesundheitlichen, körperlichen, geistigen und emotionalen Eigenschaften. Genmanipulation ist durch CRISPR-Cas heutzutage möglich. Der Zusammenhang zwischen Genen und der Ausprägung von Eigenschaften ist bisher nur zu einem geringen Maße erforscht. Im Moment ist Forschung an Designerbabys überall nahezu vollständig verboten.

DHG, westliche Demokratien sollten Designerbabys erlauben.

F: Infotext: Intelligenz bezeichnet die geistige Leistungsfähigkeit bezüglich der Lösung von logischen, sprachlichen, mathematischen und räumlichen Problemen.
Selbstlosigkeit bezeichnet die Eigenschaft, das eigene Wohl anderen Erwägungen wie z.B. dem Wohl anderer Menschen oder dem Allgemeinwohl unterzuordnen.

Angenommen man könnte entweder die Intelligenz oder die Selbstlosigkeit aller jetzigen und künftigen Menschen um 10% erhöhen, aber nicht beides. DHW die Intelligenz erhöhen.

ah.

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