Ergebnisse der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2022

Datum: 10. Juni 2022
Redakteur:
Kategorie: Campus-Debatten, Headline, Turniere

Die Ergebnisse der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2022, die vom 03.-06. Juni in Wien stattgefunden hat, stehen fest.

Die Deutschsprachigen Debattiermeister 2022: Jonathan Dollinger und Sonja Soko vom Debattierclub Freiburg e.V. – Foto: VDCH

Finale, DaF-Finale, Auszeichnungen

Im offenen Finale setzte sich der Debattierclub Freiburg e.V. (Jonathan Dollinger / Sonja Soko) aus der Position der Schließenden Regierung zum Thema „Dieses Haus glaubt, dass die Personen hier im Saal im Laufe ihres Lebens eine außenpolitisch friedliche Entwicklung Chinas erleben werden.“ durch und sicherte sich damit den Meistertitel. Vizemeister wurden die Rederei e.V. (Heidelberg, Tim Reitze / Luise Häder) aus der Eröffnenden Regierung, der Debattierclub Hannover e.V. (Ruben Hermann / Anne Wessig) aus der Eröffnenden Opposition sowie der Debattierclub Hamburg e.V. (Georg Maxton / Btissam Boulakhrif) aus der Schließenden Opposition. Das offene Finale jurierten Lennart Lokstein (Hauptjuror), Jan-Gunther Gosselke, Marc-André Schulz, Sabine Wilke und Sven Jentzsch.

Den Preis für die beste Finalrede verlieh die Ehrenjury des Finals, bestehend aus Christoph Wiederkehr, Jaqueline Schreiber, Prof. Dr. Dr. Alexander Petsche und Madlen Stottmeyer, an Ruben Herrmann.

Die Gewinner des DaF-Finales: Eltaj Rajabov und Jiahao Zhang von der Debattiergesellschaft Jena e.V. – Foto: VDCH

In der Kategorie Deutsch als Fremdsprache gewann das Finale die Debattiergesellschaft Jena e.V. (Eltaj Rajabov / Jiahao Zhang) aus der Position der Eröffnenden Opposition zum Thema „Dieses Haus glaubt, dass die Kanzlerschaft Angela Merkels außenpolitisch ein Erfolg war.“. Vizemeister wurde ein weiteres Team der Debattiergesellschaft Jena e.V. (Yi He / Roman Wanusch) aus der Eröffnenden Regierung, der Debattierclub Aachen e.V. (Haihua Yang / Andrea Boone Zamora) aus der Schließenden Regierung sowie der Debattierclub Saar e.V. (Marta Delgado Guillén / Deirbhile Canny) aus der Schließenden Opposition. Das DaF-Finale jurierten Barbara Schunicht (Hauptjurorin), Michel Hofe, Milena Hövelmeyer, Samuel Gall und Tove Marla Hortmann.

Die Preise für ausgezeichnete Jurierleistungen erhielten Julius Steen, Lennart Lokstein und Marc-André Schulz. Den Nachwuchsjurierpreis erhielt Dennis Güldenmeister.

Den Nachwuchspreis der Deutschen Debattiergesellschaft e.V. erhielt Jola Schmidt vom Debattierclub Hansenberg.

 

Break und Organisation

Ausgetragen wurde das Turnier, das den jährlichen Höhepunkt der Campus-Debatten-Turnierserie bildet, vom Debattierklub Wien. Die Hauptorganisation übernahmen Liam Urban und Miriana Muntean. Die sportliche Leitung übernahmen als Chefjury Jan-Gunther Gosselke, Sven Jentzsch und Katharina Margareta Jansen. Das Tabteam bestand aus Till Fiedler, Marion Seiche und Pauliene Hartwig.

 

Nach 7 Vorrunden schafften die folgenden 16 Teams den Break ins Viertelfinale:

  1. Das ist witzig, weil… (Hamburg, Georg Maxton / Btissam Boulakhrif) – 17 Teampunkte, 1113 Rednerpunkte
  2. Junges Eisen & Alter Hüpfer (Potsdam, Jun Kinoshita / Susanna Wirthgen) – 17 TP, 1100 RP
  3. Zwei Hanseatenbraten (Hamburg, Jannika Schoon / Max Maaß) – 16 TP, 1100 RP
  4. Hamburg F (Hamburg, Celine Harms / Christopher Gack) – 16 TP, 1098 RP
  5. Rederei – Aus tiefster Seele (Heidelberg (Rederei e.V.), Tim Reitze / Luise Häder) – 14 TP, 1082 RP
  6. Münster Io (Münster, Paul Schmitz / anonymisiert) – 14 TP, 1078 RP
  7. Vorderösterreich A (Freiburg, Jonathan Dollinger / Sonja Soko) – 14 TP, 1077 RP
  8. DCH Alter vor Schönheit (Heidelberg (Debating Club Heidelberg e.V.), Benedikt Rennekamp / Emma Engel) – 14 TP, 1072 RP
  9. SKaperfahrt (Arrrr!) (Tübingen, Justus Raimann / Jessica Bonn) – 14 TP, 1066 RP
  10. Bibi & Tina auf Amadeus & Sabrina (Hannover, Ruben Hermann / Anne Wessig) – 13 TP, 1088 RP
  11. Wir machen dann mal ne Statistische (Freiburg, Johanna Williams / Karsten Seng) – 13 TP, 1080 RP
  12. Mainer Anthiintellektuelle Einheit (Mainz, Alena Haub / anonymisiert) – 13 TP, 1073 RP
  13. Wiener Schnitzel (Münster, Lilith Bodenhausen / Johannes Meiborg) – 13 TP, 1051 RP
  14. Wiener Ministerdrehtür (Wien (Debattierklub Wien), Paula Breyer / Alexandra Mayerweg) – 13 TP, 1050 RP
  15. Jetzt dürft ihr auch mal 10h fahren (Wien (Debattierklub Wien, Mira Eberdorfer / Victor Bervoets) – 12 TP, 1070 RP
  16. Hangry (Münster, Henry Keller / anonymisiert) – 12 TP, 1064 RP

Die Teams Redereinmaleins (Heidelberg (Rederei e.V.) und Mara und ihr Taschenstein (Hamburg) wären eigentlich auf Platz 5 und Platz 14 gebreakt, hatten sich jedoch im Vorfeld aus dem Break nehmen lassen bzw. waren zu den KO-Runden bereits abgereist. Aus diesem Grund rückten die nächsten beiden Teams nach.

 

Direkt ins DaF-Finale kamen die in der Tablle höchsten Teams, bei denen beide Redner:innen für die Kategorie Deutsch als Fremdsprache qualifiziert waren:

  1. Ja, ne? Egal! (Jena, Eltaj Rajabov / Jiahao Zhang) – 8 Teampunkte, 971 Rednerpunkte
  2. Beleidigter Leberwurst (Jena, Yi He / Roman Wanusch) – 8 TP, 970 RP
  3. Die 1. Intersaartionale (Saarbrücken, Marta Delgado Guillén / Deirbhile Canny) – 6 TP, 946 RP
  4. Spicy Tofu (Aachen, Haihua Yang / Andrea Boone Zamora) – 6 TP, 936 RP

 

Als Juror:innen waren gebreakt:

Barbara Schunicht, Chiara Throner, Dennis Güldenmeister, JanGunther Gosselke, Jonas Reichert, Josef Hoppe, Julius Klikar, Julius Steen, Konrad Gütschow, Lennart Lokstein, Leo Volkhardt, MarcAndré Schulz, Michel Hofe, Milena Hövelmeyer, Rebecca Hainich, Robert Wiebalck, Sabine Wilke, Samuel Gall, Sven Bake, Sven Jentzsch, Tove Marla Hortmann und Valentina Poveda.

 

Die Top 10 Redner:innen des Vorrundentabs waren:

1. Georg Maxton – 558 Rednerpunkte / 79,71 Punkte im Durchschnitt pro Runde

2. Btissam Boulakhrif, Jakobus Jaspersen – 555 / 79,29

4. Jannika Schoon – 554 / 79,14

5. Christopher Gack, Susanna Wirthgen – 551 / 78,71

7. Benedikt Rennekamp – 550 / 78,57

8. Jun Kinoshita – 549 / 78,43

9. Celine Harms – 547 / 78,14

10. Max Maaß – 546 / 78,00

 

Die Debattenthemen

Die Themen des Turniers lauteten:

R1: Information: Der Film „Don’t look up“ wurde bis Januar 2022 ca. 160 Millionen mal auf Netflix angesehen. Am Ende des Films zerstört der Meteorit die Erde.

Dieses Haus glaubt, dass der Film „Don´t look up“ mehr negative als positive Effekte auf die Umweltbewegung hatte.

R2: Dieses Haus begrüßt den zunehmenden Trend zur Abkehr von Kernarbeitszeiten („nine to five“).

R3: Dieses Haus würde in liberalen Demokratien einen Anteil von Medienunternehmen von maximal 15% in relevanten journalistischen Märkten (z.B. Markt für Regionalzeitungen in Bayern; Boulevardzeitungsmarkt) zulassen.

R4: Information: In Staaten wie Österreich existiert eine sogenannte Ausbildungsgarantie. Anstatt sich auf eine innerbetriebliche Ausbildung zu bewerben, kann man alternativ eine garantierte, sogenannte betriebsnahe bzw. überbetriebliche Ausbildung bei staatlichen Schulungsstellen absolvieren. In Deutschland gab es 2021 63.200 unbesetzte Ausbildungsstellen und 67.800 Personen, die keinen Ausbildungsplatz fanden.

Dieses Haus würde in Deutschland eine allgemeine Ausbildungsgarantie einführen.

R5: Information: Aktuell werden im Deutschen Fußballbund mehrere Reformen des Kinderfußballs für unter 11-Jährige diskutiert und bisweilen (für 2024) beschlossen. Für diese Debatte fallen darunter:
– Auf Turnieren wird kein Gesamtsieger ermittelt, stattdessen rotieren die Teams je nach Sieg oder Niederlage ein Feld nach vorne oder zurück.
– Teams im Rückstand kriegen einen zusätzlichen Spieler aufs Feld.
– Es gibt kleine Teams und festgelegte teaminterne Rotationen, sodass jeder Spieler einer Mannschaft einmal an die Reihe kommt.

Dieses Haus begrüßt diese Reformen des Jugendfußballs.

R6: Information: Einstimmigkeitsmechanismen in der EU gelten vor allem für Politikbereiche wie Außen- und Sicherheitspolitik, Finanzen, Bürgerrechte oder Fragen der Mitgliedschaft.

Dieses Haus bereut die prominente Nutzung von Einstimmigkeitsmechanismen in den Gesetzgebungs- und Policyverfahren der Europäischen Union.

R7: Dieses Haus begrüßt die Nutzung von Gamification (kooperativ und/oder kompetitiv; z.B. Sammeln von Punkten, Rankings, Lernspiele) am Arbeitsplatz.

Viertelfinals: Vorausgesetzt, er wird wieder der Präsidentschaftskandidat der Republikaner: Dieses Haus glaubt, dass Donald Trump wieder zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden würde.

Halbfinals: Dieses Haus bevorzugt eine Welt, in der es gesellschaftliche Norm ist, Menschen primär nach den Intentionen ihres Handelns zu bewerten, gegenüber einer Welt, in der es gesellschaftliche Norm ist, Menschen primär nach Konsequenzen ihres Handelns zu bewerten.

DaF-Finale: Dieses Haus glaubt, dass die Kanzlerschaft Angela Merkels außenpolitisch ein Erfolg war.

Offenes Finale: Dieses Haus glaubt, dass die Personen hier im Saal im Laufe ihres Lebens eine außenpolitisch friedliche Entwicklung Chinas erleben werden.

lok.

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